Rurutu – ein Traum

30 Seemeilen bevor wir anlegten, sah ich zum ersten Mal die Insel. Bei soviel vorab Informationen war ich ziemlich aufgeregt 🙃😲 und konnte es fast nicht mehr erwarten,  endlich wieder Radler zu sein. Wir ankerten im Hafen, wo bereits mittendrin ein anderes Segelboot, das dem örtlichen Arzt gehört, lag ⛵. Nach dem wir unser Boot routinemäßig abgestellt hatten, waren wir einfach nur müde, wir gönnten uns ein leckeres Essen und ab ging es ins Bett😏. Am nächsten Morgen meldeten wir uns vorschriftsmäßig bei der Gendarmerie, inspizierten das Dorf und erkundigten uns wo wir Wasser, Internet, Diesel usw. bekommen. An der Post fanden wir eine Insel Karte mit den Straßen, Höhlen und anderen Sehenswürdigkeiten ; also jetzt nur noch die Räder zusammen bauen und los geht’s 🚲🚲. Aber zuerst wollten wir noch das Hafenbecken mit dem Dinghy vermessen, damit wir unseren Freunden Doris und Wolf von den Seenomaden mitteilen können, dass auch für Sie Platz zum ankern ist.

Am Sonntag den 31.1. Als wir morgens die Fahrräder an Land brachten, staunten wir nicht schlecht, als dort Terry, ein Franzose den wir schon aus Tubuai kannten, stand 😲. Er erzählte uns, dass er heute Nachmittag zurück nach Papeete fliegt und wenn wir wollen würde er uns noch eine Höhle zeigen 👍👍. Welche Frage?! 😊😁Gott sei Dank, denn alleine hätten wir diese sagenhafte Stalaktiten und Stalagmiten Höhle niemals gefunden.

Stalaktiten und Stalagmiten

Nach dieser Expedition trennten sich unsere Wege und wir radelten erst einmal um die Insel; nur so 36 km aber allerdings auch fast 800 Höhenmetern und über drei Pässe.

🙈🙈 Ganz abgesehen von den 30 ° Außentemperatur und ca. 70 % Luftfeuchtigkeit 😲😲 und den steilen Betonstraßen 🙃. Dass wir ab und zu mal schieben mussten war unvermeidlich, doch der Blick über die gesamte Insel entschädigte uns für die Strapazen. Von Tama, dem Zahnarzt in Tubuai, bekamen wir den Rat, unbedingt Rurutu zu Pferd zu erkunden 🤔🤔 warum eigentlich nicht, denn wir kennen nicht viele, die auf den Austral Inseln beim reiten waren.

Reiten in Rurutu

Wir fanden Elin, eine Waleserin die hier verheiratet ist und deren Ehemann Viriamu die Reitsafarie veranstaltet. Was soll ich euch sagen, es war einfach spektakulär wie die kleinen Pferde bei der Hitze die steilen Wege meisterten und wir hatten schon fast ein schlechtes Gewissen uns von Ihnen bis auf einen 300 Meter hohen Gipfel tragen zu lassen. Doch auf diesen zugewachsenen Trampelpfaden wäre ein Durchkommen für uns nicht möglich gewesen😜. Unser Guid stoppte sein Pferd, verschwand im Dschungel und kam mit Bananen und Passionsfrüchten zurück, die wir dann am Gipfel gemeinsam verspeist haben 👍.

Die nächsten zwei Wochen haben wir glaube ich alle fahrbaren Wege auf der ganzen Insel abgegrast 😅😅 und es waren absolut verschiedene Pfade, Untergründe, Ausblicke und Eindrücke. Wen es interessiert hier sind die Links zu unseren Tracks. Einmal der Blick vom höchsten Berg aufs Riff, dann die rote Erde wie in Afrika, dann Wurzeltrails mit Föhrenwaldwegen, steile Schotterabfahrten, Höhlen und Korallen Blöcke wie Steine im Garten verteilt. 😲😲😲

Rurutu

Ich kann nur für mich sagen, dass Rurutu eine der außergewöhnlichsten Austral Insel ist, nicht nur wegen der genialen Wege zum Radeln auch wegen der verschiedenen Möglichkeiten von Wandern, Höhlen erforschen und der unterschiedlichsten Anbau Möglichkeiten von Kaffee in Plantagen, Taro Feldern, Bananen, Noni Bäumen, Pampelmusen, Limetten, Granatapfel, Guaven, Avocados und vieles mehr. Nicht zu vergessen die fast freilaufenden Schweine, Hühner, Ziegen und sogar ein paar Kühe haben wir gesehen. 😜

Elin hat uns erklärt, dass hier auf dieser Insel alle Obstbäume und Palmen,  die am Straßenrand stehen für jeden zur Verfügung stehen und sich jeder daran bedienen kann. Wir haben Limetten, Kokosnüsse, Pampelmusen, Bananen und Guaven gefunden 👍. Als wir einen Bauern wegen Avocados gefragt haben, nahm er uns mit nach Hause und hat uns gleich 10 Stück Avocados und Taro gegeben; als wir nach dem Preis gefragt haben, lachte er und meinte es sei gratis. Wieder einmal waren wir überwältigt von soviel Großzügigkeit und uns blieb wieder nur ein herzliches Dankeschön zu sagen 🙏🙏🙏. Auf unserer Artemis angekommen haben wir einen Schokoladenkuchen gebacken und als kleinen Dank am nächsten Tag vorbei gebracht bzw. geradelt 😁😁 und unsere Geschenke haben wir mit Doris und Wolf geteilt. Ich glaube, dass ich noch nie soooo gute Avocados gegessen habe und die Ökobilanz ist auch großartig. Mit ein bisschen Wehmut verlassen wir Rurutu, doch wir sind froh und glücklich hierher gekommen zu sein 👍👍.

Hier könnt ihr sehen wo wir überall waren

GPS tracks:

Raivavae in den Austral Inseln

Die Austral Inseln – bis vor einem Jahr wusste ich überhaupt nicht, dass es diese Inseln gibt und jetzt waren wir auf dem Weg dahin 😊. Zwei uns bekannte Boote waren in Tubuai und wir wollten gemeinsam Weihnachten verbringen also stand das Ziel bereits fest, doch kurz bevor wir aus dem Pass von Raiatea fuhren riefen Sybille und Bo an und erzählten uns, dass die “Weihnachtszeit” auf Raivavae verbracht wird. Okay dann eben 100 Nautikel Miles weiter und gut, nach sechs Tagen hatten wir in Raivavae wieder Boden unter den Füßen und konnten uns bei der Gendarmerie melden. 👍Wir ankerten von der Stadt, denn von hier aus war es viel einfacher unsere Räder an Land zu bekommen und endlich mal wieder Radler zu sein 🤗🤗. Der Polizist erzählte uns, dass es auf der Insel eine Traverse zur anderen Seite gibt, die eine Steigung von 45 % hat 😲😲 und daß man das Fahrrad schieben sollte, denn ein Tourist ist wohl 2019 schwer verunglückt. Das wollten wir uns natürlich so schnell wie möglich anschauen.

Silvester

Mit Regenzeug im Rucksack, Plastikplane zum Schutz für unsere Räder bestiegen wir das Dinghy und haben es immerhin trocken an Land geschafft 😏 beim montieren wurden wir bereits das erste Mal nass. Außerdem hatten wir ein Publikum von Einheimischen, die ganz interessiert verfolgten, was aus unseren Taschen zum Vorschein kam. Dank unserer französisch Kenntnissen konnten wir uns sogar unterhalten 🙈🙈 und die Einheimischen meinten, dass die Traverse “tre difficil” sei; wir hatten leider das Pech, dass es total rutschig war und sogar beim schieben wussten wir oft nicht wie wir vorwärts kommen sollten 😜 doch auf der Passhöhe hatten wir einen genialen Blick zur anderen Seite. Wir staunten nicht schlecht, dass dort vor diesem Moto bereits 10 Boote lagen, doch bei türkisblauem Wasser, Sandstrand und einem geschützten Tümpel wollten wir natürlich auch dort hin. Ich glaube, dass wir alle Straßen um und über Raivavae abgefahren sind und als wir zurück zum Hafen kamen hat es wieder geregnet. Die örtliche Krankenschwester hat unseren Fahrrädern 🚲🚲 Asyl gewährt und so konnten wir sie dann sauber und trocken verpacken.

Am 21.12. konnten wir dann auf die andere Seite fahren, was aufgrund der vielen Korallen gar nicht einfach war doch Gott sei Dank sind wir ohne Kontakt angekommen.🙏🙏 Von hier aus haben wir dann auch den Mont Hiero mit seinen knapp 450 Metern, den höchsten Berg, erklommen. Beim Spaziergang wurden wir von Einheimischen zum Boules spielen und Bier trinken eingeladen und am nächsten Tag hat uns Eduard, einer der Einheimischen, Bananen, Papayas und Manjok geschenkt. Wir wollten ihn zu uns auf Boot einladen, doch er meinte dass er seekrank würde und so konnten wir uns nur mit selbstgemachten Bananenbrot revanchieren.

Weihnachten haben wir mit Sybille und Bo gefeiert und an Silvester durften wir Segler ein Lagerfeuer am Strand machen; jeder brachte was zum Essen und Trinken mit und so hatten wir ein gemischtes Buffet mit viel sprachiger Konversation. Ganz traurig hab ich an alle daheim gedacht, die dieses Jahr nicht feiern durften 😪😪 aber 2021 wird bestimmt alles wieder besser 👍👍

GPS tracks

Tubuai

Ganz entgegen gesetzt der normalen Reiserichtung sind wir am Samstag 9.1. in Tubuai angekommen und genau wie uns alle erzählt haben ist die Lagune sehr “bewegt”, was bedeutet dass hier viel Swell ist und nichts von einem ruhigen Ankerfeld zu spüren ist.😜 Weil Neill Zahnschmerzen hatte☹️ und weil uns der örtlichen Zahnarzt, Dr. Tama sehr empfohlen wurde, haben wir uns gleich am Montag in seine Praxis begeben. Neill wurde bestens behandelt👍 und Dr. Tama hat uns zu sich und seiner Familie, die aus seiner Frau Mila und seinen fünf Kindern besteht, eingeladen. Wir wurden dort so herzlich empfangen und ich hatte das Gefühl, als ob wir uns schon seit Jahren kennen. Mila hat mir eine wunderschöne Blumen Krone gemacht und außerdem noch Tanzunterricht in heimischen Stil gegeben. 👍 Bevor es dunkel wurde machten wir uns auf den Rückweg und verabredeten uns für den nächsten Tag bei uns auf dem Boot.⛵⛵

Wir fragten bei der Hafenmeisterei an, ob wir unsere Artemis an den Kai anlegen können, um unseren Gästen den Besuch etwas zu erleichtern ☺️. Adrian, der Verantwortliche meinte, dass es kein Problem sei und so konnten wir unseren Besuch viel einfacher an Bord nehmen. Wir haben Schokoladenkuchen und Pizza gemacht und die Kids waren völlig damit beschäftigt, das Boot zu erkunden. Neill hat den Jungs das Dinghy fahren gezeigt und danach wurde im Wasser herum geblödelt. Viel zu schnell verging der Nachmittag 😊😊und Mila bot uns an, als Reiseführerin mit uns den höchsten Punkt der Insel zu besteigen. Was soll ich euch sagen, wir haben so viel über Flora, Fauna, Geschichte und Sagen von Tubuai erfahren 😲😲😲und ich brauch nicht zu erwähnen, dass Mila ihre Insel liebt und alles was damit verbunden ist. Unterwegs haben wir Narii, Milas Cousin, mit französischen Gästen getroffen und die haben sich dann am Freitag noch unser Boot angeschaut 😊.

Als wir bei der Gendarmerie waren, kamen wir ins Gespräch über Tempelanlagen hier auf Tubuai und dass diese sehr schwer zu finden sind. Daraufhin hat der Gendarm uns angeboten, am Samstag weil es sein freier Tag ist, mit dem Fahrrad diese Anlagen zu besuchen. 😲😲😲 Ich bin total überwältigt von so viel Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und mit welcher Selbstverständlichkeit die Menschen hier uns “Fremden”, begegnen und es als total normal empfinden, uns alles zu erklären und zu zeigen. Heute Nachmittag als wir ins Dinghy gestiegen sind hat uns ein örtlicher Fischer einfach so drei Fische geschenkt und als wir uns mit dem Einheimischen “Maururu” bei ihm bedankt haben hat er gelacht und uns zugewinkt. 😚😚😚 Ich wünsche mir so sehr, dass uns etwas von diesem Verhalten anhaften bleibt und wir es über die ganze Welt verteilen🙏🙏🙏.

GPS tracks

Raiatea

Auf dem Weg nach Maupiti haben wir wohl eine unserer Wanten (das ist eines von den Drahtseilen, dass den Mast hält) gerissen und deshalb mussten wir hier in Raiatea einen Rigger aufsuchen um es reparieren zu lassen. Allein das Bestellen des Ersatzteiles entwickelte sich als ein “Projekt”, denn der einzige, der es anfertigen konnte war in Tahiti und der wollte irgendwie nicht so recht 😜. Also haben wir kurzer Hand wieder unsere Ocean Chandlery und den Rigger, der unsere Artemis am Anfang geriggt hat in UK angeschrieben, die Maße durchgeben und nach 10 Tagen konnte Fred (so heißt der örtliche Rigger) die kaputte Wante reparieren.

Um die Wartezeit zu verkürzen sind wir einmal um die Insel geradelt. Irgendwie sind wir gar nicht mehr daran gewöhnt, dass wir bedenken müssen, daß es einen ganzen Tag regnen könnte. Doch genau dass war die letzten beiden Tage der Fall, es regnet wie aus Eimern 🙈🙈(ich weiß ja auch, dass hier jetzt Regenzeit ist, aber trotzdem 😏🙄☹️) und beim radeln hatten wir riesiges Glück, dass es immer wieder aufgehört hat. Viermal mussten wir uns unterstellen um nicht patsch nass zu werden. Aber nach 95 km waren wir wieder ziemlich trocken zurück. Unsere Fahrrad taschen konnten wir in der Werft bei einem Segler deponieren 👍👍 Gott sei Dank, ansonsten hätten sie unser Dinghy als Swimmingpool benützen können 😲. Lange Rede kurzer Sinn nach drei Tagen haben wir es endlich geschafft unsere Räder trocken und sauber wieder an Bord zu bekommen. Jetzt geht es nochmal in die Stadt um unser Boot wieder mit Proviant aufzufüllen und dann hören wir die Austral Inseln schon rufen 😃😃. Den richtigen Wind abwarten und los 😃😃⛵.

GPS track – 20201206 round Raiatea

Taha’a

Zwei Inseln, die sich ein Riff teilen 😲wie interessant ; dann werden wir uns doch als erstes die Kleinere anschauen 😊. Wir haben uns ja schon ein bisschen schlau gemacht und wussten, dass es hier eine Straße entlang der Küste gibt, die ca 63 km lang ist und die fast die ganze Insel umspannt. Außerdem soll es hier eine Rum Destillerie geben, die nur lokale Rohstoffe verwendet und wo man auch eine Verkostung machen kann 👍👍. Wir machten uns auf Erkundungstour, fanden die Brennerei und versprachen, mit unseren Freunden wieder zu kommen. Am Straßenrand gab es Bananen zu kaufen und als wir der Frau in unserem “wahnsinnig gutem” Französisch erzählt hatten, dass wir auf dem Boot leben, hat sie uns gleich noch dreimal so viel Bananen und noch ein paar Mango gegeben 😁😁. Wir haben unsere Früchte mit Sybille und Bo geteilt und vom Rest wieder Chutney gemacht. Am 28.11. haben wir dann die Insel auf dem Rad erforscht. Irgendwie haben wir gerade keinen guten Draht zum Wetter Gott, denn dieses Mal wurden wir schon auf dem Weg vom Boot an Land nass 😲🙈. Aber dann hat es aufgehört und wir konnten die Radtour durch den “botanischen Garten” wie ich diese Insel nannte, in vollen Zügen genießen. Wirklich die Vielfalt an bunten Blumen, Hecken, Früchten und Gemüse ist wahnsinnig ; als wir ein Schild einer Vanille Plantage sahen haben wir angehalten, uns die Vanillepflanzen und – Blüten angeschaut und gefragt, ob wir welche kaufen können 😁aber die hatten als kleinste Menge nur 10 Vanilleschoten verpackt und dass war selbst zum teilen viel zu viel für uns.

Zum Abschluss haben wir dann noch die Rum Brennerei besichtigt und ganz klar auch den ein oder anderen Rum probiert 😆😆😜 ich kann euch sagen, dass hat ganz schön reingehaut bei 30 Grad, 80 % Luftfeuchtigkeit und nach 65 km radeln 😲😲😜. Als wir unsere Räder wieder verstaut haben, haben uns amerikanische Touristen gefragt, wo denn hier die Stadt sei und wir meinten, ihr seid mittendrin 🤣🤣🤣 eine Tankstelle, ein kleiner Laden, eine Rum Brennerei was braucht man denn sonst noch? Mmmm 🤔🤔🤔vielleicht einen Fahrrad Laden, denn ich habe – keine Ahnung wie ich dass wieder angestellt habe – eine Speiche im Vorderrad abgebrochen 🙈🙈. Na ja hoffentlich findet sich auf Raiatea, das ist ja immerhin die zweit größte Insel in Französisch Polynesien, ein Radgeschäft, der so etwas reparieren kann 🙏🙏 und unser nächstes Ziel 😊.

GPS track – 20201126 round Taha’a

Bora Bora

Wenn ich bisher etwas von Bora Bora gehört habe dachte ich an eine Südsee Insel mit weißen Stränden aber bestimmt nicht an steile Berge 😊. Doch genau das war unser Ziel den Mont Pahia zu besteigen, denn schwimmen und schnorcheln können wir immer noch; als wir recherchiert haben fanden wir alle möglichen Aussagen von wahnsinnig gefährlich und ohne Guide nicht zu schaffen bis hin zu sehr guter Trainingszustand notwendig. Aber in allem waren sie sich einig: nur bei trockenem Wetter zu besteigen 😲. Zusammen mit Sybille und Bo gings los, der Aufstieg  war ziemlich schwierig zu finden  (wahrscheinlich auch ein Grund dafür, damit man einen Führer nehmen soll 🙈) . Es ging über Stock und Stein,  moosige Felsen und rutschige Bachläufe; der Weg führte uns durchs Unterholz mit vielen Spinnennetzen, Salamandern und sonstigen Krabbeltieren 😜 und ohne dass wir über Äste oder Felsbrocken klettern mussten, kamen wir nicht voran 😲. Glücklicherweise waren sehr häufig Seile gespannt um uns Sicherheit zu vermitteln und uns etwas Halt zu geben. Nach dem ersten steilen Anstieg, führte ein Rundweg auf die Rückseite des Berges und kurz vor dem Gipfel durften wir noch ein bisschen kraxeln 🤣🤣dafür wurden wir mit einem traumhaften Blick vom Mont Ohue belohnt. Für Sybille als “Flachländerin” war es Kletterpartie genug und wir wussten, dass das letzte Stück nochmal eine Herausforderung für Nicht Kletterer bereit hält. Deshalb machte Bo und ich uns fertig für den Katzensprung zum Mont Pahia; Sybille und Neill warteten auf uns. Wir mussten wirklich ein Stück überhängend klettern  😲😲 und das war nur wirklich etwas für schwindelfreie Bergsteiger 👍 aber dafür war die Aussicht einfach WOW! 😆.

Bergsteigen auf Bora Bora

Nach einer ausgiebigen Brotzeit mit frischen Baguettes, Wurst und Käse brachen wir zum Abstieg auf; keine Sekunde zu früh wie sich später heraus stellte. Die feuchten, rutschigen Stellen waren super abgetrocknet und wir kamen zügig voran. Irgendwann meinte Sybille “ich hoffe, dass es bald mal so richtig regnet, damit das ganze Salz vom Boot abgewaschen wird und alles nicht mehr so klebt”.                                   Scheinbar hat sie gute Konektion, denn kurz darauf hat es angefangen zu regnen und zwar ausgiebig, doch wir waren fast schon wieder im Dorf und konnten die kostenlose Dusche gleich als Vorwäsche nutzen 🤣🤣. Wie die getauften Mäuse saßen wir im Dinghy und ob ihr es glaubt oder nicht es war richtig kalt im Fahrtwind 😨, doch dafür war das Meerwasser Badewanne Temperatur 👍👍. Zur Feier haben wir uns einen oder zwei Cocktails im Bora Bora Yachtclub gegönnt und für den nächsten Tag eine Radtour um die Insel ausgemacht.

Aperol Spritz 😉

Doch die 32 Kilometer und 400 Höhenmeter haben wir dann wirklich mit links gemacht. Jetzt wird noch ein bisschen hier geschnorchelt und dann eine andere Insel in Angriff genommen 😊😊.

Blick über Bora Bora

GPS tracks: Our climb. Our route round the island.

Maupiti

Nach so viel Zivilisation 😆😆 hier in Moorea und zuvor in Tahiti hatten wir Sehnsucht nach den abgeschiedenen kleinen Inseln und so machten wir uns auf den Weg nach Maupiti. Fast die westlichste Insel in Französisch Polynesien und nur ca. 160 Seemeilen windab 👍 – eigentlich – 🙈🙈 also rechnen wir mit einer Durchschnittlich Geschwindigkeit von 4 Knoten sind wir in 40 Stunden da. Der Wetterbericht war genau richtig, Wind aus der richtigen Richtung und nicht zu viel oder zu wenig. Und um es kurz zu machen; haben wir nach fast keinem Wind bis hin zu Squalls (starken Windboen, in unserem Fall bis 26 Knoten, und massiven Regenschauern) es endlich geschafft nach fast 50 Stunden, am Donnerstag, den 29.10.2020 in Maupiti vor Anker zu gehen.

Maupiti

Diese Insel ist umgeben von einem riesigen Riff und hat eine große Auswahl von Bergen bzw. vulkanischen Erhebungen 😜, für die örtlichen Verhältnisse sind es Berge mit einer Höhe von ca. 500 Metern. Unser Ziel ist es ja auf möglichst vielen Inseln unsere Räder an Land zu bekommen, doch bei 14 Km Umfang war es uns den Aufwand nicht wert und wir beschlossen einen ganz gemütlichen Spaziergang um die Insel zu machen 👍👍. An Obstbäume oder Sträuchern haben wir Bananen, Papayas, Limetten, Mangos, Orangen, Pampelmusen und Passionsfrüchte gesehen und nicht zu vergessen verschiedene Sorten von Brotfruchtbäumen. Hier wächst wirklich alles 😁. Wir fanden eine Plantage mit uns unbekannten Rankpflanzen, doch konnten wir niemanden fragen was das ist 😲🙄. Nach unserer Rückkehr haben wir mal wieder Chutney machen müssen 😆😆, denn wir haben von einem Einheimischen Pampelmusen und eine Brotbaumfrucht geschenkt bekommen und Mangos selber gefunden.

Neben uns ankern österreichische Segler, Nicole und Georg, deren Boot den Namen Mikado trägt; gemeinsam wollen wir den höchsten Berg hier auf Maupiti besteigen. Um 6.30 Uhr trafen wir uns am Hafen und im Dorf gings dann gleich steil bergauf, über Wurzeln und Felsen erreichten wir nach 1,5 Stunden den Gipfel und wurden mit einem fantastischen Blick über die gesamte Lagune mit Riff belohnt 😲👍😀. Ich kann euch sagen das die Bilder wirklich nicht von einer Drohne stammen, obwohl es so aussieht 😆. Nach einer Brotzeit machten wir uns auf den Abstieg, auf Maps me war auf der anderen Seite auch ein Weg eingezeichnet, also dann nehmen wir doch den 🙈🙈 ihm Nachhinein betrachtet vielleicht nicht die beste Entscheidung aber so haben wir viel vom Dschungel, trockenen Bachläufen, Bambus Wäldern oder einfach von der Rückseite des Berges gesehen 😜. Auf dem Rückweg kamen wir an der für uns unbekannten Bepflanzung vorbei und Nicole und Georg wussten, daß es Vanille ist, was hier angebaut wird. Siehst du wir lernen jeden Tag etwas neues dazu 😊. Für alle, die unser Auf und Ab und Hin und Her interessiert, hier ein Link zu unserem Track. Zum krönenden Abschluss haben wir uns mit Steaks, Fisch, Nudeln und Pommes verwöhnen lassen.

Nicole, Georg und Neill

Tahiti

When you dream of sailing the world, Tahiti is one of the places you dream of arriving. In normal times. During the Covid pandemic, it is less inviting; the infection rate is high and you have to wear masks – something we had avoided living in the wilderness.

But we have bought an appartment in Allgäu and needed the German consul to witness our signatures. He lives in Papeete so we sailed the two days downwind to see him.

The biggest “house” we have seen in months.

Our first view of the island was a mass of cloud on the horizon but as the sun climbed the mountains began to appear and realization dawned – we had sailed from Scotland to Tahiti! Amazing!

We anchored off Venus Point where in 1769 James Cook anchored to observe a Venus transit. He was met by women in grass skirts, we were moved on by the police.

Next we moored in the middle of Papeete and enjoyed a week of city life. Consulate, shopping, dinner out, meeting loads of friends, drinks on other boats, pizza on Artemis, showering in the park and more shopping.

Artemis in the big city

We also fitted in three bike rides up the mountains and along the valleys – the longest was 100km – so now we need to do some sailing to recover.

I am writing this as we are anchored alone just behind the reef off a small village. Locals were surfing in their canoes and headed home at sunset with cries of “Yo-Rana” (hello). Now it is dark and all we can here is the massive surf crashing on to the reef. It is wonderful to own a home that can be in the middle of the city in the morning and behind a coral reef in the evening

Kauehi

Als wir uns am 7.9. von Fakarava auf den Weg machten waren alle ganz erstaunt, dass wir uns Kauehi ausgesucht hatten. Wir hörten warum denn gegen den Wind und nicht nach Toau mit dem Wind und vieles mehr, doch wir segeln gerne und ein bisschen Taken macht uns nichts aus. Außerdem wussten wir, daß Daniel mit seinem Boot Elin dort irgendwo sein muss und wir wollten ihn einfach besuchen 🤗🤗.

Nach knapp 75 Nm waren wir fast am Atoll doch für die letzten fünf Meilen würden wir – bei unserer Geschwindigkeit – ca. zwei Stunden brauchen, doch dann sind wir zu spät um durch den Pass zu gehen 🙄🙄 also Augen zugedrücken und den Motor gestartet . Nach dem Pass konnten dann wieder segeln ⛵⛵ mit 1,7 Knoten durch die Lagune. Ihr könnt es euch vorstellen als ob ihr auf einem großen See fahrt, ganz ruhig und ohne Wellen. Wir hielten Ausschau nach Daniel und waren uns fast sicher ein Segelboot entdeckt zu haben 👍doch plötzlich hatten wir es beide wieder verloren 😲😲. Wir ankerten und suchten wirklich systematisch das Moto ab als wir eindeutig ein Segel sahen . Am nächsten Morgen ging die Suche los😎😎 doch es ist soo schwer, ein kleines weißes Boot vor einem weißen Strand zu finden 🙈. Aber wir haben es geschafft und Daniel gefunden 😃😃;

Bei ausgiebigen Gesprächen, Spaziergängen, gemeinsamen Abendessen und Drinks vergingen die Tage wie im Flug. Wir hatten beim Landgang eine Straße auf der Insel entdeckt und laut Open Street Maps sah es so aus, als ob wir bis zur Stadt radeln können. Am nächsten Tag gleich um 7 Uhr in der Früh starteten wir unsere Entdeckungstour zur “Stadt Tearavero” (es leben hier gerade mal 540 Menschen) , aber es gibt ein Postamt, eine Kirche, ein Rathaus und immerhin drei Lebensmittel Geschäfte. Im Magazin Yip gab es auch wunderschönen handgefertigten Schmuck, mit Perlmutt und Perlen aus Kauehi zu kaufen. Wir konnten nicht wiederstehen und ich habe eine wunderschöne Kette bekommen 🤗🤗.

Rund um Kauehi

Auf dem Rückweg trafen wir einen Einheimischen und fragten ihn, ob er auf seinem Grundstück Gemüse und Früchte anbaut? Er erklärte uns, dass er Blumen pflanzt für die Produktion von Sonnenmilch und das er eine kleine Perlenfarm hat. Wir haben uns riesig gefreut, dass wir uns mit unserem neu erlernten Französisch unterhalten konnten 🤗🤗👍. Zum Schluss hat uns Eduard noch eine riesige Zucchini und eine Papaya geschenkt, die wir Abends gemeinsam mit Daniel gegessen haben. Heute Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg nach Fakarava, da wir eine wichtige Verabredung per Internet haben und dafür brauchen wir zuverlässige Verbindung und das ist am besten in Pakokota bei Matthew.

Makemo

Ein bisschen mulmig war mir schon als wir uns am Eingang zum Makemo Riff befanden, nachdem wir ja schon schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Doch dieses Mal lief alles sehr gut ohne große Gegenströmung konnten wir vor der Ortschaft ankern und diesen erkunden. Als Frankreich hier in der Gegend die Nukleartests durchgeführt hat, war Makemo wohl das Basislager und deshalb gibt es hier sogar eine Kathedrale 😲, einen Leuchtturm und viele große Gebäude. Wir hatten Glück denn am nächsten Tag war Feiertag – zum Gedenken der Sturm der Bastie – und trotzdem war die Bäckerei geöffnet. Die beiden Damen dort sprachen exzellentes Englisch und wir konnten sie alles fragen was wir wissen wollten und mangels unserer französisch Kenntnisse nicht in Erfahrung bringen konnten. Wir fragten ob wir uns hier irgendwo Räder ausleihen können doch die Chefin meinte, wenn wir bis Mittag wieder da sind können wir ihre Dreiräder benützen und das natürlich kostenlos. Wir probierten das natürlich aus und es war schon gewöhnungsbedürftig ohne Bremsen und Gangschaltung aber dafür mit viel zu niedrigen Sattel zu fahren. Wir hatten riesigen Spaß und nach 25 km brachten wir unsere Leihräder gerne zurück. Im Ort gab es gleich eine ganze Festwoche mit verschiedenen Attraktionen 👍. Am Vormittag spielten die drei verschiedenen Ortsteile gegeneinander Volleyball, Basketball und Fußball, wobei das gewinnen nicht im Vordergrund stand, denn wenn ein Spieler eine besonders gute Leistung gebracht hatte, bekam er genauso Beifall von den “Gegnern” wie vom eigenen Team und natürlich den Zuschauern, denn keine Frage dass fast alle Atoll Bewohner anwesend waren. Natürlich waren auch wir Segler fast vollzählig anwesend und die 2. Bürgermeisterin bedankte sich bei uns fürs zuschauen. Beim anschließenden Einkehrschwung, stellten wir erstaunt fest, dass von 17 Seglern gerade mal zwei nicht deutschsprachig waren und dass ist wirklich etwas Besonderes. Am nächsten Tag haben wir unseren 1. Driftschnorchelgang gemacht und es war einfach mega toll. Ich hab von Sybille einen Neoprenanzug bekommen und dann gings los. Du gehst ins Wasser und lässt dich von der Strömung mit treiben, echt genial und überhaupt nicht anstrengend. Dank Neoprenanzügen konnten wir auch lange im Wasser bleiben und ich war so glücklich, dass ich nicht gefroren hab, denn beim letzten Mal wars mir sehr schnell saukalt😨😨. Sybille hat mir gleich noch den Anzug geschenkt und jetzt können wir viel länger schnorcheln 👍👍 Tausend Dank nochmal liebe Sybille 😘😘.

Weil fürs Wochenende ein starker Wind, in diesem Fall der Maramu angesagt war, suchten fast alle Boote die geschützte Bucht im Nordosten des Atolls auf. Hier an diesem Strand ist es wirklich unbeschreiblich schön, türkisblaues, durchsichtiges Wasser, Palmen Strand, Korallen Riffs und und und…. Postkarten Gegend.🏝️🏝️ Sybille und Bo kaiten bei 20 Knoten Wind und wir genießen es ihnen zuzuschauen. Das Boot Stella Maris hat ein BBQ am Strand organisiert und wirklich alle Segler sind gekommen und wir hatten riesigen Spaß am Lagerfeuer und Hubert der Einsiedler, dem dieses herrliche Fleckchen Erde gehört, war auch da und wurde kulinarisch mitversorgt. Vom Nudelsalat über Kuskus, Fleisch, Kuchen, frisch gebackenes Brot sowie Stockbrot, Pizza, Popcorn und vieles mehr gab es zu probieren und mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen 😀😀 wenn ich daran denke. Aufgrund des anhaltenden Windes und der Sonne sind unserer Batterien voll und unser Wassertank ebenfalls und so sind wir in der glücklichen Lage, anderen Seglern die keinen Wassermacher haben, frisches Wasser zu geben. Ein sehr schönes Gefühl helfen zu können und zu wissen, dass kein Diesel verbraucht werden muss. Eric ein Schweizer Segler hat heute Unterricht im Brot backen gegeben; sein Sauerteig Brot ist wirklich der Hammer und jetzt hat er die meisten Boote mit Sauerteig versorgt und dann kann die Produktion beginnen 😃.