Insel Umrundung

Scheinbar haben wir eine neue Sportart entdeckt 😆 und die heißt Umrundung von Inseln, in unserem Fall mit dem Fahrrad. Nach dem Moorea klein ist, waren es auch nur um die 60 km. Doch als wir beim Wandern waren haben wir auch MTB Strecken gefunden und mit eingebaut 👍. Wir waren wirklich begeistert von der abwechslungsreichen Strecke mit steilen Anstiegen, Bachüberquerungen und Wurzeltrails.

Wir (unser Team wurde durch Bo verstärkt) starteten im Uhrzeiger Sinn entlang der Küste mit traumhaften Blicken übers Riff bis nach Tahiti. Ich kann es immer noch nicht fassen an wie vielen Kirchen wir vorbei gefahren sind; Katholische, Evangelische, Mormonische, Zeugen Jehovas und andere die mir gar nichts sagen 🙈🙈. Nach 2/3 der Strecke ging es ins Gelände, voll genial durch Plantagen steil bergauf, durch Furten mal zum Radeln mal zum schieben 😲. Bei den feuchten Wurzeltrails fühlte ich mich gleich wie im Allgäu 😊😊und entlang am Plateau Kamm über Waldwege. Als wir den Aussichtspunkt erreicht hatten sahen wir auch aus wie richtige Mountainbiker verspritzt und verschwitzt 😆😆 aber rundum zufrieden. Als wir nach 77 km und 1300 Höhenmetern wieder unseren Ausgangspunkt erreicht hatten, mussten wir dieses Mal echt Räder putzen 😜.

Moorea mit Sybo Tours

Endlich war alles in Papeete erledigt, die Insel umrundet (mit dem Fahrrad und dem Boot 😆) Einkäufe getätigt und so konnten wir uns mit Sybille und Bo auf den Weg nach Moorea machen. Wir tauschen die Crew und ich war das erste Mal segeln auf einem Katamaran 👍👍, die arme Sybille hatte alle Hände voll zu tun, denn für mich war alles neu und deshalb war ich ihr keine große Hilfe. Das Deankern wollte uns ein bisschen ärgern aber nach kurzer Zeit konnten auch wir das Segel setzen und unseren Männern folgen ⛵⛵. Wir hatten guten Wind und kamen mit 6 Knoten flott voran, sodass wir auf das Hauptsegel verzichten konnten. Ich steuerte die ganze Zeit am Steuerrad 😀😀 und mit ratschen verging die Zeit wie im Flug und wir hatten die Cooks Bay erreicht, ankerten und schwammen zur Artemis um uns auf einen Kaffee einzuladen 😁. Ich sagte zu meinem Kapitän : Wenn die uns die Schwimmleiter nicht runter lassen, kommen wir nicht an Bord 🙄🙄, doch wir wurden bereits erwartet 🤗🤗.

MÄDELS CREW

Für den 9.10. hatten die beiden schon eine kleine Wanderung mit uns geplant 😁.Wir wurden um 10 Uhr mit dem Dinghy abgeholt und dann wanderten wir entlang an Ananas Plantagen durch schmale Wurzelwege zum Aussichtspunkt “den drei Tannen”. Auf 309 Metern über dem Meer hatten wir einen genialen Blick über die beiden Buchten und die beeindruckende Bergwelt von Moorea. Unsere Guids überließen uns die Entscheidung, ob wir weiter ins Gebirge 🙈🙈 oder wieder Talwärts zu den historischen Plätzen wollten. Wir entschieden uns für den Abstieg und hatten am Schluss auch eine Runde mit 12 km zusammen.

Auf dem Rückweg gab es auch noch wilden Basilikum in rauen Mengen zu pflücken und abends haben wir darausgleich Nudeln mit Pesto gezaubert 😆😆. Wir ließen den Tag gemütlich mit einem Bier ausklingen und Sybo hat für die nächsten Tage schon ein Programm für uns zusammengestellt 👍👍. Ich kann euch diese “Reiseagentur” nur empfehlen 😁😁 und von den weiteren Abenteuern werde ich natürlich berichten.

Bei den drei Tannen

Insel Überquerung in Tahiti

Nach zwei kleinen Touren haben wir uns für den 30.9. die Radtour quer über Tahiti vorgenommen. Damit wir auch ganz viel Zeit zur Verfügung haben saßen wir um 5.30 Uhr im Sattel um die Anfahrt von knapp 50 km nach Mataiea zu absolvieren. Ganz gemütlich flach einradeln, dann irgendwo Frühstücken und dann zur Berg Etappe; nach 5 km hat es dann schon mal zum regnen angefangen 😒 macht ja nix ist warm und hört bestimmt gleich wieder auf. Beim nächsten Wolkenbruch haben wir uns dann untergestellt und gewartet 👍👍. Nach 10 Minuten ging es weiter und als wir uns frisch gestärkt zur Bergetappe aufmachten, öffneten sich die Schleusen und wir wurden pitsch patsch nass. Aber was erwartet man denn sonst von einem Regenwald 🙈🙈😆 außer saftige grüne Bambus Sträucher, Palmen, bunte Blumen, rutschige Steine und natürlich ganz viel Wasser.

Wir radelten das Vahiria Tal entlang und waren überwältigt von dieser engen Schlucht, die immer noch nur eine angenehme Steigerung hatte. An jeder Ecke plätscherte das Wasser aus den Wänden, über den Weg und auch der Bach neben uns wuchs stetig an, zum Glück gab es überall Brücken . Irgendwann meinte ich zu Neill, wenn es jetzt nicht bald ein bisschen steiler wird, müssen wir irgendwann vertikal nach oben. Wie befürchtet kamen die steilen betonierten Passagen mit mehr als 20 % doch auch beim schieben haben wir unseren Spaß 😁😁. Wir waren sehr erstaunt, dass wir überhaupt keine Anderen trafen und auch keine Autos 🤔🤔 denn das hier ist eine Safari Strecke und von Touristen total frequentiert.

Als wir endlich das Hotel erreicht hatten waren wir kalt, hungrig und sehr überrascht, dass wir die einzigen waren. Wir fragten einen jungen Mann ob wir etwas zu essen und trinken bekommen könnten, doch er meinte das Restaurant ist geschlossen 😲😲😲🙈🙈🙈. Das glaube ich jetzt nicht nach 1100 Höhenmetern und ca. 70 km nichts 😪😪 da kam die Wirtin ums Eck und erklärte uns, dass heute keine Safari sei, denn am Staudamm kommt man nicht vorbei, da das Wasser zu hoch steht und deshalb haben sie geschlossen. 😢 Aber wenn wir mit Hähnchen und Bohnen zufrieden sind, können wir gerne bei ihr bleiben 👍👍👍. Wir haben außerdem noch Salat und Kaffee bekommen und als wir bezahlen wollten hat sie gemeint, dass sie uns eingeladen hat 😲 WAHNSINN!!! Außerdem kam von Papeete gerade ein Freund zu ihr und meinte, dass der Staudamm mit einem Pickup zu überqueren sei. Wir könnten uns auf den Weg machen und wenn wir Hilfe brauchen einfach warten. Gesagt getan so ca. 500 Meter vor der “Gefahrenstelle” erreichte uns der Van, lud uns und unsere Fahrräder auf und brachte uns zur anderen Seite 🙏🙏🙏. Wir waren so dankbar und froh, denn alleine hätten wir niemals diese Wassermassen durchqueren können.

Am höchsten Punkt der Tour führte uns der Weg durch einen Tunnel – in unserem Fall, eher ein überdachter Bach – ins Papenoo Tal und zum ersten Mal hatten wir Gegenverkehr. Die Arbeiter vom Umspannwerk erklärten uns oder wollten uns darauf hinweisen, dass es sehr gefährlich ist auf der anderen Seite 😲😲. Wir bedankten uns und versprachen ganz ganz vorsichtig beim Bergab fahren zu sein. Die Wasserüberläufe waren wirklich nicht ohne und wir hatten Spritzwasser bis zum Lenker, aber da das Wasser eh beim Helm rein und bei den Schuhen wieder raus gelaufen ist, war es sowieso schon egal 😜.

Überflutung am Staudamm

Nach 100 km und 1300 Höhenmetern waren wir glücklich zurück in der Marina, ein bisschen kaputt aber überwältigt von der Hilfsbereitschaft dieser Menschen. So können wir ein auf weiteres Erlebnis in unserem Weltenbummler Leben zurück blicken 👍👍.

Unseren Routeist bei Alltrails

Papeete die Hauptstadt

Nach den Tuamotos und den vielen kleinen Inseln und Atollen haben wir hier in der Hauptstadt fast einen “Kulturschock” bekommen. 🙈😃 AUTOS 😲😲viele Leute 😵 Großstadt eben 😀Dank Doris und Wolf von Nomad haben wir hier in der Marina den letzten freien Platz ergattert. Als wir dem Hafenmeister sagten wir sind in der Marina, war sein Gesicht ganz angespannt und er meinte, daß wir ihm auf dem Plan zeigen sollen, wo unser Boot liegt. Mit einem Grinsen meinte er dann, dass wir richtige Glückspilze seien, denn das war der letzte und einzige freie Platz; aber wir erzählten ihm, dass wir einfach sehr gute Freunde haben, die für uns den Platz gefunden haben 😃😃.

Wir hatten am 25.09. einen Termin mit dem Honorarkonsul von Tahiti, der unsere Unterschriften beglaubigen musste, damit wir ganz rechtskräftig eine Wohnung kaufen können. Nach dem wir alles erledigt und die ganzen Unterlagen versandt hatten, konnten wir uns auf Entdeckungstour begeben.

Endlich mal wieder ein bisschen Berg radeln, Schluchten erforschen und das Fahrrad nicht jedesmal auseinander nehmen 👍👍 genial. Hier in der Marina haben wir echt Glück, denn da sie noch nicht ganz fertig gebaut ist, müssen wir nur den Nebensaisonspreis bezahlen und der ist – ehrlich gesagt – sehr günstig.

Punkt Venus

Dank unserer Insider wussten wir, dass es hier eine Route durch das Landesinnere über die Berge gibt; etwa 100 km und um die 1000 Höhenmeter oder so😲🙄 nicht schlecht also dann müssen wir mal ein bisschen trainieren.

Unsere erste Tour war zum Belvedere, eine Teerstraße mit angenehmer Steigung hinauf zum Aussichtspunkt, ganz wenig Verkehr und oben einer wunderschönen Aussicht auf die Stadt. Mit 634 Höhenmetern bei gut 16 km ein guter Anfang 😃.

Blick über Papeete

Kauehi

Als wir uns am 7.9. von Fakarava auf den Weg machten waren alle ganz erstaunt, dass wir uns Kauehi ausgesucht hatten. Wir hörten warum denn gegen den Wind und nicht nach Toau mit dem Wind und vieles mehr, doch wir segeln gerne und ein bisschen Taken macht uns nichts aus. Außerdem wussten wir, daß Daniel mit seinem Boot Elin dort irgendwo sein muss und wir wollten ihn einfach besuchen 🤗🤗.

Nach knapp 75 Nm waren wir fast am Atoll doch für die letzten fünf Meilen würden wir – bei unserer Geschwindigkeit – ca. zwei Stunden brauchen, doch dann sind wir zu spät um durch den Pass zu gehen 🙄🙄 also Augen zugedrücken und den Motor gestartet . Nach dem Pass konnten dann wieder segeln ⛵⛵ mit 1,7 Knoten durch die Lagune. Ihr könnt es euch vorstellen als ob ihr auf einem großen See fahrt, ganz ruhig und ohne Wellen. Wir hielten Ausschau nach Daniel und waren uns fast sicher ein Segelboot entdeckt zu haben 👍doch plötzlich hatten wir es beide wieder verloren 😲😲. Wir ankerten und suchten wirklich systematisch das Moto ab als wir eindeutig ein Segel sahen . Am nächsten Morgen ging die Suche los😎😎 doch es ist soo schwer, ein kleines weißes Boot vor einem weißen Strand zu finden 🙈. Aber wir haben es geschafft und Daniel gefunden 😃😃;

Bei ausgiebigen Gesprächen, Spaziergängen, gemeinsamen Abendessen und Drinks vergingen die Tage wie im Flug. Wir hatten beim Landgang eine Straße auf der Insel entdeckt und laut Open Street Maps sah es so aus, als ob wir bis zur Stadt radeln können. Am nächsten Tag gleich um 7 Uhr in der Früh starteten wir unsere Entdeckungstour zur “Stadt Tearavero” (es leben hier gerade mal 540 Menschen) , aber es gibt ein Postamt, eine Kirche, ein Rathaus und immerhin drei Lebensmittel Geschäfte. Im Magazin Yip gab es auch wunderschönen handgefertigten Schmuck, mit Perlmutt und Perlen aus Kauehi zu kaufen. Wir konnten nicht wiederstehen und ich habe eine wunderschöne Kette bekommen 🤗🤗.

Rund um Kauehi

Auf dem Rückweg trafen wir einen Einheimischen und fragten ihn, ob er auf seinem Grundstück Gemüse und Früchte anbaut? Er erklärte uns, dass er Blumen pflanzt für die Produktion von Sonnenmilch und das er eine kleine Perlenfarm hat. Wir haben uns riesig gefreut, dass wir uns mit unserem neu erlernten Französisch unterhalten konnten 🤗🤗👍. Zum Schluss hat uns Eduard noch eine riesige Zucchini und eine Papaya geschenkt, die wir Abends gemeinsam mit Daniel gegessen haben. Heute Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg nach Fakarava, da wir eine wichtige Verabredung per Internet haben und dafür brauchen wir zuverlässige Verbindung und das ist am besten in Pakokota bei Matthew.

Tuamotus Bike Club

Als wir uns in Makemo die Dreiräder ausgeliehen haben frozelten wir so rum und meinten, wir gründen hiermit den Tuamotus Mountainbike Club 😊😊. Aber da es hier in den Atollen wirklich flach flach ist haben wir die Mountains rausgelassen und den Club ins Leben gerufen 🤭🤭🤭.

Trike Ausfahrt in Makemo

Dass es in Fakarava möglich ist zu radeln wussten wir, aber dass wir gleich eine Mamut Tour mit fast 70 km machen würden, damit hätte keiner von uns gerechnet. Ihr denkt euch bestimmt, dass es total easy ist im Flachen zu radeln doch der Gegenwind ist nicht zu unterschätzen 😜😜 und der Hintern ist überhaupt gar nichts mehr gewöhnt.

Fakarava mit dem Rad

In Kauehi waren es dann nur 45 km; dieses Atoll ist wirklich eine komplette Insel mit Stränden an beiden Seiten und in der Mitte verschiedene Bäume, Blumen und natürlich auch Palmen. Unser Weg führte uns von unserem Privatstrand über einen grob schotterigen Feldweg, entlang der türkisblauen Lagune, die ohne Swell wie ein großer See wirkt. In der Mitte geht es durch Kokosnuss Plantagen auf der anderen Seite entlang am Aussenriff mit den massiven Wellen und Brechen des Pazifiks und endet direkt in der City. Dann weiter zum Flughafen und wieder zurück. Den kulturellen Teil stellte der Besuch in der Kirche dar und der Flughafen war leider geschlossen 🙄; so wie es aussieht ist der Tourismus hier nicht sehr ausgeprägt. Ich bin wirklich neugierig, auf wie vielen Atollen wir noch radeln können 😃😃oder ob der Verein schon bald wieder aufgelöst wird. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich wenige Leute kenne, die in den Tuamotus geradelt sind 😃😃😂. Aber wer unsere Touren auf Alltrail anschauen will muss schon etwas zoomen um im großen Pazifik eine Inselgruppe zu finden. Ob es weitere Aktivitäten gibt 🙄🙄 lassen wir uns überraschen aber ich halte euch auf dem laufenden 😂😂.

Rund um Kauehi

Wenn ihr euch die Routen anschauen möchtet hier die Links dazu:

Kauehihttps://www.alltrails.com/de/explore/recording/20200910-kauehi-e6051b3
Fakaravahttps://www.alltrails.com/de/explore/recording/20200826-fakarava-817c99c

Makemo
https://www.alltrails.com/de/explore/recording/20200716-makemo-f1b0775

Fakarava

Ein neues Atoll erwartet uns 😊 und langsam haben wir es echt raus zur rechten Zeit am Pass zu sein und ohne gegen furchteinflössende Gegenströmungen ankämpfen zu müssen. Wir ankerten am Südpass und wurden bereits von Jerome und seiner Familie, die schnorcheln waren, begrüßt. Natürlich wollten auch wir hier schnorcheln, denn jeder der hier im Wasser gewesen ist, ob beim Tauchen oder schnorcheln war einfach rundum begeistert. Zur nächsten einlaufenden Tide fuhren wir mit dem Dinghy zum Eingang des Passes und ließen uns von der Strömung in die Lagune treiben. Ich kann euch sagen es war unbeschreiblich – bunte Korallen in tausend verschiedenen Farben und Formen, Fische wohin du schaust und Haie überall. Am Anfang war es ein komisches Gefühl doch langsam gewöhnen wir uns auch an die 🤭.

Einer dieser Zeitgenossen

Wir haben Napoleon Fische gesehen und ich war fasziniert von der Größe dieser Tiere ;der Größte war ca. 1,80 Meter lang, 1 Meter hoch und bestimmt 60 cm breit. Das Schnorcheln am Paß hat uns so gut gefallen, dass wir es gleich die nächsten zwei Tage nochmal gemacht haben einmal mit Of 2 C und das andere mal mit Sybo. 😃😃 Als der Wind sich drehte haben wir uns auf den Weg nach Hirifa gemacht, denn dort sind wir geschützt gegen Wind aus dem Südosten. Langsam aber sicher fand sich hier wieder die ganze “Kommune von Tahanea” ein; unsere Yogalehrerin Aimee gab uns wieder jeden Abend Unterricht und die Gruppe wuchs und mit elf verschiedenen Nationen hatten wir wieder jede Menge Spaß 👌👌.

Wir sind jetzt seit mehr als drei Wochen hier und ich hab keine Ahnung wohin die Zeit geht 😲😲. Wir haben auch hier unsere ersten Erfahrungen mit Masken gemacht; als wir in Rotoava – so heißt die Stadt hier – einkaufen waren 😢😲. Anschließend haben wir uns darauf geeinigt, dass wir unseren Dreimonatigen Einkauf online machen 👍👍. Echt genial und morgen am 3.9. können wir unsere Bestellung aus Tahiti in Empfang nehmen. Wir sind schon total gespannt und es fühlt sich ein bisschen wie Weihnachten an, denn wir wissen nicht genau was wir bekommen🤭🤭.

Für uns haben wir jetzt die Entscheidung getroffen, die Hurrikan Zeit hier in Französisch Polynesien zu verbringen. Nach dem Neuseeland seine Grenzen nicht öffnet bleiben wir eben hier und lernen Französisch 🙈🙈. Es ist ja nicht so dass wir hier schon alles gesehen haben und das Gebiet, dass wir bereisen können ist ca. so groß wie Europa 👍👍 also wird uns bestimmt nicht langweilig. Wir lassen uns einfach überraschen wie es mit dem Corona Virus und den Auswirkungen weiter geht; man könnte es auf jeden Fall schlimmer treffen als hier in der Südsee “gefangen” zu sein. 🏝️🏝️

Hier eine Übersicht von Fakarava

Tahanea Ost

Eigentlich wollten wir ja nur kurz hier bleiben und die Wetterberichte waren auch nicht sooo schlecht dass wir uns noch in den Osten des Atolls aufmachen mussten aber wir waren einfach neugierig und im nachhinein sind wir super froh, daß wir noch in den Osten gefahren sind 👍👍. In unserem Ankerfeld warteten bereits die Nomaden (Doris und Wolfgang) sowie Of 2 Z (Vaughan und Aimee) auf uns. Dieses Motu ist wirklich sowas von unglaublich schön ; ankern in 3 Metern Tiefe in türkis blauen Wasser ohne Korallen Türme, weißer Strand, Palmen einfach wie aus einem Urlaubsprospekt nur real und außer uns sechs Segler kein Mensch. Am Abend traf man sich zum Sonnenuntergang am Strand auf einen Drink ; wir haben kurz entschlossen für Donnerstag Abend 6.8. die ganze “Bande” zum Abendessen eingeladen.

Als Bella (Ulrike und Matthias) mittags eintrudelten waren wir eben zu acht statt “nur” zu sechs 🤭🤭. Aimee fragte ob sie ihr Essen selbst mitbringen sollte, weil sie Vegetarierin ist, doch wir sagten : Vegetarisch ist kein Problem, nur vegan können wir noch nicht kochen. Als Vorspeise gab es selbst gebackene frische Semmel mit Chutney und eingelegten Eiern, zum Hauptgang Curry mit Reis (für Aimee Pizzabrot ) und als Dessert Schokoladen- und Kokosnusskuchen (von Aimee). Ich kann euch sagen, wir hatten soviel Spaß und man konnte unser Lachen über die ganze Bucht hören.

Nach ausgiebigen Gesprächen erfuhren wir, dass Aimee Yogalehrerin ist und wir überredeten sie uns am nächsten Tag um 15.30 Uhr eine Yoga Stunde am Strand zu geben . Sie hat es soooo gut gemacht und wir waren so motiviert, dass wir uns gleich jeden Tag zum Yoga trafen. Unsere steifen Glieder wurden mobilisiert und mit guten Vorsätzen unsere Übungen weiter zu machen haben wir unsere Yoga Gruppe am 10.8. mit einem weinenden Auge verlassen und uns auf den Weg nach Fakarava gemacht 😪. Nur gut zu wissen, dass wir so ziemlich alle die gleiche Route haben und das wir auf ein Wiedersehen nicht zu lange warten müssen 🤭🤭.

Yoga in Tahanea

Tahanea Nord

Planmäßig zum Geburtstag meiner Kinder 30. und 31.7. waren wir zurück in Makemo Stadt und wir konnten wirklich miteinander telefonieren 👍👍. Es war so schön ihre Stimme zu hören und jetzt wollten wir weiter nach Fakarava, viele von den anderen Booten machen noch einen Halt in Tahanea und unsere Mädels in der Bäckerei haben uns auch erzählt, dass es dort so schön sein soll. Also warum eigentlich gleich dort vorbei rasen? Nach einer Nacht segeln erreichten wir das Atoll und bogen nach links ab auf unseren auserwählten Ankerplatz. Wir sahen auf der rechten Seite ca. 10 Masten und freuten uns auf einen “einsamen” Platz. Am Funk konnten wir alle unsere Freunde hören und wir erklärten “nicht unsozial” sein zu wollen aber dass wir die Ruhe und Einsamkeit kurz genießen wollen 🤭🤭. 🏝️

Unsere Ankerbucht. (Bild von seenomaden.at)

Am nächsten Morgen kam Ballou ( Bob und Anne) in unser Ankerfeld und fragten uns, ob wir mit ihnen durch den Pass driften bzw. schnorcheln möchten. 😲😲Was für eine Frage 👍👍Na klar, super gerne. Um 9.30 Uhr gings los und es war einfach toll: Korallen, Fische, Strömung und ja auch ein paar Haie🦈😃😃, als wir durch den Pass waren gings wieder rein ins Dinghy und nochmal. Anne liebt es wenn die Strömung stark ist und du echt schnell durch geschoben wirst, also nochmal 👌👌leider haben wir nur einen Außenbordmotor mit 2.2 PS und somit konnten wir nicht gegen die Strömung anfahren 😏😏aber das war egal 🤗🤗wir haben auf die Beiden gewartet und morgen früh werden wir unser “Eremiten Leben” aufgeben und bei den anderen ankern. Damit wir dann morgen noch den nächsten Pass durchdriften können 😁😁

Makemo

Ein bisschen mulmig war mir schon als wir uns am Eingang zum Makemo Riff befanden, nachdem wir ja schon schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Doch dieses Mal lief alles sehr gut ohne große Gegenströmung konnten wir vor der Ortschaft ankern und diesen erkunden. Als Frankreich hier in der Gegend die Nukleartests durchgeführt hat, war Makemo wohl das Basislager und deshalb gibt es hier sogar eine Kathedrale 😲, einen Leuchtturm und viele große Gebäude. Wir hatten Glück denn am nächsten Tag war Feiertag – zum Gedenken der Sturm der Bastie – und trotzdem war die Bäckerei geöffnet. Die beiden Damen dort sprachen exzellentes Englisch und wir konnten sie alles fragen was wir wissen wollten und mangels unserer französisch Kenntnisse nicht in Erfahrung bringen konnten. Wir fragten ob wir uns hier irgendwo Räder ausleihen können doch die Chefin meinte, wenn wir bis Mittag wieder da sind können wir ihre Dreiräder benützen und das natürlich kostenlos. Wir probierten das natürlich aus und es war schon gewöhnungsbedürftig ohne Bremsen und Gangschaltung aber dafür mit viel zu niedrigen Sattel zu fahren. Wir hatten riesigen Spaß und nach 25 km brachten wir unsere Leihräder gerne zurück. Im Ort gab es gleich eine ganze Festwoche mit verschiedenen Attraktionen 👍. Am Vormittag spielten die drei verschiedenen Ortsteile gegeneinander Volleyball, Basketball und Fußball, wobei das gewinnen nicht im Vordergrund stand, denn wenn ein Spieler eine besonders gute Leistung gebracht hatte, bekam er genauso Beifall von den “Gegnern” wie vom eigenen Team und natürlich den Zuschauern, denn keine Frage dass fast alle Atoll Bewohner anwesend waren. Natürlich waren auch wir Segler fast vollzählig anwesend und die 2. Bürgermeisterin bedankte sich bei uns fürs zuschauen. Beim anschließenden Einkehrschwung, stellten wir erstaunt fest, dass von 17 Seglern gerade mal zwei nicht deutschsprachig waren und dass ist wirklich etwas Besonderes. Am nächsten Tag haben wir unseren 1. Driftschnorchelgang gemacht und es war einfach mega toll. Ich hab von Sybille einen Neoprenanzug bekommen und dann gings los. Du gehst ins Wasser und lässt dich von der Strömung mit treiben, echt genial und überhaupt nicht anstrengend. Dank Neoprenanzügen konnten wir auch lange im Wasser bleiben und ich war so glücklich, dass ich nicht gefroren hab, denn beim letzten Mal wars mir sehr schnell saukalt😨😨. Sybille hat mir gleich noch den Anzug geschenkt und jetzt können wir viel länger schnorcheln 👍👍 Tausend Dank nochmal liebe Sybille 😘😘.

Weil fürs Wochenende ein starker Wind, in diesem Fall der Maramu angesagt war, suchten fast alle Boote die geschützte Bucht im Nordosten des Atolls auf. Hier an diesem Strand ist es wirklich unbeschreiblich schön, türkisblaues, durchsichtiges Wasser, Palmen Strand, Korallen Riffs und und und…. Postkarten Gegend.🏝️🏝️ Sybille und Bo kaiten bei 20 Knoten Wind und wir genießen es ihnen zuzuschauen. Das Boot Stella Maris hat ein BBQ am Strand organisiert und wirklich alle Segler sind gekommen und wir hatten riesigen Spaß am Lagerfeuer und Hubert der Einsiedler, dem dieses herrliche Fleckchen Erde gehört, war auch da und wurde kulinarisch mitversorgt. Vom Nudelsalat über Kuskus, Fleisch, Kuchen, frisch gebackenes Brot sowie Stockbrot, Pizza, Popcorn und vieles mehr gab es zu probieren und mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen 😀😀 wenn ich daran denke. Aufgrund des anhaltenden Windes und der Sonne sind unserer Batterien voll und unser Wassertank ebenfalls und so sind wir in der glücklichen Lage, anderen Seglern die keinen Wassermacher haben, frisches Wasser zu geben. Ein sehr schönes Gefühl helfen zu können und zu wissen, dass kein Diesel verbraucht werden muss. Eric ein Schweizer Segler hat heute Unterricht im Brot backen gegeben; sein Sauerteig Brot ist wirklich der Hammer und jetzt hat er die meisten Boote mit Sauerteig versorgt und dann kann die Produktion beginnen 😃.