Touristenattraktionen 😀😀

Langsam würde es mal wieder Zeit zum Radeln 🤣 nach den Australs sind wir in den Societies richtig faul geworden. Doch in der Opunohu Bucht konnten wir gut an Land gehen und durften unser Dinghy mit den Fahrradtaschen bei Jean Paul lassen. Entweder sind wir nichts mehr gewöhnt oder der feuchte Boden hat uns ganz schön ins schwitzen gebracht, doch auf Belvedere angekommen wurden wir mit einem traumhaften Blick belohnt. Auch den Magic Mountain haben wir diese Woche erklommen, na ja es ist eher ein Hügel, doch der Blick übers Riff ist beeindruckend. Ich glaube, dass wir zum ersten Mal Eintritt bezahlt haben, um auf einen Berg zu gehen 😲🤣, wie richtige Touristen eben 😆. Anschließend gab es im Kiosk noch selbstgemachte Marmelade zu probieren, voll lecker. Wir kamen mit der Angestellten ins Gespräch und erfuhren, dass sie auf der Insel in Hao geboren wurde und jetzt mit ihrem Mann und ihren Kindern hier in Moorea lebt. Nur einmal konnten sie ihre Eltern besuchen, da sie Flüge von Archipel zu Archipel unwahrscheinlich teuer sind 🙄🙄. Zum Abschluss schenkte uns Diana, so heißt die junge Frau, noch eine Tüte Früchte.

Als wir letztes Mal in Moorea waren haben wir schon nach den Unterwasser Tikis (Tikis sind Steinfiguren, die Halbgötter sind) gesucht und auch einen gefunden. Ja ganz nett aber nichts spezielles. Jetzt haben wir jede Menge Zeit und nach drei anstrengenden Tagen Unterwasser Schiff sauber machen haben wir den Unterwasser Garten gefunden.

Mittlerweile ist hier eine Boje, wo wir unser Dinghy fest machen können und jetzt haben wir die 12 Tikis auch gefunden. Wirklich beeindruckend, wenn Korallen an den Tikis wachsen und kunterbunte Fische umher schwimmen 👍. Wir haben gelesen, dass diese Tikis hier im Wasser sind, aus Protest an die Missionare, die in der Christianisierung alle Tikis als Götzenbilder in den Ozean geworfen haben. Jetzt haben wir wieder etwas dazu gelernt 🤣.

Zurück in Moorea

O ja wie ihr richtig lest, sind wir wieder in Moorea. Moorea hat uns beim letzten Mal schon so gut gefallen, dass wir einfach nochmal vorbei geschaut haben. Wim, von der Segel Yacht Bengt ist zur Zeit Strohwittwer, da seine Elisabeth in Schweden ist und er wollte auch nicht, die ganze Zeit in Port Phaeton verbringen, so sind wir gemeinsam nach Moorea aufgebrochen. Vom versprochenen Wind konnten wir nur träumen und so haben wir sage und schreibe zehn!! Stunden den Motor angehabt aber was solls 🙈😲😜.

Wir haben auch alte Bekannte wieder getroffen, wie Marco einen jungen Italiener, der als Segel Crew unterwegs war, doch jetzt hier in Moorea lebt und arbeitet; Michelle, eine junge Schweizerin, die wir hier vor sechs Monaten kennen gelernt haben, trafen wir am Strand. Die Welt ist einfach ein Dorf und man trifft sich immer wieder.😀

Wir waren radeln, wandern, schnorcheln und haben das gute Internet in vollen Zügen genossen 🤣🤣und langweilig wird es uns so schnell nicht. Unsere weiteren Pläne?? Vielleicht schaffen wir es ja doch irgendwann mal nach Gambier? 🙈😂Und wenn nicht gleich dann eben später 😀 Bloß koin Streß 😂😂

Lebensweisheiten

Gestern hat Neill gemeint, er muss jetzt endlich einen bzw. zwei Blog Beiträge schreiben, die ihm schon so lange im Kopf rum geistern. Ich meinte, dass momentan nix besonderes passiert und ich nicht weiß worüber ich schreiben soll.

Das war gestern; heute morgen haben wir mit Barbara einer sehr sehr lieben Freundin telefoniert und sie meinte, ich hab so viele Fragen: Wie wäscht du dein ganzes Zeug? Ich meinte alles wird von Hand gewaschen, doch wir brauchen ja Gott sei Dank nicht so viel. Wasser kommt von unserem Wassermacher, erwärmt wird es von der Sonne (im schlechtesten Fall mit Gas) und dann mit Waschpulver in eine 15 Liter Box eingeweicht und dann gewaschen. Handtücher und Bettwäsche sind schwieriger, weil die soviel Wasser brauchen und da freuen wir uns, wenn es regnet und wir Wasser in unserem Dinghy sammeln können. Dann wird gewaschen und an einer Wäscheleine quer übers Boot aufgehängt und bei unseren warmen Temperaturen und meistens mit Wind ist die Wäsche dann auch schnell wieder trocken.

Feuchtigkeit? Yep das ist ein Thema. Bei einer so hohen Luftfeuchtigkeit ist alles etwas feucht, keine Ahnung wie ich das erklären soll. Im Allgäuer Dialekt würde ich sagen es ist etwas “klamm”, doch solange die Sonne scheint, ist das kein Problem denn wir haben mit unserem Windfänger eine hervorragende Klimaanlage und alles wird super durchlüftet. Nur wenn es mal zwei Tag regnet und wir keine Möglichkeit haben zu lüften oder die Polster und Matratzen raus zu stellen wird alles etwas feucht. Doch auch das ist nach ein paar Stunden Sonnenschein wieder erledigt.

Heimweh? Ich bin durch und durch Allgäuerin und liebe meine Heimat sehr, aber momentan genieße ich es, die große weite Welt zu entdecken. Natürlich vermisse ich vor allem meine Kinder, Freunde und Bekannte sehr. Doch ich bin unglaublich froh, dass es mit WhatsApp möglich ist zu telefonieren, Bilder hin und her zu schicken, zu schreiben und somit auch weiterhin an ihrem Leben teilhaben zu können, sich auszutauschen oder einfach mal kurz Hallo sagen zu können.Wir haben auch z.B. mit Freunden Online gespielt, Gremmel hat eine Plattform geschaffen über die wir uns sehen konnten, reden und spielen. Wahnsinn. Sandra in Kempten, Gremmel und Wera in Gschwend und wir in Tahiti. Mit unserer Sportgruppe hab ich online Gymnastik gemacht; der einzige Unterschied war, dass ich im Bikini in der Sonne stand und die anderen in Sportkleidung im Wohnzimmer waren. Anders wäre es in Covid Zeiten auch nicht möglich, selbst wenn wir im gleichen Ort leben würden.

Zukunftsängste? Da sind wir glaub ich einfach viel zu optimistisch, um uns Sorgen zu machen über Dinge, die wir nicht ändern oder beeinflussen können. Wir genießen das JETZT und sind glücklich und zufrieden mit dem was wir haben und bekommen. z.B. gibt es Bananen essen wir die, bekommen wir Mango dann eben das. Ich glaub es ist einfach so zu leben und damit auch zufrieden zu sein. Wenn ich das so lese, fühl ich mich fast wie ein “Guru” der irgendwelche Lebensweisheiten erstellt, aber es ist nicht so schwer mit wenig glücklich und zufrieden zu sein.

Trip nach Tikehau

Zwischen unseren Corona Impf Terminen haben wir drei Wochen Zeit 😁 genügend um mal wieder den Wind zu spüren. Tikehau ist unser Ziel. Erst einmal am schönsten Ankerplatz von Tahiti Iti ankern, das haben wir schon das letzte Mal nicht geschafft als wir die Insel umrundet haben, und dann 200 Seemeilen weiter. Doch mit hin und her kreuzen wurde die Strecke wieder fast doppelt so lang. Anstatt 22 ganze 40 Seemeilen und dann wars wieder zu dunkel um in den Pass am Riff einzufahren 😪. Macht ja nix, dann eben gleich weiter😁

In der ersten Nacht schläft Neill nie besonders gut, doch dieses Mal musste ich ihn auch gefühlt jede Stunde aufwecken, da eine Squall nach der anderen kam🙈🙈. Und morgens um sechs Uhr zog eine Schlecht Wetter Front auf, die uns sage und schreibe vier Stunden beschäftigte. Unser Windmesser ist ja nicht ganz zuverlässig 😜😜 und deswegen haben wir auch nie mehr als 30 Knoten Wind. Doch dieses Mal stieg er auf 80 und bei 100 Knoten blieb er dann stehen 😲😲 Gott sei Dank war das nur auf dem Display und nicht echt. Neill hatte zwar ganz vorschriftsmäßig und vorsorglich seine Schwimmweste angezogen doch gefährlich war es nie, bloß a bissel rauh 😜.

Am Nachmittag kam die Sonne raus und wir haben alles zum trocknen ausgelegt, auch die Schwimmweste. Aus dem Nichts kam eine große Welle ins Cockpit und alles war wieder patsch nass und plötzlich gab es einen Knall und die Schwimmweste löste aus. Ich musste fast lachen, denn wie oft hatte ich mich schon gefragt, wie die Weste wohl innen aussieht 😲😲? Jetzt wissen wir das auch und auf der Kartusche stand noch “auszuwechseln 2021” also dann alles im Zeitplan 🤣🤣.

Dieses Mal waren wir richtig schnell unterwegs und schon nach zwei Tagen hatten wir die 240 Seemeilen hinter uns gebracht. 😁😁 Was haben wir uns gefreut, als wir dann am Ankerplatz noch die Segelyacht Mikado mit Nicole und Georg gesehen haben. Doch jetzt werden wir uns richtig ausschlafen 😴😴😴 was war das für ein Trip 😀😀👍.

Wir haben herrliche Tage in dem wunderschönen Atoll verbracht, kristallklares türkisblaues Wasser. Es gibt hier auch eine religiöse Gemeinschaft die auf “Der Insel Eden” wie der Abschnitt auf dem Motu heißt Gemüse anbaut.👍 Ich glaube seid den Marquesas sprechen wir davon das anzuschauen und jetzt sind wir da und wegen Covid können wir leider nicht auf das Motu. Aber Gemüse können wir am Strand kaufen, Salat, Frühlingszwiebeln und Zitronenmelisse.

Nicole und Georg haben uns noch die Insel Makeatea empfohlen und am Rückweg wollten wir auch dort vorbeischauen. Doch das Wind fenster brachte nur für zwei Tage Wind und wir hatten ja am 8.4. unseren 2. Impf Termin, den wir auf keinen Fall verpassen wollten, und somit ist Makeatea auf später verschoben 😜.

Sonnenuntergang in Tikehau

Impfung gegen Corona

Ihr fragt euch jetzt sicher, warum schreibe ich jetzt über die Impfung gegen Corona?

Für uns war eigentlich immer klar, dass wenn wir die Möglichkeit haben uns impfen zu lassen, dass wir es schnell in Anspruch nehmen. Wir haben auch gesagt bekommen, dass wir als Segler doch das geringste Risiko haben an Corona zu erkranken. Das ist bestimmt etwas wahres dran, denn unsere sozialen Kontakte sind nicht so breit gefächert. Doch glaube ich ganz fest daran, dass wenn sich alle impfen lassen die Pandemie schneller in den Griff zu bekommen ist.

Ganz offiziell im Impfausweis

Wir sind hier in der glücklichen Lage, bereits eine Impfung bekommen zu haben. Ich hoffe, dass es spätestens nach Ostern, wenn die Hausärzte dann auch impfen dürfen, auch in Deutschland schneller geht.

Zurück in Tahiti

Als wir nach fast drei Monaten in den Austral Inseln wieder die “Zivilisation” bzw. das Internet Land erreichten, waren wir wirklich froh 😁 nicht dass wir süchtig danach wären 🙈🙈😜😜aber es erleichtert eben vieles.

Angefangen dass ich endlich mal wieder mit meiner Tochter telefonieren konnte ohne alles zweimal zu erzählen oder zu fragen: “Was hast du gesagt, ich versteh dich nicht” 🙈🙈. Außerdem konnten wir so ganz normale Dinge wie Online Banking, Blogs hochladen, Fotos sichern und Alben anlegen usw. endlich von unserer To Do Liste streichen 😁. Unsere Artemis benötige auch ein bisschen Reparaturen, denn an unserem Genoa war der Sonnenschutz ausgefranzt und an der Segeltasche war eine Lasche abgebrochen. Zum Glück nichts großes aber es muss eben gemacht werden.

So wird uns auch nicht langweilig, denn unsere Ersatzteile, die bei unseren Freunden Elisabeth und Wim auf der Segel Yacht Bengt warteten wollten eingebaut werden. Ein neuer Inverter, damit wir bei Energie Überschuss Wasser elektrisch kochen können 👍👍👍. Wir genießen es wirklich autark und so Umwelt schonend wie möglich unterwegs zu sein. 😁😁

Glücklicherweise hat uns Selin, eine französische Seglerin, mit zum Vaipahi Park genommen. Dort konnten wir mal wieder ein bisschen spazieren gehen 😂 und ganze 300 Höhenmeter durch den Pinienwald marschieren. Auf dem Rückweg ging es am Fluss entlang und auch des öfteren waren Fluss oder vielmehr Bach Überquerungen notwendig. Der Weg ist super schön angelegt und mit Seilen absolut sicher ausgestattet 👍👍👍.

Bilder von unserem Ausflug in den Vaipahi Park

Gegen den Wind

Nachdem der Wind seine Richtung einfach nicht ändert wollte 🙈 und weil unser ganz privater Wetterbericht Davo – er ist ein befreundeter Segler in der UK 👍 – für das Wochenende kräftige Winde prophezeit hat verließen wir am 15.2. Rurutu. Ziel war da noch Moorea, um uns mit unseren Freunden von der Segel Yacht Bengt (Elisabeth und Wim) zu treffen und unsere Ersatzteile bei Ihnen abzuholen. Aber es wäre ja nicht segeln, wenn alles klappen würde 😁😁. Wim schrieb via Iridium Modem, dass ihr Motor immer noch nicht funktioniert und Sie noch sicher bis 23.2. In Port Phaeton auf Tahiti sind. 😜😜 Kein Problem 🤣🤣 dann eben dorthin; ca. 307 Seemeilen gegen den Wind 😲. Irgendwie sind wir komisch 🤔 gegen den Wind oder einfach gegen den Strom zu fahren, und auch noch Spaß daran zu haben 🤢😜. Ich weiß als wir in den Tuamotus von Fakarava nach Kauehi gesegelt sind meinte JEDER SEGLER “das ist doch gegen den Wind” und wenn man das vermeiden kann macht man das nicht. Aber nur zum Spaß 😲😲😲auf keinen Fall. ICH SAG JA, WIR SIND MANCHMAL SELTSAM 🤣🤣🤣

Sonnenaufgang auf dem Weg

Die ersten zwei Tage verliefen ruhig, Neill meinte schon, er fühlt sich wie im Urlaub 😂😂 sodass er total ausgeruht und völlig wiederhergestellt vom Fahrrad fahren, ankommt. Dann wurden wir von verschiedenen Squalls heimgesucht und hatten mit oder manchmal auch gegen Windstärken von bis zu 35 Knoten zu kämpfen 😏🙃.

Nach einer ausgiebigen Squall

Am 5. Tag verließ uns der Wind und wir tümpelten nur in 38 Seemeilen Entfernung vor Tahiti rum. Beim Abendessen fasten wir den Entschluss den Motor zu starten 😩. Doch der Wind meldete sich zurück und erwartungsvoll machten wir uns auf den Endspurt. Um die aufkommende Euphorie zu bremsen, nach weiteren 17 Seemeilen machte der Wind erneut Feierabend und wir entschieden uns dieses Mal sehr spontan für die Weiterfahrt mit dem Motor 👍. Neill legte sich hin und meine Nachtschicht begann als Motorboot und ich rechnete bereits aus, wann wir Port Phaeton erreichen würden. Doch nach zwei Stunden sank unsere Geschwindigkeit auf zwei Knoten ab, denn wir hatten 18 Knoten Gegenwind 😜😜 also nix mit gemütlich Motor fahren 😂😂nein wieder Neill aufwecken, Segel setzen usw. Diesmal kamen wir wirklich unter Segel bis ans Ziel und konnten nach 500 Seemeilen gegen den Wind auf eine Bilanz von nur 10 Seemeilen unter Motor zurück blicken 😁😁

Zurück in Tahiti

Gefangen

Seit fast einem Jahr sind wir jetzt hier, hier in Französisch Polynesien. Als wir Ecuador am 7.3.2020 verlassen haben war Corona für uns ein kühles Bier oder ein Virus irgendwo in China. Wir hatten unseren Plan von Ecuador nach Französisch Polynesien, dann weiter um die Hurrikan Saison in Neuseeland zu verbringen.                                                                                        Wir haben die Schönheit der Marquesas, die Unterwasser Welt in den Tuamotus sowie die Vielfalt der Societies erleben dürfen und es stellte sich uns die Frage, was wollen wir?? Ein Jahr hier im Pazifik bleiben (denn wenn wir erst einmal weg sind kommen wir nicht wieder zurück) und dann erst nach Neuseeland, aber dort wollen wir doch durchs ganze Land radeln und…..

Diese Entscheidung wurde uns durch die Grenzschließungen aufgrund der Pandemie abgenommen – wir dürfen nicht weiter. GEFANGEN! Gefangen im Paradies 😲😲 also können wir uns Zeit lassen und auch die Austral Inseln besuchen. Eigentlich geht es uns sensationell gut. Wir sind gesund und dürfen uns hier in Polynesien, das ungefähr so groß ist wie Europa, ungehindert bewegen und ohne Einschränkungen segeln. Wir sind nicht eingesperrt in Wohnungen, haben keine sozialen Einschränkungen, da die Segler Welt eh nicht so groß ist und Corona wirkt sich bei uns nur aus im Tragen von Masken beim Einkaufen. Und dennoch fühlen sich verschiedene Segler gefangen. Mir stellt sich die Frage : Sind wir nicht gefangen in unseren Köpfen? Wir haben den Luxus unseren Aufenthaltsort selbst zu bestimmen und die Zeit selbst gestalten und einteilen zu können. Ja wir sind Millionäre, wir verfügen über das kostbarste Gut der Welt ZEIT und das im Überfluss. Aufgrund der modernen Kommunikationsmitteln können wir mit unseren Kindern, Familien und Freunden in Kontakt bleiben.

Wir können uns zwar nicht in die Arme nehmen doch über WhatsApp können wir in Verbindung bleiben

Mit zunehmenden Alter lerne ich den Zeitfaktor immer mehr zu schätzen und kann mich mit einem Schmunzeln daran erinnern, wie sich “meine” älteren Patienten darüber gefreut haben, wenn ich etwa Zeit für ein Gespräch hatte. In dieser schwierigen Corona Situation hoffe ich, dass es uns gelingt unsere Zeit intensiver zu gestalten, uns auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und uns einfach etwas weniger stressen zu lassen. Ich hoffe sehr, dass ich diese Erkenntnisse auch umsetzen kann 🙏🙏🙏.

Rurutu – ein Traum

30 Seemeilen bevor wir anlegten, sah ich zum ersten Mal die Insel. Bei soviel vorab Informationen war ich ziemlich aufgeregt 🙃😲 und konnte es fast nicht mehr erwarten,  endlich wieder Radler zu sein. Wir ankerten im Hafen, wo bereits mittendrin ein anderes Segelboot, das dem örtlichen Arzt gehört, lag ⛵. Nach dem wir unser Boot routinemäßig abgestellt hatten, waren wir einfach nur müde, wir gönnten uns ein leckeres Essen und ab ging es ins Bett😏. Am nächsten Morgen meldeten wir uns vorschriftsmäßig bei der Gendarmerie, inspizierten das Dorf und erkundigten uns wo wir Wasser, Internet, Diesel usw. bekommen. An der Post fanden wir eine Insel Karte mit den Straßen, Höhlen und anderen Sehenswürdigkeiten ; also jetzt nur noch die Räder zusammen bauen und los geht’s 🚲🚲. Aber zuerst wollten wir noch das Hafenbecken mit dem Dinghy vermessen, damit wir unseren Freunden Doris und Wolf von den Seenomaden mitteilen können, dass auch für Sie Platz zum ankern ist.

Am Sonntag den 31.1. Als wir morgens die Fahrräder an Land brachten, staunten wir nicht schlecht, als dort Terry, ein Franzose den wir schon aus Tubuai kannten, stand 😲. Er erzählte uns, dass er heute Nachmittag zurück nach Papeete fliegt und wenn wir wollen würde er uns noch eine Höhle zeigen 👍👍. Welche Frage?! 😊😁Gott sei Dank, denn alleine hätten wir diese sagenhafte Stalaktiten und Stalagmiten Höhle niemals gefunden.

Stalaktiten und Stalagmiten

Nach dieser Expedition trennten sich unsere Wege und wir radelten erst einmal um die Insel; nur so 36 km aber allerdings auch fast 800 Höhenmetern und über drei Pässe.

🙈🙈 Ganz abgesehen von den 30 ° Außentemperatur und ca. 70 % Luftfeuchtigkeit 😲😲 und den steilen Betonstraßen 🙃. Dass wir ab und zu mal schieben mussten war unvermeidlich, doch der Blick über die gesamte Insel entschädigte uns für die Strapazen. Von Tama, dem Zahnarzt in Tubuai, bekamen wir den Rat, unbedingt Rurutu zu Pferd zu erkunden 🤔🤔 warum eigentlich nicht, denn wir kennen nicht viele, die auf den Austral Inseln beim reiten waren.

Reiten in Rurutu

Wir fanden Elin, eine Waleserin die hier verheiratet ist und deren Ehemann Viriamu die Reitsafarie veranstaltet. Was soll ich euch sagen, es war einfach spektakulär wie die kleinen Pferde bei der Hitze die steilen Wege meisterten und wir hatten schon fast ein schlechtes Gewissen uns von Ihnen bis auf einen 300 Meter hohen Gipfel tragen zu lassen. Doch auf diesen zugewachsenen Trampelpfaden wäre ein Durchkommen für uns nicht möglich gewesen😜. Unser Guid stoppte sein Pferd, verschwand im Dschungel und kam mit Bananen und Passionsfrüchten zurück, die wir dann am Gipfel gemeinsam verspeist haben 👍.

Die nächsten zwei Wochen haben wir glaube ich alle fahrbaren Wege auf der ganzen Insel abgegrast 😅😅 und es waren absolut verschiedene Pfade, Untergründe, Ausblicke und Eindrücke. Wen es interessiert hier sind die Links zu unseren Tracks. Einmal der Blick vom höchsten Berg aufs Riff, dann die rote Erde wie in Afrika, dann Wurzeltrails mit Föhrenwaldwegen, steile Schotterabfahrten, Höhlen und Korallen Blöcke wie Steine im Garten verteilt. 😲😲😲

Rurutu

Ich kann nur für mich sagen, dass Rurutu eine der außergewöhnlichsten Austral Insel ist, nicht nur wegen der genialen Wege zum Radeln auch wegen der verschiedenen Möglichkeiten von Wandern, Höhlen erforschen und der unterschiedlichsten Anbau Möglichkeiten von Kaffee in Plantagen, Taro Feldern, Bananen, Noni Bäumen, Pampelmusen, Limetten, Granatapfel, Guaven, Avocados und vieles mehr. Nicht zu vergessen die fast freilaufenden Schweine, Hühner, Ziegen und sogar ein paar Kühe haben wir gesehen. 😜

Elin hat uns erklärt, dass hier auf dieser Insel alle Obstbäume und Palmen,  die am Straßenrand stehen für jeden zur Verfügung stehen und sich jeder daran bedienen kann. Wir haben Limetten, Kokosnüsse, Pampelmusen, Bananen und Guaven gefunden 👍. Als wir einen Bauern wegen Avocados gefragt haben, nahm er uns mit nach Hause und hat uns gleich 10 Stück Avocados und Taro gegeben; als wir nach dem Preis gefragt haben, lachte er und meinte es sei gratis. Wieder einmal waren wir überwältigt von soviel Großzügigkeit und uns blieb wieder nur ein herzliches Dankeschön zu sagen 🙏🙏🙏. Auf unserer Artemis angekommen haben wir einen Schokoladenkuchen gebacken und als kleinen Dank am nächsten Tag vorbei gebracht bzw. geradelt 😁😁 und unsere Geschenke haben wir mit Doris und Wolf geteilt. Ich glaube, dass ich noch nie soooo gute Avocados gegessen habe und die Ökobilanz ist auch großartig. Mit ein bisschen Wehmut verlassen wir Rurutu, doch wir sind froh und glücklich hierher gekommen zu sein 👍👍.

Hier könnt ihr sehen wo wir überall waren

GPS tracks:

Gute Ratschläge

Silvester haben wir mit 14 anderen Segelbooten in Raivavae verbracht und natürlich wurde darüber gesprochen, wo es als nächstes hingehen soll und was empfehlenswert ist.                  Weil wir noch auf  keiner anderen Austral Insel waren, bekamen wir die besten Empfehlungen für Tubuai und Rurutu.

Auf Tubuai gibt es wahnsinnig viele Früchte🍍🍉🍋 und Gemüse🥑🌶️🥒 und die Einheimischen sind unglaublich freundlich und hilfsbereit.                                                                  Das Moto Ofai, eine kleine Insel aus Vulkan Gestein sei absolut sehenswert und einzigartig, denn dort gibt es einen Stein, der wie ein Thron aussieht 😲😁 und der Legende nach bewachte ein Krieger von dort aus den Pass um gegen Angreifer gefeit zu sein. 🤔

Aber ihr als Mountainbiker 🚲🚲 müsst unbedingt nach Rurutu, die absolute Radfahrer Insel; hier gibt es betonierte Küstenstraßen, von Wurzeln durchzogene Föhrenwaldwege, steile Forstwege und technisch anspruchsvolle Singtrails. Nicht zu Vergessen die Geländewagen Strecken die die Küsten Straßen verbinden. Also wirklich alles, was ein Radler Herz höher schlagen lässt. ☺️ Außerdem gibt es dort fantastische Höhlen mit Stalaktiten und Stalagmiten , wenn es interessiert, dem empfehle ich, diese Vulkan Insel zu googeln, echt total interessant.👍👍                                                                             Unsere Neugier war Geweckt 😲😲😲 einzig schwierig ist das ankern in Rurutu, denn der Hafen ist ziemlich klein und bei Wind aus dem Osten ist man hier nicht geschützt 🙈☹️ und auf der West Seite der Insel gibt es nur einen Sandfleck, wo man ankern kann und dort hat nur EIN Boot Platz. 😥😥Aber wir hatten jetzt schon “Blut geleckt” und so machten wir uns mit ein bisschen gemischten Gefühlen auf den Weg nach Rurutu und wir haben es keine Sekunde bereut. 😁😁