Es passiert schon wieder …

Manchmal dauert es einfach ein bisschen länger, bis ich die Größe des Landes realisiere, in dem wir uns gerade befinden 🙈. Wie ihr hier an der Karte von Französisch Polynesien 👍 unter Europa sehen könnt und somit wird mir erst bewusst, wie groß das Segelgebiet ist, das wir bereisen können.

Europa unter Französisch Polynesien
Europa unter Australien

Jetzt in Australien ist es ebenso 🤣; wir machten uns auf den Weg von Bundaberg nach Tasmanien – also wenn man es auf Europa legt, von Russland (Bundaberg) nach Ägypten (Tasmanien)👍. Ich glaube es ist jetzt einfacher die Entfernungen abzuschätzen und abgesehen davon gibt es dazwischen soo viel zu sehen🤣🤣.

In Coffs Habour waren wir radeln und entdeckten das Inland, mit super steilen Bergen und mega schönen Trails 🚲, hilfsbereiten Menschen -da mein Pedal sich entschraubte und wir kein Werkzeug dabei hatten – und uns kaltes Trinkwasser gaben👍. Wir haben aber auch als Wendeboje bei einer Regatta fungiert⛵, also richtig sinnvoll.

Coffs Harbour

Hier in Pittwater besuchen wir Lucie und Paul, die wir in Bundaberg kennengelernt haben und die uns eingeladen haben, auf dem Weg bei Ihnen vorbeizuschauen. 😘. Die erste Wanderung haben wir auch schon hinter uns; Wir entdeckten Höhlen und haben Bekanntschaft mit “Riesenameisen” gemacht😳😳. Wir haben auf einem kleinen Pass, den Weg verloren und kamen wohl etwas zu Nahe an ihr Nest, denn plötzlich schrie Neill auf und auch ich wurde attackiert – ich kann euch sagen echt schmerzhaft. Doch nichts desto Trotz der Ausblick belohnte uns für alle Strapazen und heute gehts nochmal mit Lucie und Paul los👍.

Über Pittwater

Wir hatten einen mega schönen Ausblick über die Bucht und wenn ihr ganz genau schaut, könnt ihr im Hintergrund (am weitesten entfernt) Artemis sehen. Es ist einfach unglaublich, hier in 20 km Entfernung von Sydney in einem riesigen Nationalpark zu sein, wo die Häuser nur übers Wasser erreicht werden können.

Projekt Bimini

Also wie gesagt, wir hatten unser altes Bimini in Aruba gemacht und mittlerweile war es an den, der Sonne ☀️ausgesetzten Stellen so dünn, das es wie Papier zerriss 😳😳. Unser Plan war, die Außenborde, mit den Ösen zu behalten und das Mittelstück zu ersetzten 👍. Material hatten wir und so starteten wir am Morgen des 16.11.2022 7 Uhr 👍 mit der Umsetzung; wir breiteten das Alte aus und schnitten grob zu.

Da kam auch schon Sue und hatte eine fantastische Idee wie wir es besten machen können 👍; ich kann euch sagen mit dieser Unterstützung flutschte es einfach. Neill, der von unserer Strategie nur “Bahnhof” verstand 😳🙈, verzog sich in sein “Arbeitszimmer” am anderen Ende der Terrasse und ließ uns werkeln. Chris, der immer wieder vorbeischaute war ebenfalls voll mit guten Ideen und so kreirten 👍👍wir das neue Bimini. Mit Wasserdurchlässen bei tropischen Regenfällen und einer Verstärkung durch Queraufsätze👍.

Hier unser Projekt

Sue war mit Rat und Tat dabei und gegen 17 Uhr kam die Stunde der Wahrheit 🤔😥 und wir montierten das Werk und was soll ich euch sagen, es passt perfekt!!!!!!!!! Ohne die Unterstüzung und die genialen Ideen wären wir niemals in einem Tag fertig geworden👏👏👏. Tausend Dank nochmal euch Beiden 😘😘❤️❤️.

Die Designer und ihr Werk

Sue und Chris haben ein geniales Motto: “That’s easy”, egal ob wir einen Schlauch für unsere Pumpe, oder sonstige Ersatzteile, einen Computerfachmann oder, oder, oder “That’s easy”, denn Sie wissen ganz genau wo wir unsere Sachen bekommen 👍👍.

Am 17.11.2022 verließen wir die Zwei 👋👋 um endlich ein Stückchen weiter in Richtung Süden zu kommen; hoffentlich läuft alles, wie wir es geplant haben 😄.

Wide Bay Bar die “Zweite”

Jetzt haben wir Kingfishers auf Fraser Island erreicht und warten wieder einmal, genau auf den Wind der uns in Richtung Süden bringt🙈😜. Unser Nachbarboot, Sally und Nevil, haben uns zum Sundown Drink eingeladen. Auch Sie warten auf den richtigen Wind um über den Wide Bay Bar zu gehen, wir verratschen uns total und als wir auf die Uhr schauten, vereinbarten wir, dass wir am nächsten Tag den gleichen Ankerplatz ansteuern und den beiden helfen werden Ihren Gefrierschrank zu leeren 👍, denn sie lassen Ihr Boot für ein paar Monate hier in Queensland und gehen zurück nach Melbourne.

Fraser Island Spaziergang

Was soll ich euch sagen, wir waren zweimal beim Abendessen eingeladen und gespielt wurde auch 🤣🤣 was für nette Leute 👍. Unsere Männer haben die Tidenplanung gemacht und festgelegt, dass Abfahrt um 9 Uhr sein wird. Wir haben den Wecker auf 7.30 Uhr gestellt und wunderten uns schon 🤔, als von den anderen 30 Booten, die mit uns vor Anker lagen nur noch drei da waren.

Sally hatte bereits versucht uns anzurufen, denn die Tide außerhalb des Bars sei wohl eine Stunde vorher, deshalb waren schon alle weg 😳😳. OK!! dann mal Gas geben, Dinghy an Bord, alles vorbereiten und los – zumindest wissen wir jetzt, dass wir in 25 Minuten fertig sind 🤣👍.

Sally und Nevil auf ihrem Boot

Wir fuhren über den “gefürchteten” Wide Bay Bar und diesmal war es echt ein Kinderspiel, die anderen sechs Boote vor uns hatten ebenfalls die Segel gesetzt und weg waren sie 😳⛵. Wir kamen aus dem Pass und stellten fest, dass wir genau 3,5 Knoten 🤔segeln können aber keinesfalls 6 oder 7 wie die anderen (Motor-) Segler 😏😜.

Unser nächstes Ziel war Raby Bay, um unsere Freunde Sue und Chris zu besuchen 👍. Wir konnten wieder bei Ihnen am Ponton an ihrem Katamaran anraften, konnten die Waschmaschine und Dusche benützen, wurden überall rumgefahren und nichts zu letzt wurden wir von den beiden rundum verpflegt 👍😘. Alle ihre Projekte wurden nach hinten geschoben, um uns mit ihrer Erfahrung zu unterstützen. Eigentlich wollten wir auch nur zwei Tage bleiben, doch wir hatten noch ein Sorgenkind 🙈🙈, unser Bimini, das ist der Sonnenschutz unter den Solarpanelen im Cockpit, musste erneuert werden, doch dazu brauchen wir eine große glatte Fläche 🤔. Wir fragten ob wir ihre Terrasse benützen dürfen und bekamen natürlich die Erlaubnis❤️.

Stadtleben

Ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben es doch letzten Samstag, den 15.10.2022 tatsächlich geschafft, der Marina zu entfliehen 🙈🤣. Ganz so schlimm wars nicht doch nach fast vier Wochen wollten wir einfach mal wieder ankern👍!!

Wir sind einfach den Fluß rauf in die Stadt gefahren bzw. sogar ein bisschen gesegelt ⛵, wir haben das Hauptsegel gesetzt und es war einfach ein wunderbares Gefühl endlich mal wieder unterwegs zu sein – wenn auch nicht weit😜.

Neill hatte genau den Tidenplan studiert, damit wir bei steigender Tide über die seichten Stellen mit 0,3 Metern drüber kommen und nicht auf Grund laufen 🙈, denn immerhin haben wir einen Tiefgang von 1,7 Metern. Doch nach neun Seemeilen erreichten wir unser Ziel kurz vor der Brücke ohne den Grund zu küssen 👍👍.

Am Fluß die Bundaberg Brauerei

Diese Woche haben wir folgendes repariert:

  • Holdingtank
  • zwei Fenster getauscht
  • Spannungsmessgerät für die Batterien
  • Ventilatoren für den Kühlschrank
  • neue Hausbatterien eingebaut

Es ist einfach genial in der Stadt zu ankern und alles was wir zum reparieren brauchen in unmittelbarer Nähe zu haben 👌👌.

Gestern hat es dann den ganzen lieben langen Tag geregnet 🌧️🌧️🌧️ wenn wir aufm Regenradar geschaut haben war überall schönes Wetter bloß über uns hing eine riesige dunkle Wolke und es hat geschifft 🙄. Also hab ich ca. 300 Liter Wasser aus dem Dinghy geschöpft 😜 damit es nicht untergeht und davon haben ca. 50 Liter gebunkert und heute wars super schön und damit haben wir Bettwäsche gewaschen 👍 das ist doch öko 👏, oder? Und das dritte Fenster haben wir auch noch gewechselt – langsam wird es ja 👍.

Also wenn das Wetter passt können wir jetzt los.

Abendstimmung am Fluss

Bundaberg

Wieder zurück in Australien 😆; Nach einem langen Flug kamen wir etwas gejatlaget in Brisbane an, zum Glück haben uns Freunde für zwei Tage Asyl gegeben😘😘, so dass wir uns erst mal richtig ausschlafen konnten bevor wir frisch und voll Tatendrang in Bundaberg ankommen. So die Theorie, wir kamen mit dem Zug um 22.30 Uhr in Bundaberg an und hatten wohl weißlich ein Motel gemietet. Mit unseren schweren Seesäcken erreichten wir das Motel und konnten zu unserem Unverständnis nicht einchecken😳. Am Ende riefen wir den Manager an und er meinte, dass sie total ausgebucht wären, aber auch keinen mehr erwarten würden😕. Dann war Neill doch etwas verunsichert und checkte unsere Buchung, die wirklich in diesem Motel war, doch leider eine Woche später. Somit begann ein “interessanter” Abend und um es kurz zu machen bekamen wir in der ganzen Stadt kein Zimmer und auch ein Taxifahrer konnte uns keinen Unterschlupf besorgen. Er meinte nur, dass er nicht die Nacht am Bahnhof verbringen würde – sei doch zu unsicher – und so endeten wir so gegen Mitternacht in der Marina🙈🙈.

Sau kalt und total ungemütlich

Dort wussten wir, dass es dort einen überdachten Bereich gibt, wo Stühle und Tische stehen und dort verbrachten wir den Rest dieser nicht endend wollenden Nacht😩😩. Um 8 Uhr öffnete das Büro und wir holten weder frisch noch ausgeschlafen den Schlüssel für unsere Artemis ab, die mittlerweile im Arbeitsbereich der Werft stand. Wir brachten unser Gepäck ins Boot und waren etwas überrascht, dass der alte Coppercoat immer noch nicht entfernt war. Ray, der Schiffsbauer, erklärte uns, dass der Plan mit Sandstrahlen nicht funktioniert hat, also standen uns drei Tage abschleifen bevor🙄😒. Dann zwei Lagen Epoxy (um das Boot Wasserdicht zu machen) streichen und dann noch vier Lagen Coppercoat streichen und zwar Nass in Nass, was für uns bedeutet, mischen und streichen, mischen und streichen usw. bis wir nach 6,5 Stunden alles verstrichen hatten und unsere Arme ca. einen halben Meter länger waren😜😜. Geschafft!!!! 👏👏Jetzt musste nur noch der liebe Gott ein Einsehen mit uns haben und die nächsten 48 Stunden keinen Regen schicken. Nach 72 Stunden nochmal drüber schleifen und dann ging es zurück ins Wasser. Unsere Batterien waren voll geladen doch als wir in der Schlinge im Wasser hingen wollte unser Motor nicht starten😳😳, erst nachdem wir alle drei Batterien zusammen geschlossen hatten, startete er. Nach weiteren Ladungen und Messungen mussten wir leider feststellen, dass unser Motorbatterie kaputt ist, also brauchen wir auch eine Neue😩😩.

Die verschiedenen Stadien unserer Malerarbeit

Jetzt nächstes Projekt: unsere acht Fenster im Boot sind leider seit ca. zwei Jahren undicht und wir haben uns vorgenommen sie zu reparieren 👍👍. Also alle ausbauen, super sauber reinigen, hoffen dass wir keines zerbrechen, abdichten und wieder einbauen. So war der Plan – doch wieder kam es anders als geplant, denn Paul ein Segler vom “Damischen Ridda” meinte, wir sollten doch lieber Polykarbonat also Plexiglasfenster einbauen und nicht mehr anschrauben, was das Lecken durch die Schrauben schon mal ausschließt👌. Also haben wir mit unserem Schiffsbauer gesprochen und der war auch gleich begeistert von dieser Idee. So haben wir jetzt einen Fenster Profi gefunden, der uns die Fenster zuschneidet und wir bauen sie dann ein. Der Plan steht und nächste Woche sollen wir die Fenster bekommen, dann die Alten ausbauen und die Neuen ein👍.

In der Zwischenzeit haben wir unser Deck wieder neu gestrichen, denn nach vier Jahren unterwegs, war die Gripp Beschichtung verschwunden und auf dem Deck war es etwas rutschig. Wir dachten ein schneller Job 🙈 doch wir haben schon einen ganzen Tag mit abkleben verbracht und dann noch weitere zwei Tage für zwei Anstriche👍. Doch das hat sich gelohnt und unsere Artemis sieht wieder wunderschön aus und was viel wichtiger ist, jetzt ist alles wieder sicher und rutschfest 🙈👏. Jetzt warten wir noch auf den Rigger🙈, der unseren 1. Reef reparieren soll, denn dieser war kurz bevor wir nach Australien aufgebrochen sind gebrochen.

Deck vorher — nachher

Also wie ihr seht sind wir immer noch in Bundaberg und das segeln wird noch etwas auf sich warten lassen. Ganz normales Seglerleben eben🤣🤣😂.

2. Teil unseres Allgäu Aufenthaltes

An Pfingsten sind wir auch noch nach England geflogen, um Neills Schwester zu besuchen. Dabei haben wir auch noch einen Ausflug in Neills Vergangenheit gemacht und Lilleshall besucht, wo er aufgewachsen ist und dort hat mich Neill auch gefragt, ob ich seine Frau werden möchte. So haben wir dann am 18.8. nur mit den Kids, bzw. mit den Kindern, die in Deutschland waren (sorry Max und Rhiannon, leider konntet ihr nicht dabei sein) geheiratet. Unsere Kinder haben aber einen Sektempfang mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen organisiert und so musste ich gleich einen ganzen Haufen Freudentränen vergiesen.

Unsere Hochzeit

Dann waren wir endlich mal mit unseren Freunden Wera und Gremmel beim radeln. Wera hatte sich wie immer um alles gekümmert, so dass wir nur noch packen mussten – sogar abgeholt haben die Beiden uns – einfach klasse. Wir haben vier wunderschöne Tage im Bayerischen Wald verbracht mit Bikepark, Kultur, Spielen und ratschen. Danke nochmal an die Beiden für das wunderschöne Wochenende.

Bayerischer Wald

Dann kam der große Tag meiner Tochter Julia und ihrem Mann Sebastian, Sie haben sich am 11.9. das Ja Wort gegeben. Da es im April ja geschneit hat, hofften wir auf schönes Wetter, doch in der Früh regnete es, doch der liebe Gott hat es dann doch noch gut gemeint und die Sonne kam heraus. Da hat dann die Sonne mit dem Brautpaar um die Wette gestrahlt, es war ein rundherum gelungener Tag. Angefangen über den wunderschönen Gottesdienst, über das fantastische Essen, das super geniale Brautstehlen und natürlich nicht zuletzt wegen der mega geilen Party. Danke an alle, die dazu beigetragen haben, diesen Tag unvergessen zu gestalten.

Eine wunderschöne HOCHZEIT

Nebenbei haben wir noch unsere Ferienwohnung in Pfronten eingerichtet und zur Vermietung bereit gemacht. So haben wir auch immer eine Bleibe, wenn wir zu Besuch in die Heimat kommen, wenn ihr sie sehen wollt, hier ein Link dazu.

Jetzt glaub ich, habe ich so das meiste von sechs Monaten Allgäu aufgeschrieben.

Am 13.9. haben wir uns dann wieder auf den Rückweg nach Australien gemacht, Michael und Julia haben uns zum Flughafen gebracht, wo wir gefühlt erst vor einer Woche angekommen sind. In Bundaberg erwartet uns schon ein Haufen Arbeit an unserer Artemis. Doch das ist wieder ein andere Geschichte.

1. Teil unseres Allgäu Aufenthaltes

Nach sechs Monaten im Allgäu haben wir uns am 12.9. auf den Rückweg gemacht. Eigentlich weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll zu erzählen von einer wahnsinnig schönen Zeit daheim. Mein Mann Neill, ja ganz richtig, denn wir haben auch in Deutschland geheiratet, würde jetzt sagen daheim ist wo meine Heidi ist 😘. Also versuch ich es einfach mal etwas in chronologischer Reihenfolge hinzubekommen.

Unserer Nachbarin Herluka

Ende März kamen wir nach 36 Stunden Flug- und Transferzeit in München an. Daniel, Neills Sohn hat uns zum Glück abgeholt denn wir waren schon ein bisschen müde, doch auch so aufgeregt nach fast vier Jahren wieder da zu sein. Mein zweiter Chef Seppi und seine Nichte hatten uns das Haus ihrer Tante zur Verfügung gestellt, wo wir uns sehr sehr wohlgefühlt haben. Was mit Sicherheit unserer lieben Nachbarin Herluka zu verdanken war, die uns so liebevoll empfangen hat und uns stets mit Essen und Getränken versorgt hat. Wir durften gemeinsam so viel Zeit verbringen sei es mit ratschen, spielen oder sonstigem und im Nachhinein war es noch viel zu wenig 😪😂.

Mit meinen Kindern habe ich super viel Zeit verbracht, sei es mit Wandern, radeln, langen Spaziergängen oder einfach mit ratschen, Essen oder Spielen. Ich durfte mich bei den Vorbereitungen für Julias Hochzeit beteiligen und habe es unglaublich genossen ein Mitglied des Teams zu sein. Doch von der Hochzeit werde ich später noch berichten 🤣😂.

Wie ich ja schon geschrieben habe, durfte ich wieder bei meinem “alten” Chef aber in der neuen Praxis in Pfronten arbeiten. Ich bin so froh, dass ich diese Chance bekommen habe in diesem Team zu arbeiten. Im Nachhinein kann ich kaum glauben, dass ich wirklich nur fünf Monate dort gearbeitet habe, denn gefühlsmäßig war es viel länger und intensiver. Ja ich fühlte mich bei meinen Mädels daheim, sie haben mich aufgenommen als ob wir uns schon immer kennen würden und die Arbeit hat irre Spaß gemacht. Nicht zuletzt wegen unseren Ärztinnen große Klasse, fachlich wie menschlich. Der Abschied fiel uns allen sehr schwer und ich habe hier nicht nur Kolleginnen sondern Freunde fürs Leben gefunden 😘😘.

Das Pfrontner Praxisteam, es fehlen nur Marion und Viktoria

Bei Seppi, meinem alten Freund durfte ich auch wieder tätig werden und habe sehr viele neue Kollegen kennen und lieben gelernt. Angefangen bei Marie, die ich schon als Baby kannte, über Bettina, die ich erst jetzt richtig kennen lernen durfte bis hin zu Marius meinem ersten männlichen Kollegen, der große Bär . Sie sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich kaum glauben kann sie jetzt auf unbestimmte Zeit nicht wieder zu sehen, doch wir bleiben in Kontakt.

Marie und Bettina an unserer Hochzeit

Fortsetzung folgt…

Zurück im Allgäu

An alle, die sich mittlerweile schon Sorgen um uns gemacht haben erstmal eine große Entschuldigung. Nachdem ich von Fluten, Überschwemmungen und soweiter geschrieben habe kam nichts mehr! 😳🙈 Nein das war keine böse Absicht, wir hatten nur so viel zu tun und vorzubereiten, dass ich einfach nicht mehr zum Blog schreiben kam.

Meine Tochter hat uns im November die freudige Mitteilung gemacht, dass sie 2022 heiraten wird und dass wir da mit dabei sein werden stand natürlich außer Frage 😄. Jetzt mussten wir einen sicheren Platz für unsere Artemis finden, Flüge buchen, eine Wohnung für unseren Aufenthalt suchen usw. usw 😜😜😂. Zum Glück haben wir gute Freunde und so fügte sich ein Mosaik Stein zum anderen. Am 18. März kam Artemis in Bundaberg ins Trocken Dock und wir traten am 21. März unseren Flug ins Allgäu an😩🤣 38 Stunden von Brisbane nach München, wer wundert sich da noch, dass wir etwas mitgenommen waren 😄. Doch die Freude unsere Kinder, Freunde und Familie zu sehen, sie endlich mal wieder in die Arme zu nehmen und zu spüren, war alle Strapazen wert 😍😍.

Mit meinen Kids unterwegs

Nach dem wir diesmal fast sechs Monate da sind habe ich bei meinen alten Chef nachgefragt ob er zufällig Verstärkung brauchen könnte, denn ich hätte voll Lust darauf meinen Beruf wieder auszuüben. Glücklicherweise hatte er in Pfronten eine Praxis übernommen, wo die Mädels dringend Unterstützung brauchen. So hatte ich Ehre und das Vergnügen in einem fantastischen Team in Pfronten mitarbeiten zu dürfen. Ja die Chemie passte von Anfang an und ich genieße es einfach jeden Tag zum Arbeiten zu gehen 👍und meine Damen zu unterstützen.

Anfang April war für meine Julia und ihren Mann der große Tag der Standesamtlichen Trauung gekommen und wir haben zusammen einen wunderschönen harmonischen Tag verbracht 😀😂😍.

Die ganze Familie 😀
So sah es am 9.4.2022 aus

Jetzt genießen wir die verschiedenen Jahreszeit hier im Allgäu von Winter, Schnee, ein bisschen Frühling. In dem die Natur fast zu explodieren scheint, sobald der erste warme Regen fällt, bis hin zum Sommer und 30 °C. Ich sag immer im Allgäu ist es nichts für Weicheier 🤣🤣 denn Temperatur Schwankungen von 20 ° C sind durchaus möglich und das von einem Tag zum anderen .

Wir radeln, wandern und genießen die Zeit im hier und jetzt 😂. Im September dürfen wir noch die kirchliche Hochzeit zusammen feiern und dann geht’s zurück nach Australien. Ich hoffe, dass es dann wieder etwas mehr zu lesen gibt und der Abstand zwischen den Blogs nicht mehr so groß ist 😄.

Unterwegs im Allgäu

Überschwemmungen, Unwetterwarnungen

Als wir am 23. Februar vom radeln zurückkamen, meinte Brett, der Marina Besitzer, dass für den Mary River eine “kleine” Flut Warnung ausgesprochen wurde. Nachdem bei der letzten Flut vor sechs Wochen mehr als 10 Meter Wasser mehr waren, ließen wir uns auf gar nichts ein und machten uns am nächsten Morgen auf die Socken. Außerdem war eine Starkwindwarnung ausgegeben worden und jetzt konnten wir uns einfach das kleinere Übel aussuchen.

Wir schipperten bei steigender Tide, entlang als uns ein Katamaran überholte, ich übernahm den Tiller (Pinne) und fragte Neill ob mein Kurs gut sei und er meinte, fahr einfach dem Einheimischen hinterher, der weiß den Weg 🤔. Aber nachdem unsere Artemis nicht so schnell ist, habe ich unseren Vordermann verloren und mich doch wieder auf unsere Route verlassen😜. Wir fanden das Boot wieder und dachten, dass er am Anker ist und wir wollten um die nächste Kurve sahen aber schon stehende Wellen, die der starke Wind vor sich her aufbauschte. Bei einer Geschwindigkeit von 1,5 Knoten drehten wir um und ankerten ebenfalls, mittlerweile war ein zweites Boot auch an Anker😏. Wir wunderten uns ein wenig, wie es möglich ist ohne Anker im Wasser sich nicht zu bewegen🤔🤔 und erfuhren später, dass Beide auf Grund gelaufen waren. Am nächsten Morgen hörten wir im Radio, dass die Flut jetzt zur “Major Warnung” erklärt wurde und wir wollten nur noch raus, der Wind hatte nachgelassen und wir verliesen Harvy Bay (wo der Fluss beginnt) in Richtung Fraser Island, nur ca. fünf Seemeilen.

Kaum waren wir in der Bucht, begann ein massives Gewitter mit Blitz, Donner, Regen wie aus Eimern und starkem Wind. Uns war klar, dass wir keine 99 Knoten Wind hatten doch die Elektrostatik verwirrte unsere komplette Elektronik. Neill, mein Held, war pitsch nass und eiskalt am Tiller, wobei ich trocken und warm im Boot war. Wir konnten nicht gegen den starken Wind anfahren, so dass wir umkehren mussten und wieder zurück fahren. Plötzlich schlug ein Blitz direkt neben uns ins Wasser ein und ich fühlte einen Stromschlag, was sich wie ein Krampf anfühlte, und unser Wind- und Tiefenmesser waren außer Gefecht 😳😳. Ich war ein bisschen geschockt, aber alles okay und Neill hatte im Cockpit gar nichts gespürt. Wir haben die Wasserwacht von Havy Bay per Funk gerufen und die haben uns zu einem sicheren Ankerplatz für die Nacht gelotst 👍.

Am 26. Februar haben wir es endlich geschafft, den sicheren Ankerplatz in Kingfishers zu erreichen 👍👍. Ein hilfsbereiter Nachbar teilte uns die Tiefe mit und jetzt warten wir hier bis die Stürme, Fluten und alles andere Gefährliche vorbei ist 🤗.

Maryborough

Endlich mal wieder eine Flußfahrt 🤗 ca. 30 km sind wir den Mary River hinauf gefahren und in Maryborough vor Anker gegangen.

Der Mary River

Wir haben hier in der Marina gefragt, ob wir ihren Pontoon benutzen können, da wir unsere Fahrräder an Land bringen und radeln gehen wollen 🚴‍♀️. Brett, der Eigentümer meinte, dass es kein Problem ist doch er meinte, dass der Untergrund nicht besonders guten Halt bietet und so haben wir am Nachmittag an einer Boje festgemacht👍. Kaum zu glauben, dass hier vor sechs Wochen eine Flut war 😳😳, nur noch das Dach der Marina war zu sehen 😩(und das macht dann ca. 10 Meter zum Fluss aus). Wenn es interessiert, der kann mal auf YouTube nach schauen, wie es ausgesehen hat. Doch die Menschen hier sind so was von gewöhnt an Fluten und gehen vollkommen cool damit um. Im Radio haben sie heute einen Landwirt interviewt und der Reporter meinte, dass die Flut doch furchtbar sei und der Farmer meinte: “Es ist schon ärgerlich wegen der Erdbeeren, die jetzt alle weg geschwemmt wurden doch da kann man nichts machen 😳😳 und jetzt gibt es erst mal einen Kaffee.”

Wir haben unsere Fahrräder zusammen gebaut und die zauberhafte Stadt und Umgebung erkundet. Wir entdeckten, dass Mary Poppins in dieser Stadt “geboren” wurde, eine Figur von ihr stand an einer Kreuzung und selbst ein paar Ampeln sind mit ihrem Bild ausgestattet worden.

Mary Poppins

Wir haben viele Wandbilder, historische Häuser, Museen und Parkanlagen entdeckt. Wir haben sogar einen ganzen Baum voller Fledermäuse bzw. Flying Foxes gefunden 😏🤣 und ich dachte immer, dass die Höhlen zum “rumhängen” brauchen 😂.

Heute 23.02.22 haben wir nochmal ne kleine Runde gedreht, bevor die nächsten starken Regenfälle erwartet werden und dabei haben wir immer noch Überschwemmungen vom letzten Mal gefunden 🙈. Jetzt hoffen wir, dass die Niederschläge über Nacht nicht so üppig sind und sich die Lage wieder entspannt.