Quito als Tourist

Wir sind in Quito,  der höchstgelegene Hauptstadt der Welt und natürlich stand auch der Stadtbummel und Sightseeing auf unserem Programm. 😀

Wir fuhren mit dem Taxi zur Basilika del Noto National, besichtigten sie von innen und erstiegen den 115 Meter hohen Turm um einen genialen Blick über die gesamte Stadt zu bekommen😥😥.

Basilica del Voto National
Und hier von innen

Diese Stadt ist einfach riesig und die bunten Häuser an den gegenüberliegenden Talwänden sehen aus wie angeklebt.  Weiter ging es über den Plaza Grande, die Basilika de Quito und von weitem konnten wir schon den El Panecillo, einem 3035 Meter hohen Hügel in der Hauptstadt sehen. 

Um ehrlich zu sein, sahen wir als erstes eine ewig lange und steile Treppe. Neill fragte mich ganz beiläufig,  da willst du doch bestimmt nicht hin oder? 🤔 aber er wusste die Antwort schon vorher und wir machten uns auf zu den 945 Stufen  – ihr wisst doch Treppensteigen macht einen knackigen Hintern 😂😂 – zur Jungfrau Maria von El Panecillo. Von hier aus liegt dir die Stadt zu Füßen und die Menschen auf den Straßen sehen aus wie Ameisen. 

Am Nachmittag trafen wir uns noch mit Jan, dem Chef von Riding Dutchman und genossen Erzählungen über sein spannendes, erlebnisreiches und kunterbuntes Leben. 😊😊

Wir haben ihm von unseren weiteren Segelplänen erzählt Osterinseln, Pitcairn, Gambier dann Neuseeland und wir konnten das Leuchten in seinen Augen sehen denn diesen Traum träumt auch er immer noch. 🤗🤗

Auch hier in Quito haben wir wieder neue liebenswerte, wertvolle und mega freundliche Menschen getroffen. 😘😘

Cotopaxi

In Panama recherchierte Neill über Ecuador – ich war krank und mein Interesse bestand darin schnellstens vom Bett zur Toilette zu kommen 🤮- Neill plante bereits unsere Radtour nach Quito und zum krönenden Abschluss Radfahren an einem aktiven Vulkan. 😂

Drei Wochen später waren wir in Quito und am selben Tag buchten wir bei dem besten Tourguid vor Ort ” Riding Dutchman” unseren Vulkan Trip👍. Jan der Chef, selbst ein weltbereister passionierter Segler, organisierte alles für uns – angefangen vom Hotel bis zur Reparatur unserer Räder, denen der Regen und ich glaub auch der viele Schlamm etwas zugesetzt hatte. 🙈🙈

Donnerstag 7 Uhr gings los; unsere Gruppe bestand aus acht Leuten, vier davon machten die ein Tages Tour. Im Jeep wurden wir bis auf 4615 Meter Meereshöhe gebracht und mit unseren Fahrrädern, Helmen und Handschuhen ausgestattet 👍. Unser Guid Roberto gab uns noch eine Einweisung und dann ging es los – Downhill auf einer Aschepiste mega rockig und puppig doch auch mega cool. 

Beim 1. Halt kristallisierte sich bereits heraus, dass die ganze Gruppe aus Mountainbikern bestand und somit alle sicher und vor allem schnell unterwegs waren 😊😊. Was für unsere Jeep Fahrer eine anstrengende Sache war, denn sie machten geniale Bilder und auch Filme und mussten rennen wie die Wahnsinnigen um vor uns an den ” Foto Shooting Plätzen ” zu sein. 

Roberto wurde von Elisabeth, einer 19 jährigen Amerikanerin, die selbst Mountainbike Rennen fährt und Teike einem jungen Deutschen gejagt. Doch auch wir anderen ließen es krachen, sodass wir genügend Zeit hatten um eine Quelle und eine prä- inka Festung zu besichtigen und viel über Flora und Fauna zu erfahren. 

Wir sahen einen Kondor, Lamas und radelten durch eine Herde Wildpferde.

Einfach unbeschreiblich und dank exzellenten Zeitmanagement blieben wir trocken. 😊😊 Nur als wir unser Mittagessen genossen – danke an Anna für die genialen Avocado Sandwiches und die mega leckeren Brownies – hats geregnet. Wir quatschen viel und erfuhren von unseren neuseeländischen Mitradlern, dass es eine Radroute durch ganz Neuseeland gibt, ca 3000 km lang und die beiden haben gerade mal dreißig Tage dafür gebraucht; vielleicht eine gute Idee für uns wenn wir dann mal soweit sind🙈🙈😀😀. Nach 45,66 km Fahrt mit 146 Metern bergauf und 1183 bergab endete unser Abenteuer Cotopaxi und es war mega mega geil. 

Nono Die Stadt im Wolkenwald

Als wir endlich in Nono ankamen waren wir dreckig, nass, kalt und wollten nur noch ein Bett,  warme trockene Klamotten und etwas zu essen. 😥😥

Wir fragten Einheimische nach einer Unterkunft und die schickten uns runter in die Stadt, gleich da! Typisch ecuadorianisch nach 2 km fragten wir wieder: ” no hablo espaniol hablo Singles?” Das Mädchen schüttelte den Kopf klopfte an das Fenster und ein Mann erschien; sie sprach mit ihm und er schaute uns an und meinte in fließendem Englisch,  was er denn für uns tun könnte😊. Ich war so froh, dass ich ihm am liebsten um den Hals gefallen wäre, denn jetzt konnten wir wenigstens verständlich machen was wir wollen bzw. Brauchen.😚

Marcello meinte gebt mir fünf Minuten und ich organisiere etwas; ein paar Telefonate später hatten wir ein Zimmer bei seiner Stiefmama und er führte uns direkt hin, versorgte uns mit Kaffee und erklärte uns, dass in Nono heute wegen Fasching alles geschlossen sei. Meine Hoffnung auf etwas zu essen sank rapide und ich fragte ihn ganz vorsichtig,  heißt das, dass wir hier nichts zu essen bekommen? 😰😰

Er schaute uns an und fragte soll ich mein Restaurant für euch öffnen und für euch kochen? Es gibt allerdings nur Fleisch. 

Ich war sprachlos – ja ich und sprachlos  – er kocht extra für uns. Ja ja bitte bitte wenn es dir keine Umstände macht.  Dann verabredeten wir uns um 20 Uhr in seinem Restaurant und vorher zeigte er uns noch unser Zimmer, ach was ein traumhaftes  liebevoll bis ins letzte Detail eingerichtetes neu renovierte Appartement mit einem Holzofen empfing uns. Wir bekamen den Mund vor Staunen nicht mehr zu 😯😯😯und als er meinte dass sein Vater bestimmt den Ofen für uns heizt waren wir überwältigt. 

Hier unsere Suite

Nach einer ausgiebigen heißen Dusche brachte uns Lorena zum Essen, das sehr geschmackvoll eingerichtet Restaurant war mit einem Holzofen bereits warm gefeuert und Marcello zaubert für uns eine Schweinshaxe auf dem Grill – wenn ich daran denke läuft mir das Wasser im Mund zusammen – frisches Brot, Salat und einen hervorragenden patagonischen Rotwein.😊😊 Ich fühlte mich wirklich wie im Märchen, am Anfang alles dunkel und traurig doch dann triffst du auf Menschen die mit soviel Wärme und Gastfreundschaft alles zum Guten wenden und du dich wie eine Prinzessin fühlst.😊

Tierras del Fuego – Marcelos Restaurant

Gegen 22 Uhr kam unser Taxi und brachte uns zurück in unser warmes Zimmer; der Holzofen knisterte und Lorena meinte, hoffentlich seid ihr mir nicht böse, doch ich habe all eure nassen Sachen in meinen Trockner geworfen. Damit ihr morgen trocken starten könnt.  WAHNSINN .!🤗🤗🤗

Nach einem genialen Frühstück machten wir uns auf den Endspurt in der Gewissheit neue Freunde gewonnen zu haben. 

Danke lieber Marcelo,  Carlos und Lorena für alles was ihr für uns getan habt. 😘😘😘

Nono von oben

Trip nach Quito mit dem Rad

In Ecuador angekommen haben wir am 2. Tag unsere Räder ausgepackt und los gings mit dem Training nach drei Monaten “Radl Abstinenz “😯. Also trainieren damit wir nach Quito,  der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt, radeln können. Doch hier in Ecuador ist gerade Regenzeit und wir wollen ja auch nicht ewig hier bleiben, deshalb haben wir uns kurzer Hand entschlossen, das Training unterwegs zu machen.😥🙄  Sind ja nur knapp 400 km und die paar Höhenmeter. 

Am 1. Tag waren es gerade mal 48 km und 200 Höhenmeter, nachdem wir einen Nachbarn als Wassertaxi bestellt hatten. Wir radelten im Nieselregen los und es blieb auch den ganzen Tag so.🌨🌨🌨

Am 2. Tag 50 km und 600 Höhenmeter auch kein Problem doch hatten wir eine Abkürzung gewählt,  die uns zwar 15 km spart aber “off road” war. 🙄🙄1,2 km Matsch, Dreck und überhaupt keine Straße – kein Rad drehte sich mehr und wir waren total am Arsch.😠😠

Kurze Abkürzung

Dann haben wir notdürftig die Räder geputzt – soweit dass wir wenigstens wieder radeln konnten  – und weiter geht’s, im strömenden Regen. ⛈⛈⛈ Der einzige Vorteil unsere Räder waren dann fast sauber und wir haben uns fest vorgenommen die off road Strecken in Ecuador zu vermeiden 😁.

3. Tag 69 km und 1070 Höhenmeter und alles Teer  – sau cool und ziemlich trocken. 🌞🌞Quito wir kommen. Als Unterkunft haben wir nur ein Motel gefunden, dass nur  “Stundenweise” vermietet aber es war sauber, unbegrenzt warmes Wasser und etwas zu essen konnten wir auch bestellen; bloß a bissel viel rot und a bissl viel Spiegel. 🤗🤭😀

4. Tag 47 km und 804 Höhenmeter – hab ich etwa gesagt dass wir nur Teer fahren wollen. Nein total falsch verstanden  – hier war “Countryside” angesagt. 😁😁 Flußüberquererungen auf Bambus Brücken und Berg auf und ab.

Sichere Bambus Brücke

Ich sag euch nichts für schwache Nerven, aber es hat trotzdem riesig Spaß gemacht. Zur Belohnung haben wir uns heute ein richtiges Hotel gegönnt  – vom Feinsten – aber auch das einzige in der Gegend😊😊. Und gerade rechtzeitig, denn es regnet wieder in Strömen⛈⛈⛈. Aber nach einem fantastischen Abendessen und ausgiebigen Duschen waren wir wieder mit der Welt versöhnt.

5. Tag 68 km 1703 Höhenmeter nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns trocken auf den Weg doch schon um 11 Uhr waren wir Patsche nass ⛈⛈und stellten uns unter und genossen einen heißen Kaffee.

Hier haben wir uns vom Regen versteckt

Gestärkt radelten wir weiter und kaum zu glauben der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns und es blieb beim nieseln aber bei 1600 Meter Meereshöhe wird es dann schon fast a bissel frisch. Doch wir fanden wieder ein Hotel wo wir uns aufwärmen und ausschlafen konnten.😊😊 Hier waren viele Vogelbeobachter unterwegs und eine Amerikanerin erzählte uns, dass sie bereits Tukane und vieles mehr gesehen haben. 

Kolibris

6. Tag 57 km 1912 Höhenmeter und wir haben es nicht ganz nach Quito geschafft aber immerhin sind wir bei 2700 Meter über dem Meer angekommen und das alles off road. Vom Hotel aus starteten wir bei 1700 Meter Meereshöhe und nach  27 km und 500 Höhenmetern waren wir gerade mal 100 Meter Meereshöhe höher und dann begann erst der Schotterpass. Wir kamen uns vor wie auf der Autobahn denn Lastwagen, Busse, Autos und Motorräder waren überall. Wie wir am Abend erfahren haben, war die Hauptstraße nach Quito wegen eines Erdrutsches gesperrt und deshalb war hier ca. 1 Stunde lang der Teufel los.😰😰😰 Ihr könnt es euch ungefähr so vorstellen als wenn der Verkehr der A7 auf die Straße nach Maria Trost umgeleitet wird. 🤔

So gegen 14 Uhr erreichten wir eine Fischfarm mit Restaurant, wo viele Einheimische Fasching feierten 🤡🤡 und aßen.  Eigentlich wollten wir auch etwas essen, doch alles war mega voll und es gab nur ganze Fische – so überhaupt gar nix für meinen Neill🤪. Als wir versuchten zu erfragen wie lange es bis zur nächsten Einkehrmöglichkeit ist, bekamen bzw. verstanden wir 8 km. 😉Okay dass ist machbar also weiter geht es. 👍 Mittlerweile hatte es auch zu regnen angefangen 🌨 aber für 8 km kein Problem. Nach gefühlten 15 km fragten wir wieder, wie weit denn noch und bekamen wieder zur Antwort 8 km😰. Lange Rede kurzer Sinn nach ca. 3 Stunden Dauerregen ohne Restaurant nass, kalt und schon leicht ausgekühlt erreichten wir Nono – doch diesem Ort widme ich einen eigenen Blog. 😊😊

7. Tag nur noch 29 km und 700 Höhenmeter bis nach Quito und die haben wir total genossen 😊😊. Auf einer ruhigen Passstraße erreichten  wir den höchsten Punkt bei 3340 Meter über dem Meer. 

3340 Meter über dem Meer

Nach 7000 Höhenmetern und 368 km Fahrstrecke erreichten wir glückselig Quito die höchstgelegene Hauptstadt der Welt.

Und wer unsere Radtour anschauen will, hier ist der Track.

Reisegedanken

Endlich wieder unterwegs!😀 Kaum vorstellbar, dass wir wieder fast drei Monate am gleichen Ort nicht – aber zumindest in der gleichen Region – waren. Doch jetzt Wetterberichte angeschaut, verglichen, abgewägt und eine Entscheidung getroffen.👍 Los geht’s !!!!!😊 Wenn jemand mir von Mondphasen und -wechseln erzählt hat, wars für mich immer interessant, doch richtig betroffen hat es mich nie.🌛☀️🌜🌞 Jetzt wenn Vollmond 🌝🌝ist, sind die Gezeiten viel ausgeprägter, du kannst den Verlauf von Sonne🌞 und Mond verfolgen und was echt witzig ist, alles ergibt einen Sinn. 🤭
Vollmond auf dem Meer
Es bricht gerade der dritte Tag an und ich genieße es einfach, hier mitten im Pazifischen Ozean zu sein,⛵⛵ den Sonnenauf- und den Monduntergang zu beobachten und mich dabei ganz ganz klein zu fühlen;🙈Gedanken nachzuhängen, mich treiben zu lassen.😁

Äquator: die letzten Wochen haben wir so oft und mit so vielen Leuten über den Äquator gesprochen, wo wir ihn überqueren, wie unsere Route aussieht und vieles mehr. 🌏Heute Nacht um 21.24 Uhr wars so weit; ich hab Neill aufgeweckt und beide warteten wir, bis die Anzeige an unserer Bordlektronik umspringt: 00°00.001S 🗺️🗺️Jetzt sind wir in der südlichen Halbkugel !!! Ja wir haben den Äquator überquert mit unserem Segelboot. ⛵Wir haben erfolgreich die sogenannte ITCZ ( Intertropische Konvergenzzone)oder auch Doldrums (äquatoriale Tiefdruckrinne) überwunden ohne den Motor zu brauchen und steuern jetzt auf Ecuador zu; ein neues Land und bestimmt neue Abenteuer – und ganz sicher geht es zum Radeln in die Anden .⛰️

Bahia de Caraquez Ecuador

Reisevorbereitungen für Ecuador

Eigentlich wollten wir ja schon mindestens eine Woche weg sein, doch “Montesumas Rache” oder ein anderer Magen Darm Virus setzte uns erst mal für fast 10 Tage außer gefecht🤮🤮. Da ich ein Mensch bin, der sooo gerne isst, glaub ich ist es nochmal so schwer, denn nur wenn ich an Essen dachte, bekam ich Bauchkrämpfe😭😭. Aber seit Dienstag 4.2. kamen unsere Lebensgeister zurück und unsere Vorbereitungen begannen. Als erstes ausklarieren; wir wussten dank Wim ungefähr wo wir hin mussten und dann fragten wir uns durch 🤗; endlich fanden wir einen Mann, der zumindest gekleidet war wie ein Beamter, der aber nur Spanisch sprach. Eine Kollegin übersetzte, dass wir erst eine “SAPA” brauchen und dann erst können wir zurück kommen und ausklarieren. Im nächsten Büro könnten wir unser Glück kaum fassen, denn der Angestellte hinterm Tresen sprach perfekt englisch. Wir sollten diese Formulare ausfüllen, dann ins nächste Büro gehen Kopien anfertigen lassen und dann alles zu ihm zurück bringen. Gesagt getan und nach 30 Minuten waren wir wieder zurück und bekamen die SAPA . So jetzt zurück zu Imigration wo unser Beamte schon wartete – mittlerweile hatte er einen kleinen Hut aufgesetzt, lateinamerikanische Musik eingeschaltet und sah einfach aus wie ein Volldepp🤣🤣. Sorry aber wenn ich mich getraut hätte, dann hätte ich ein Bild von ihm gemacht damit ihr euch davon überzeugen könnt, aber eben hab mich nicht getraut. 🙄🙄Auch unser Deppl brauchte wieder Kopien und jetzt wussten wir ja auch wo wir die bekommen, also zurück damit wir unseren Ausreisestempel bekommen🙃 nach nur 2,5 Stunden hatten wir die Formalitäten erledigt.👍👍 Damit wir nicht noch zum tanken anhalten mussten, entschlossen wir uns das noch “schnell” am Donnerstag zu machen. Dieses Mal wollten wir nicht fragen wann wir zum Tankpontoon fahren durften, denn beim letzten Mal ließen die uns 1 Stunde vor der Marina warten. Also ganz lässig reingefahren, Platz war auch, doch da kam uns schon ein Dinghy mit einem wild gestikulierendem Kerl entgegen – erst Marina anrufen auf Kanal 10 vorher kein Diesel und kein Platz zum tanken. Also gut, dann umdrehen und die ganze Zeremonie von vorn und nach 20 Minuten durften wir einfahren. Der junge Mann fragte, ob wir einen kleinen Einfüllstutzen am Dieselschlauch brauchen, denn den gibt es nur ganz vorn und am Steg und zwischen uns waren zwei andere Boote. Also wir sollen unsere Ersatzkanister leer machen und mit Kanistern zum tanken kommen; wir machen ja alles was man uns sagt und als wir die Tanks geleert hatten, kam der nächste Marina Arbeiter wild gestikulierend und deute uns an, dass wir mit Artemis zum Anfang des Steges kommen sollen😏😏. Alles kein Problem für ein Motorboot oder ein Segelboot mit Seitenrudern aber nicht für uns, denn der Wind blies uns mit ca 15 Knoten gegen den Steg und rund um uns waren Boote. Neills Unmut stieg sekündlich 😠😠😠😠, was die Situation aber nicht änderte; wir nutzten eine kurze Windpause und parkten um. Endlich Diesel voll und Benzin für den Aussenbordmotor getankt, zahlen und raus…….. Theoretisch machen wir einen Bow-Spring, lösen die hintere Leine, und Artemis dreht ihr Hinterteil in den Wind – besprochen, fertig gemacht, dann kommt das nächste Motorboot parkt ca. 3 Meter hinter uns und der ganze Plan ist beim Teufel 🙄🙄🙄. Wir warten einfach bis der fertig ist mit tanken und dann …. ob ihr es glaubt oder nicht nach drei !!!!!! Stunden war unser “schnelles” tanken fertig und wir froh und glücklich doch noch aus der Marina raus gekommen zu sein.😊 Soo morgen geht es los. Dave ein befreundeter Segler, der gerade mit seiner Frau Nicole eine Südamerika Rundreise macht, hat sich bereit erklärt, unser Wetterrouting zu machen. Danke😘😘😘 und jetzt noch einmal schlafen und dann ECUADOR wir kommen.

Abschied von Panama City

Las Perlas mit Caro und Stefano

Als wir im Dezember Stefano schrieben, dass wir in Panama sind und wann sie uns denn jetzt besuchen kommen. Bekamen wir sehr schnell als Antwort, dass die beiden spätestens Mitte Januar hier sein könnten und so war innerhalb von vier Wochen der geplante Besuch gebucht.

Wir haben uns vorher ein bisschen umgeschaut und die Inselwelt Las Perlas abgeklappert, um unserem angehenden El Capitano möglichst viele verschiedene Segel Reviere präsentieren zu können und gleichzeitig auch einen abwechslungsreichen Urlaub zu bekommen.

Am 11.1. durften wir dann unsere “neue Crew” in Empfang nehmen; wir holten die beiden im Hotel ab und gingen erst ein bisschen auf Sightseeing Tour durch Panama City zum Fisch – und Gemüse Markt; riesige Wolkenkratzer und einen kurzen Ausflug ins Shoppingcenter, damit wir für die nächsten zwei Wochen möglichst alles an Bord haben. Am Rückweg aus der Stadt noch die Koffer im Hotel abgeholt und dann mit dem Dinghy zu unserer Artemis; wenn an diesem Tag das Meer nicht so viel Rock and Roll getanzt hätte, wären wir alle auf einmal gefahren aber bei so starker Swell musste Neill zweimal fahren. Aber nachdem alle an Bord waren, entschlossen wir uns ziemlich zügig Las Brisas zu verlassen und die erste Nacht zum Segeln zu nutzen; wir hatten guten Wind und erreichten um 2 Uhr nachts unseren ersten Ankerplatz auf der Insel Pedro Gonzalez. Erst jetzt wollten Caro und Stefano ins Boot runter zum schlafen gehen; am Vormittag sprangen wir ins kühle Nass und Caro machte gleich Bekanntschaft mit einer Qualle – das Wasser hier ist sehr sandig und grün, so dass wir dieses Mistvieh leider nicht vorher bemerkt haben. Doch Caro nahm es total gelassen und meinte nur nächstes Mal machen wir es wie sonst immer, dass Stefano zuerst ins Wasser geht und nachschaut. Wir segelten weiter zur Insel Bayoneta, wo es die Möglichkeit gibt, bei Hochwasser zwischen den Inseln durchzusegeln und bei Niedrigwasser kann man zu Fuß durchlaufen. Auch dass war für die Zwei Neuland, denn bisher hatten die erfahrenen Wassersportler nichts mit Gezeiten zu tun und hier in Panama liegen die Unterschiede bei bis zu 5 Metern. Also ging Caro und ich Muscheln suchen und Insel erkunden und Stefano machte sich mit Neill daran, die Koordinaten für die Durchfahrt zu sammeln; anschließend gönnten wir uns einen ausgiebigen Schwimmgang um Sauber – na ja eher gesalzen und gesandet wieder an Bord zu gehen und auf die nächste Hochwasser Zeit zu warten um die schmale Passage zu durchqueren. Ich glaub für die beiden war es ein sehr interessantes Erlebnis und für Stefano, der die gesamte Planung übernommen hatte war der Nervenkitzel fast spürbar.

Die nächsten Tage verbrachten wir an einsamen Stränden mit Muscheln sammeln und schwimmen, denn hier war es auch für Caro möglich im klaren Wasser zu faulenzen. Einen Tag verbrachten wir auf der Insel Viveros einer zauberhaften Insel, die nach dem Vorbild Contadora angelegt wurde, um vielen Menschen die Möglichkeit zu geben hier Grundstücke zu erwerben und Häuser – eher Villen – zu bauen. Doch leider standen auf dem ganzen Weg vom Hafen zum Beachclub Balu nur fünf oder sechs Häuser, aber die waren echt klasse. Wir waren schon an meinem Geburtstag hier im Balu und konnten den Farinas einen Tag vollen Hotel Urlaub ermöglichen. Wir durften den Pool, die Duschen, die Beachbar wirklich alles nutzen ohne dass wir extra dafür bezahlen mussten – WOW!! Natürlich haben wir etwas gegessen und getrunken aber das war völlig ausreichend – stell dir das mal in einem Urlaubsort im Mittelmeer oder in Ägypten vor, du bist kein Hotelgast und darfst trotzdem die ganzen Bereiche benützen. Am Abend machten wir uns wieder auf den Weg “nach Hause” zu unserer Artemis. Wir segelten jeden Tag ein Stück mal mehr oder weniger um dann auch den für uns am weitesten entfernten Insel Canas anzukommen; letztes Mal gab es hier einen Wasserfall ganz nah am Ankerplatz, doch leider waren die Wochen vorher zu trocken und somit gab es auch keine Möglichkeit, den Beiden eine tägliche Frischwasser Dusche zu spendieren. Als wir am Anker lagen, wollten wir uns gleich noch um meinen 1. Selbst gefangen Fisch kümmern, als Stefano auf die Idee kam, den Schwanz des Fisches als Köder zu verwenden und es doch gleich nochmal mit dem Anglerglück zu versuchen. Kaum war der Köder fertig und ich hatte die Angel in der Hand fragte mich Stefano, ob sich schon was tut und ich hatte echt das Gefühl, dass wirklich jemand oder etwas am Köder rumnagt; Nach weniger als 5 Minuten hatte ich nochmal – unter sehr sehr fachlicher Aufsicht – meinen zweiten Fisch gefangen. Ich war so dankbar, dass Caro und Stefano mir ganz genau gezeigt haben, wie das mit dem Töten, Ausnehmen, Schuppen und eben alles geht, dass ich mir ganz fest vorgenommen habe, weiterhin, das Glück als Anglerin zu versuchen.

Doch am nächsten Tag ging es den Fluss hinauf und dort wussten wir, dass es Wasserstufen gibt, die den “Frischwasser” führenden Fluss vom Salzwasser trennen; hier wollten wir ein bisschen planschen. Der breite Fluss wurde immer enger und seichter, bis wir ankamen, war bereits das halbe Dorf da, um Wasser zu holen, Wäsche zu waschen, zu baden (selbstverständlich in den Kleidern, denn dann sind die auch schon sauber) Holzlatten aus dem Urwald zu schlagen und auch auf der Jagd waren ein paar Männer, denn sie hatten doch tatsächlich einen Leguan erbeutet voll cool.

Doch bevor der Wasserstand zu niedrig wurde, brachten sie alles zu den Booten und weg waren sie. Wir konnten uns noch ein bisschen Zeit lassen, denn nur wir vier im Dinghy waren nicht so schwer und so genossen wir doch noch ein bisschen “ungestörte” Urwaldromantik und dann paddelten wir gemütlich zum Hauptstrom zurück um anschließend in der Stadt La Ensalada noch ein paar Früchte einzukaufen. Wir bekamen dann auch 1 Kokosnuss, 1 Papaya und bestimmt 20 Limetten direkt vom Baum, denn Caro begleitete die Einheimische und obwohl ihr Spanisch nicht so gut war, hatten wir dass Gefühl dass die beiden sich hervorragend verständigen konnten – Italienisch und Spanisch eben. Und so machten wir uns dann langsam wieder auf den Rückweg nach Panama, da die zwei uns ja leider nicht bis nach Ecuador begleiten wollten; wir bzw. Farinas verbrachten den Nachmittag auf der Insel Pacheca und wir blieben an Bord, da Neill über Bauchschmerzen klagte und wir wollten doch über Nacht zurück nach Panama segeln. Als die beiden dann da waren, wurden Neills Bauchkrämpfe immer schlimmer und Stefano meinte, dann bleiben wir diese Nacht eben noch hier und segeln erst morgen, aber ich sagte Nein Nein das machen wir bzw. das kannst du schon. Neill war wirklich fast außer Gefecht doch um 23.30 Uhr konnte er uns beim deankern helfen und legte sich anschließend wieder hin. Stefano hatte die Planung bereits im Vorfeld gemacht und so kamen wir sehr sehr flott mit fast 7 Knoten voran; eigentlich hätte ich die erste Schicht gehabt, doch Stefano blieb mit im Cockpit und wir haben uns wirklich prächtig unterhalten; haben falls es notwendig war Wenden durchgeführt und Caro mussten wir auch nicht extra wecken – ohne Anzugeben, glaub ich wir waren ganz gut. Gegen 5 Uhr morgens verließ uns leider der Wind und so mussten wir die letzten 14 Nautikel Miles mit dem Motor zurück legen; Neill ging es besser und er meinte, den Autopiloten kann er auch beaufsichtigen und schickte uns zwei ins Bett. Gegen 7 Uhr morgens machten wir das Hauptsegel weg und fuhren in Las Brises ein und entdeckten unsere Freunde von Bengt sofort, die einen Tag vorher mit Motorproblemen zurück gekommen waren. Nach 14 Tagen zusammen auf unserer Artemis brachten wir Caro und Stefano zu ihrem Hotel und nach einem gemeinsamen Mittagessen mussten wir uns leider von ihnen verabschieden, denn Neill war jetzt auch reif fürs Bett. Ich kann nur hoffen, dass die beiden genau soviel Spaß mit uns hatten wie wir mit Ihnen; segeln, kochen, spielen, ratschen, schwimmen einfach alles. Danke für die schöne Zeit mit euch.

Weihnachten 2019

Wo wir dieses Jahr an Weihnachten sein werden 🤔🤔 keine Ahnung das einzige was sicher war, dass wir irgendwo im Pazifik feiern werden. Wir fanden einen super schönen Ankerplatz an der Insel Espirito Santo ohne Swell und nur mit einem Nachbarboot Antje, ein deutsches Paar, dass wir bereits von den San Blas Inseln kannten. Doch wir wollten unbedingt noch frisches Obst und Gemüse für die Feiertage und darum fuhren (ja leider nicht segeln, da es zur Zeit fast gar keinen Wind gibt) wir zur Insel Canas. Und zu unserer Freude fanden sich auch unsere schwedischen Freunde Elisabeth und Wim ein😀😀; dieser Ankerplatz hier ist laut Segelführer der am besten geschützteste in ganz Las Perlas. Wir fuhren mit dem Dinghy zur Insel Canas zum schoppen; im Dorf dass unglaublich sauber und freundlich angelegt ist, erstanden wir Eier, Zwiebel sowie Papaya, Limetten, Pampelmusen und Bananen – alles direkt vom Baum, denn wir warteten, bis der Mann vom Laden mit seiner Machete ausrückte und mit dem Obst zu uns zurück kam🌴🌴. Eigentlich wollten wir noch Kartoffeln doch es gab keine, da zeigte uns der geschäftige Ladenbesitzer Jam – es sieht aus wie ein braunes Stück Holz oder eine Wurzel und wir hatten keine Ahnung wie es schmeckt, doch wir haben es mitgenommen, probiert und festgestellt, dass es schmeckt;👍 wenn ihr mich jetzt fragt nach was Mmmm,?? schwierig zu beschreiben, von der Konsestens wie Kartoffeln aber ein anderer Geschmack und der Saft ist klebrig🙄. Von den Limetten hat er gleich einen ganzen Eimer geholt und Elisabeth und ich teilten uns die Früchte – aber ganz ehrlich was macht man mit ca. 30 Limetten?🤭🤭🤭 Caipirinha aber ohne Eis? Wir haben einfach einen neuen Drink kreirt: zuerst braunen Zucker mit heißem Wasser aufgelöst, dann Limettensaft und -fruchtfleisch dazu, daß alles mit weißen Rum aufgießen (ein bissl Wasser, wem es sonst zu stark ist) und fertig ist der Canasitas – ich kann euch sagen der schmeckt, doch weil er so herrlich erfrischend und süffig ist, sollte man sich von den Folgen in Acht nehmen. 🙃🙃🙈🙈

Für den heiligen Abend wollten wir zusammen mit “Bengt” den nahe gelegenen Fluß erkunden, denn hier soll es auch einen Wasserfall geben und vielleicht sogar Krokodile🤭😲😲. Gegen Mittag trafen wir uns zu unserem Abenteuer mit anschließendem Picknick, Schokoladenbrownies und Kaffee😀😀. Als wir erfolgreich den Wasserfall erreichten, plantschten wir im kühlen Frischwasser und das anschließende Picknick auf einer Steinplatte im Fluß genossen wir ebenfalls in vollen Zügen. Zum Abendessen gab’s eine schwedische Spezialität “Reiscrem Ala Malaga” oder so – voll lecker und sehr nahrhaft,😁😁🌟 aber es ist ja Weihnachten. Nach einem rundum gelungenen Tag machten wir uns gegen 22 Uhr auf den Heimweg, rudern war angesagt aber die 100 Meter waren unter einem sagenhaft schönen Sternenhimmel ⭐⭐⭐ eher zu kurz als anstrengend. Wir hatten keine Ahnung wie wir unseren Weihnachtsabend verbringen würden, doch mit Freunden in einer einsamen Bucht zu feiern war wunderschön und voll romantisch 😀😀😀

Flußfahrt zum Wasserfall

Las Perlas

Las Perlas ein Archipel im Pazifik – so so, hättest du mich vor zwei Jahren gefragt wo das ist, hätte ich gesagt keine Ahnung . Aber jetzt weiß ich, dass es eine Inselgruppe ganz in der Nähe von Panama ist.👍

Auf der Passage zwischen den Inseln

Pazifische Inseln sind ähnlich wie die atlantischen, Sandstrand, Palmen nur das Wasser ist grün und nicht blau – witzig😀😀 und hier bei Panama gibt es Gezeiten von ca. zwei bis drei Metern. Wir haben uns heute am Sonntag den 7.12. zur  Isla Bayonetta auf den Weg gemacht; zur Routenplanung brauchten wir den Bauhaus Gide, die ziemlich beste Karte für Panama und Umgebung , damit wir die Riffs und Steine finden konnten. Bei der Einfahrt stand ich am Bug um nach eben diesen Dingern Ausschau zu halten. Im Ankerfeld ist keiner außer uns und unglaublich vielen Vögeln, 😆Pelikane, Frigattenvögel und von den anderen kenn ich die Namen nicht. Wir machten uns mit dem Dinghy und Paddeln auf den Weg um die Insel zu erkunden, fanden aber leider keine Möglichkeit durch den dichten Dschungel etwas tiefer in die Insel einzudringen🌴🌴. Als wir eine Palme mit reifen Kokosnüssen fanden, versuchte Neill eine Nuss mit einer anderen abzuschießen – es blieb beim Versuch 🤭🤭🙈🙈. Außer Sandfliegen und leider auch viel Müll, den das Meer angespült hat, haben wir leider nichts gefunden.  Mit dem aufgefangen Regenwasser🌧️🌧️ von heute morgen, dass wir in unserem “schwarzen Sack” warm bzw. heiß gemacht haben, duschten wir ausgiebig und jetzt genießen wir das Rauschen der Brandung, die angenehme Wärme und stellen wieder einmal fest, dass wir es richtig gemacht haben loszufahren.😀😀 Morgen werden wir mit dem Dinghy bei Niedrigwasser einen Weg auf die andere Seite der Insel suchen, damit wir dann bei Hochwasser mit unserer Artemis dorthin fahren können. Freu mich schon auf die spannende Herausforderung .😁 Um 8.15 Uhr gings los doch weit kamen wir mit dem Motor nicht, da wir nur etwa 40 cm unterm Kiel hatten, doch wir klappten den Motor hoch und ruderten weiter. Neill zeichte unsere Route über Navionix auf, damit wir später genau wussten, wo wir zu fahren haben. Auf der anderen Seite staunten wir nicht schlecht, denn Sylivi und Mark unsere französischen Katamaran Begleiter durch den Panamakanal, ankerten dort. Um 12 Uhr durchquerten wir die Passage und trotzdem wir genau wussten, dass es tief genug war, wars ein komisches Gefühl. 🙄🤗

Auf Entdeckungsreise