Schutzengel im Einsatz

Nachdem wir alle (Elisabeth, Wim, Daniel) wieder zurück in Huahine sind haben wir uns heute am 6.8. zum Kaffee und Kuchen bei uns auf der Artemis getroffen 😀 ganz gemütlich zum ratschen. Wir saßen im Cockpit als uns ein Dinghy auffiel, in dem ein vielleicht 14 jähriges Mädchen versuchte, eine Schwimmerin zu überzeugen, aus der starken Strömung ins Boot zu steigen. Irgend etwas stimmt da nicht und alle fünf beobachteten die total “schräge” Situation 🤔. Plötzlich schrie das Mädchen und stoppte den Außenbordmotor und es sah so aus, als ob sich die Frau verletzt hatte. Kurzerhand sprangen Neill und ich ins Dinghy um zu helfen. Wir erreichten das Dinghy und stellten fest, daß die Schwimmerin total betrunken war. Sie war total verängstigt und fragte uns, ob wir sauer auf sie wären; mit viel gutem zureden (was in französisch extrem schwierig ist) konnten wir sie überzeugen zu uns ins Dinghy zu steigen und sich von uns nach Hause bringen zu lassen. Ich glaube, dass sie echt froh war, dass wir ihr geholfen haben, denn sie drückte mich so fest an sich und ließ mich fast nicht mehr los. Im Dinghy stellten wir fest, dass die Frau blutete und Neill rechnete schon mit dem schlimmsten. Doch nachdem ich die Wunde gesäubert hatte, konnte ich Entwarnung geben, Sie hatte wirklich nur einen Kratzer an zwei Zehen gehabt.

In der Zwischenzeit hatten Elisabeth, Daniel und Wim drei Jugendliche entdeckt, die ebenfalls von der starken Strömung abgetrieben wurden😲. Daniel sprang in sein Dinghy und wollte gerade die Rettungsaktion starten als im einfiel, dass er fast kein Benzin im Tank hatte. Ich rief zur Artemis, dass wir in unserer Bachskiste einen Benzinkanister haben; ich hab überhaupt nicht daran gedacht, dass wir auch einen Dieselkanister im Cockpit unter der Bank stehen haben 😲😲. Ein roter Kanister, muss Benzin sein und dann war Daniel auch schon weg; als wir von unserer Rettungsmission zurück waren, erzählten die Bengst, dass sie Daniel den roten Kanister gegeben haben. Mir wurde heiß und kalt, denn Daniel hatte den Dieselkanister an Bord. Er erreichte die Jugendlichen und sein Sprit reichte bis er die Kids erreicht hatte, doch kurz vor dem Strand war noch ein übergewichtiger Junge, der kurz vorm ertrinken war. Einer der Jungen war wieder etwas ausgeruht, so sprang er über die Seite, half dem anderen ins Boot und er schwamm an Land. Jetzt füllte Daniel seinen Tank auf und nach kurzer Zeit gab sein Motor seinen Geist auf 😵😵. Wir wieder ins Dinghy und Daniel retten, bevor er auch abgetrieben wird. Ganz kleinlaut versuchte ich zu erklären, dass wir wirklich Benzinkanister auf dem Boot haben. Doch Daniel war ziemlich gelassen und meinte, dass er das schon wieder reparieren könne. Zurück auf der Artemis haben wir uns dann erstmal ein Bier zur Beruhigung gegönnt 😜.

Heute hatten die Schutzengel dringend Unterstützung nötig und wir waren Gott sei Dank zur Stelle. Und wir haben auch wieder dazugelernt, dass unsere Kanister eine Beschriftung brauchen und das auch sofort erledigt 👍. Daniel hat seinen Motor am nächsten Tag auch wieder reparieren können 👍 und so können wir wirklich, ohne jeglichen Schaden, auf gelungene Rettungsaktion zurückblicken. 😀

Es gibt Tage…..

Es gibt Tage da verliert man und Tage da gewinnen die Anderen 🤔🤔. Was? Ich erzähle es euch, denn gestern hatte ich mal fast einen “depressiven” Tag. Ja das soll auch mal vorkommen im Paradies 🤣🤣. Wir sind ja schon eine ganze Weile hier auf Huahine, haben fleißig am Boot gearbeitet (nicht lachen), ein paar wichtige Dinge online erledigt und versucht für unsere Zukunft ein paar Weichen zu stellen.

Klar weiß ich, dass immer mal wieder etwas kaputt geht, doch wenn du jeden Tag etwas reparierst und zwei andere Sachen den Geist aufgegeben, gerät selbst mein Optimismus ins Wanken. Und dann werd ich als Allgäuerin “budelnarret (bzw. stinksauer 🤣🤣). Aber ich fang am besten von vorne an: seit wir unsere Wanten gewechselt haben und viel Wind bläst, hatte Neill das Gefühl, dass der Mast vibriert. Zu allem Übel haben wie dann festgestellt, dass unser Kuttersegel (danke Daniel, ansonsten hätte ich keine Ahnung, wie das in Deutsch heißt 🤣) nicht richtig am Rumpf befestigt ist.  Beim herrunternehmen des Segels ist dann der Imbusschlüssel im Profil  abgebrochen und wir mussten mal wieder improvisieren 👍. Damit das ganze Rigg dann wieder die richtige Spannung hat, haben wir einen Termin mit dem Rigger in Raiatea ausgemacht. Nur vorher noch schnell einkaufen, dabei hat dann unser Außenbordmotor den Geist aufgegeben 🙈🙈 aber Dank Daniel (er hatte den genialen Tip mit Nautisport in Raiatea) haben wir dort auch einen neuen Motor bekommen 👍.

Um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden haben wir dann noch in Raiatea Elisabeth und Wim getroffen und ein schönes Wochenende verbracht. Als wir am nächsten Morgen losfahren wollten, hab ich festgestellt, dass das Funkgerät nicht mehr funktioniert und unser Hauptmotor Wasser leckt. 😡Aber die Segel funktionierten super und so konnten wir problemlos nach Huahine segeln. Zum Glück waren die Bengt schon da und konnte uns beim Motor reparieren tatkräftig unterstützen. Vom Impeller war ein Stück abgebrochen doch wir hatten wahnsinniges Glück, dass dieses Teil noch im Schlauch stecken blieb und nicht den Motor beschädigt hat. Jetzt müssen wir nur noch eine neue Dichtung besorgen und dann sollte alles wieder dicht sein.

Neill hat heute noch das Funkgerät repariert und nichts neues ist kaputt gegangen 👍👍; jetzt sieht die Welt doch gleich wieder freundlicher aus und meine gute Laune ist zurückgekehrt 😀😀.

Regentag in der Südsee

Ja auch hier kann das vorkommen, das es regnet und zwar wie aus Eimern und noch dazu ist es kalt 😲. Meine Tochter würde jetzt sagen: “Mama, definiere kalt” und ich würde sagen ja ich denk so um die 22 ° und im Wind wirklich ungemütlich, so daß ich heute mal ein T-Shirt anziehen muss 🙈😂.

Aber am Vormittag haben wir doch wenigstens ein bisschen das Unterwasserschiff von Artemis geschrubbt aber  auch diesmal im Neoprenanzug. Hinterher waren wir so erschöpft, dass wir den Rest des Tages mit lesen, spielen und jetzt mit Computer arbeiten verbracht haben. Dazu gab es lauter gesunde Sachen wie Chips und Schokolade 😂. Also ihr seht schon, dass es uns richtig schlecht geht.

Als wir unsere zweite Radtour um die Insel machten, haben wir dann auch die blauäugigen heiligen Aale gefunden. Die lagen dort im Bach vollkommen faul rum, doch als ein Touristenführer mit Gästen kam, brachte er eine Dose Thunfisch zum füttern mit. Da wurden die Kerlchen dann doch tatsächlich wach und agil 😀.

Das Museum hatte auch auf und wir haben viel über die Geschichte hier in Huahine erfahren, wie z.B. die Fischfallen funktionieren, wie die Baströcke aussahen und von Ausgrabungsarbeiten. Wir fanden außerdem die Marais aufm Berg und wir kamen uns vor wie Indianer Jones als wir die eingewachsenen Tempelanlagen betraten und mit etwas Fantasie könnte man die Kokosnüsse auch für Totenköpfe halten. Am Rückweg fanden wir noch eine paar über reife Managos, die dann endlich mal wieder zu Chutney verarbeitet werden konnten, also alles in allem eine sehr erfolgreiche Tour .

Hilferuf aus Raiatea

Unsere australischen Freunde Anni und Dirk haben uns einen “Hilferuf” aus Raiatea geschickt. Bereits zwei Tage später machten wir uns auf den Weg, laut Wetterbericht super Bedingungen, 15 Knoten Wind in die richtige Richtung 👍. Kaum waren wir unter Segel, ließ der Wind nach und wir tümpelten mal wieder rum 😒. Hinter uns segelt ein Katamaran und kommt immer näher und näher 🤔?Was machen wir nur falsch? Wir setzen das Hauptsegel und ganz langsam kommt der Wind zurück. Unser Mitsegler hat uns zwischenzeitlich überholt, er hat seinen Motor laufen 😝😝, wie unfair. Aber nun zum Grund ihres Hilferufes: Sie hatten in Panama zuviel Wein eingekauft und da sie nur für drei Monate hier in französisch Polynesien bleiben durften, hatten sie einfach zuviel um damit nach Hause nach Australien zu segeln 🤔🤔.

Selbstlos wie wir sind haben wir uns gleich auf den Weg gemacht um den super günstigen Wein zu erwerben 👌😜😀. Alkohol ist hier in französisch Polynesien unglaublich teuer und Wein können wir uns kaum leisten, deshalb haben wir die 25 Seemeilen sehr gerne in Kauf genommen.

Annie und Dirk unsere Wohltäter

Wir haben zwei wunderschöne gemeinsame Abende mit den Beiden verbracht und in Taha, im Korallen Garten das letzte Glas Wein zusammen getrunken. Wir wollten zurück nach Huahine und die Zwei weiter nach Bora Bora; nächsten Morgen um 6 Uhr setzten wir die Segel um möglichst noch bei Tageslicht wieder zu ankern. Was für ein Glück, denn kaum waren wir weg zog eine “Monster Squall” auf 😲😲 mit Regen wie aus Eimern und kräftigen Windboen. Annie und Dirk haben uns später geschrieben, dass sie erst gegen Mittag das Ankerfeld verlassen konnten. Da waren wir schon fast zurück in Huahine; diesmal hatte der Wetterbericht recht gehabt und die Windrichtung stimmte ausnahmsweise mit der Vorhersage überein. Gegen 16 Uhr konnten wir unseren Anker wieder ins Wasser lassen, gemütlich einen Ankerkaffe trinken und Huahine genießen .

Huahine

Huahine Erkundung

Als wir ins Ankerfeld in Huahine eingefahren sind, haben wir erstmal nach “Esprit” dem Boot von Annie und Dirk Ausschau gehalten. Wir fanden sie ganz nah am Riff; Dirk rief uns zu, dass es hier eine sehr starke Strömung gibt und es auch sehr …. RUMPS!! da haben wir schon BODENBERÜHRUNG!!!!gehabt. Mist, wir sind auf einen Korallen bomb aufgefahren 😠😠😲. Ganz vorsichtig versuchten wir wieder Rückwärts zu fahren und ohne großen Schaden wieder herunter zukommen. Geschafft 👍 wir ankerten kurz, damit Neill ins Wasser springen konnte um sich die Bescherung anzuschauen. Glück gehabt, nix kaputt nur ein bißchen Antifouling abgekratzt aber kein Schaden. Daraufhin haben wir direkt vor der Stadt geankert und dann auch gleich noch Daniel auf seiner “Elin” entdeckt. So schön, denn seit Kauehi hatten wir Ihn nicht mehr gesehen. Er kam dann auch gleich am Nachmittag auf einen Kaffee vorbei und dazu gab es natürlich frisch gebackenen Kuchen. Endlich mal wieder mit ihm philosophieren und erfahren, was die letzten Monate beim anderen passiert ist.

Wir staunten nicht schlecht, als schon einen Tag später auch “Bengt” mit Elisabeth und Wim und noch ein schwedisches Boot “Hakunamatata” mit Andreas und Cecilia einlief 😀. Für “Bengt” hatten wir Ersatzteile aus England mitbestellt und Wim war schon ganz gespannt darauf, wie sein neues Windgenerator Kontrollgerät funktioniert. Nach einem ausgiebigen Ratsch haben wir uns mit allen anderen für den nächsten Tag im Jachtclub von Huahine zur Happy hour verabredet. Mit zehn Leuten hatten wir einen riesigen Tisch und es wurde viel gelacht und erzählt. Wir wollten am nächsten Morgen ganz früh raus und mal wieder radeln gehen, doch noch bevor der Wecker klingelte war klar, dass wir unsere Tour um einen Tag verschieben werden. Es hatte nämlich die ganze Nacht geregnet. Einen Tag später war es zumindest beim zusammenbauen trocken, doch nach kaum 2 Km mussten wir uns schon unterstellen, weil es wie aus Eimern geschüttet hat 🙄. Doch nach 20 Minuten hatte es fast aufgehört und wir konnten unsere Neugier auf Huahine stillen. Die beiden Inseln Huahine-Nui (die große Insel) und Huahine-Iti (die Kleine) sind durch eine Brücke verbunden.

Wir haben hier unglaublich große, sehr gut erhaltene Marae (Tempel) gefunden. Sogar ein Touristenzentrum haben sie hier, wo scheinbar viel von der Geschichte von Huahine erklärt wird, doch das hatte leider zu 🙄.

Doch auch unsere Fitness war gefordert, da es hier wirklich immer bergauf und bergab geht. Einen steilen Pass mit 15% Steigung haben wir gefunden, zwar nur 1 Km lang und das hab ich als Herausforderung gesehen und ausprobiert. Puh, das war ganz schön steil oder ich bin gar nichts mehr gewöhnt 😜, doch oben angelangt war ein Schild in die andere Richtung, das ein 30% Gefälle anzeigt 🤔?? Was denn nun? Neill hat von Anfang an geschoben und nur gemeint, dass er gleich dachte das 15% niemals ausreichend sind. Nach ca. 60 km und ca. 700 Höhenmetern hatten wir dann auch genug. Leider haben wir die “Blauäugigen Aale” nicht gefunden, aber vielleicht klappt es ja nochmal mit einer Radeltour. 😅😂.

Langweilig ???

Fünf Wochen Moorea 😲😲wirklich unglaublich wie doch die Zeit vergeht und trotzdem haben wir uns nicht gelangweilt. Meine Freundin Sarah hat geheiratet und wegen Covid konnten die ganzen Freunde ja nicht kommen, deshalb hatten die Trauzeugen eine Mega Idee .Jeder dreht einen Film für das Brautpaar und so kam es dazu, dass wir jetzt auch unter die Filmemacher gegangen sind. Da wir soviel Spaß daran hatten und man so viel von unserem Leben sehen kann, haben wir einen Film für alle gemacht.

Wir haben angefangen unsere zukünftige Wohnung, die als Ferienwohnung vermietet wird, zu planen. Neill macht das in 3 D über ein Programm das Blender heißt, was ziemlich umfassend und auch ganz schön knifflig ist. Da bin ich froh, dass ich mir eine einfachere Tätigkeit ausgesucht habe 😂. Ich versuche ein Kochbuch und ein Fotobuch für unsere Wohnung zu machen, totales Neuland für mich, doch es macht richtig Spaß, wenn am Schluss dann genau das dabei rauskommt, was ich wollte. 👍

z.B. das hier

Wir haben neue Leute kennen gelernt, mehr oder weniger viel Zeit mit Ihnen verbracht und neue Freunde gewonnen. Mit Annie und Dirk von der Segelyacht Esprit haben wir viel unternommen, ob beim wandern oder gemeinsamen Essen, wir hatten riesigen Spaß. Für Sonntag den 30. Mai wollten wir zusammen nach Huahine segeln und am Vormittag haben wir die beiden noch besucht und gemeint, dass wir schon gegen Mittag los wollen, weil wir nicht so schnell sind 😲🤣.

Auf unserer Artemis angekommen, wollte Neill nur noch schnell auf die Toilette und da konnte er nicht mehr abpumpen. Das WC war verstopft 😠😠😠 also nichts mit segeln, zuerst wieder die Toilette funktionstüchtig machen. Ich kann euch sagen, das ist wirklich eine sche… Arbeit, im warsten Sinne des Wortes. Doch um 17 Uhr war alles repariert und dann ging es eben erst am Montag los, der Wind sollte genauso gut sein wie am Sonntag, deshalb machten wir uns auch gar keine Sorgen.

Ich schreib SOLLTE, denn wir mussten doch wirklich fünf Stunden unter Motor fahren, da leider überhaupt gar kein Wind war. Doch dann kamen die 15 Knoten doch noch und wir erreichten Huahine am frühen Morgen, nur eben einen Tag später. Moorea verabschiedete uns mit einem wunderschönen Regenbogen und ich bin ja mal gespannt, ob wir wirklich das letzte Mal hier waren 😂😂.

1 Jahr in französisch Polynesien

Ist es wirklich möglich? Kann es echt wahr sein, dass wir jetzt schon seit einem Jahr hier in französisch Polynesien sind😲😲.

Als wir nach 54 Tagen auf dem Pazifik in Hiva Oa angekommen sind, wussten wir noch nicht, daß wir für jedes Archipel Zeit haben würden. Neill war am Anfang so traurig, dass wir hier nicht länger bleiben können, doch “Dank oder Wegen Covid” haben wir die Chance bekommen, dieses Land und seine Bewohner besser kennen und lieben zulernen. Wir haben angefangen Französisch zu lernen, was wirklich “tres difficil” ist. Doch wir werden belohnt, wenn wir uns dann mit Einheimischen unterhalten können und außerdem macht es wirklich unglaublichen Spaß etwas neues zu lernen.

Blick vom Magic Mountain in Moorea

Ja auch wenn wir über 50 sind 🤭 lernen wir jeden Tag etwas neues, klar brauchen wir vielleicht etwas länger, aber das macht uns nichts aus.

Sehr oft werde ich gefragt, was denn die schönste Insel ist und ich kann nur immer wieder darauf antworten, dass jeder Fleck anders und auf seine Weise ganz speziell ist. Die Berge, die Riffs, die Unterwasser Welt, die verschiedenen Früchte, die unterschiedlichen Dialekte einfach das ganze Land ist ein kleines Paradies. Ich habe gelesen, dass Segler nach ihrer Weltreise zurück nach Polynesien gekommen sind, denn sie meinten, dass es keinen schöneren Flecken gibt. Und ein bisschen kann ich das auch jetzt schon verstehen 😆😆.

Die Austral Inseln, die Tuamotus, die Marquesas oder auch die Gesellschaft Inseln können unterschiedlicher nicht sein und trotzdem umgibt alle ein besonderer Flair. Das einzige Archipel das uns noch fehlt sind die Gambies, doch auch das werden wir noch schaffen 🙈🙈, denn immerhin wollen wir ja schon seit Anfang des Jahres dort hin. Doch da weder Neuseeland, Australien oder irgend ein anderes Land seine Grenzen öffnet, sind wir nicht in Eile und genießen einfach die Südsee in vollen Zügen.

Touristenattraktionen 😀😀

Langsam würde es mal wieder Zeit zum Radeln 🤣 nach den Australs sind wir in den Societies richtig faul geworden. Doch in der Opunohu Bucht konnten wir gut an Land gehen und durften unser Dinghy mit den Fahrradtaschen bei Jean Paul lassen. Entweder sind wir nichts mehr gewöhnt oder der feuchte Boden hat uns ganz schön ins schwitzen gebracht, doch auf Belvedere angekommen wurden wir mit einem traumhaften Blick belohnt. Auch den Magic Mountain haben wir diese Woche erklommen, na ja es ist eher ein Hügel, doch der Blick übers Riff ist beeindruckend. Ich glaube, dass wir zum ersten Mal Eintritt bezahlt haben, um auf einen Berg zu gehen 😲🤣, wie richtige Touristen eben 😆. Anschließend gab es im Kiosk noch selbstgemachte Marmelade zu probieren, voll lecker. Wir kamen mit der Angestellten ins Gespräch und erfuhren, dass sie auf der Insel in Hao geboren wurde und jetzt mit ihrem Mann und ihren Kindern hier in Moorea lebt. Nur einmal konnten sie ihre Eltern besuchen, da sie Flüge von Archipel zu Archipel unwahrscheinlich teuer sind 🙄🙄. Zum Abschluss schenkte uns Diana, so heißt die junge Frau, noch eine Tüte Früchte.

Als wir letztes Mal in Moorea waren haben wir schon nach den Unterwasser Tikis (Tikis sind Steinfiguren, die Halbgötter sind) gesucht und auch einen gefunden. Ja ganz nett aber nichts spezielles. Jetzt haben wir jede Menge Zeit und nach drei anstrengenden Tagen Unterwasser Schiff sauber machen haben wir den Unterwasser Garten gefunden.

Mittlerweile ist hier eine Boje, wo wir unser Dinghy fest machen können und jetzt haben wir die 12 Tikis auch gefunden. Wirklich beeindruckend, wenn Korallen an den Tikis wachsen und kunterbunte Fische umher schwimmen 👍. Wir haben gelesen, dass diese Tikis hier im Wasser sind, aus Protest an die Missionare, die in der Christianisierung alle Tikis als Götzenbilder in den Ozean geworfen haben. Jetzt haben wir wieder etwas dazu gelernt 🤣.

Zurück in Moorea

O ja wie ihr richtig lest, sind wir wieder in Moorea. Moorea hat uns beim letzten Mal schon so gut gefallen, dass wir einfach nochmal vorbei geschaut haben. Wim, von der Segel Yacht Bengt ist zur Zeit Strohwittwer, da seine Elisabeth in Schweden ist und er wollte auch nicht, die ganze Zeit in Port Phaeton verbringen, so sind wir gemeinsam nach Moorea aufgebrochen. Vom versprochenen Wind konnten wir nur träumen und so haben wir sage und schreibe zehn!! Stunden den Motor angehabt aber was solls 🙈😲😜.

Wir haben auch alte Bekannte wieder getroffen, wie Marco einen jungen Italiener, der als Segel Crew unterwegs war, doch jetzt hier in Moorea lebt und arbeitet; Michelle, eine junge Schweizerin, die wir hier vor sechs Monaten kennen gelernt haben, trafen wir am Strand. Die Welt ist einfach ein Dorf und man trifft sich immer wieder.😀

Wir waren radeln, wandern, schnorcheln und haben das gute Internet in vollen Zügen genossen 🤣🤣und langweilig wird es uns so schnell nicht. Unsere weiteren Pläne?? Vielleicht schaffen wir es ja doch irgendwann mal nach Gambier? 🙈😂Und wenn nicht gleich dann eben später 😀 Bloß koin Streß 😂😂

Lebensweisheiten

Gestern hat Neill gemeint, er muss jetzt endlich einen bzw. zwei Blog Beiträge schreiben, die ihm schon so lange im Kopf rum geistern. Ich meinte, dass momentan nix besonderes passiert und ich nicht weiß worüber ich schreiben soll.

Das war gestern; heute morgen haben wir mit Barbara einer sehr sehr lieben Freundin telefoniert und sie meinte, ich hab so viele Fragen: Wie wäscht du dein ganzes Zeug? Ich meinte alles wird von Hand gewaschen, doch wir brauchen ja Gott sei Dank nicht so viel. Wasser kommt von unserem Wassermacher, erwärmt wird es von der Sonne (im schlechtesten Fall mit Gas) und dann mit Waschpulver in eine 15 Liter Box eingeweicht und dann gewaschen. Handtücher und Bettwäsche sind schwieriger, weil die soviel Wasser brauchen und da freuen wir uns, wenn es regnet und wir Wasser in unserem Dinghy sammeln können. Dann wird gewaschen und an einer Wäscheleine quer übers Boot aufgehängt und bei unseren warmen Temperaturen und meistens mit Wind ist die Wäsche dann auch schnell wieder trocken.

Feuchtigkeit? Yep das ist ein Thema. Bei einer so hohen Luftfeuchtigkeit ist alles etwas feucht, keine Ahnung wie ich das erklären soll. Im Allgäuer Dialekt würde ich sagen es ist etwas “klamm”, doch solange die Sonne scheint, ist das kein Problem denn wir haben mit unserem Windfänger eine hervorragende Klimaanlage und alles wird super durchlüftet. Nur wenn es mal zwei Tag regnet und wir keine Möglichkeit haben zu lüften oder die Polster und Matratzen raus zu stellen wird alles etwas feucht. Doch auch das ist nach ein paar Stunden Sonnenschein wieder erledigt.

Heimweh? Ich bin durch und durch Allgäuerin und liebe meine Heimat sehr, aber momentan genieße ich es, die große weite Welt zu entdecken. Natürlich vermisse ich vor allem meine Kinder, Freunde und Bekannte sehr. Doch ich bin unglaublich froh, dass es mit WhatsApp möglich ist zu telefonieren, Bilder hin und her zu schicken, zu schreiben und somit auch weiterhin an ihrem Leben teilhaben zu können, sich auszutauschen oder einfach mal kurz Hallo sagen zu können.Wir haben auch z.B. mit Freunden Online gespielt, Gremmel hat eine Plattform geschaffen über die wir uns sehen konnten, reden und spielen. Wahnsinn. Sandra in Kempten, Gremmel und Wera in Gschwend und wir in Tahiti. Mit unserer Sportgruppe hab ich online Gymnastik gemacht; der einzige Unterschied war, dass ich im Bikini in der Sonne stand und die anderen in Sportkleidung im Wohnzimmer waren. Anders wäre es in Covid Zeiten auch nicht möglich, selbst wenn wir im gleichen Ort leben würden.

Zukunftsängste? Da sind wir glaub ich einfach viel zu optimistisch, um uns Sorgen zu machen über Dinge, die wir nicht ändern oder beeinflussen können. Wir genießen das JETZT und sind glücklich und zufrieden mit dem was wir haben und bekommen. z.B. gibt es Bananen essen wir die, bekommen wir Mango dann eben das. Ich glaub es ist einfach so zu leben und damit auch zufrieden zu sein. Wenn ich das so lese, fühl ich mich fast wie ein “Guru” der irgendwelche Lebensweisheiten erstellt, aber es ist nicht so schwer mit wenig glücklich und zufrieden zu sein.