Tahanea Ost

Eigentlich wollten wir ja nur kurz hier bleiben und die Wetterberichte waren auch nicht sooo schlecht dass wir uns noch in den Osten des Atolls aufmachen mussten aber wir waren einfach neugierig und im nachhinein sind wir super froh, daß wir noch in den Osten gefahren sind 👍👍. In unserem Ankerfeld warteten bereits die Nomaden (Doris und Wolfgang) sowie Of 2 Z (Vaughan und Aimee) auf uns. Dieses Motu ist wirklich sowas von unglaublich schön ; ankern in 3 Metern Tiefe in türkis blauen Wasser ohne Korallen Türme, weißer Strand, Palmen einfach wie aus einem Urlaubsprospekt nur real und außer uns sechs Segler kein Mensch. Am Abend traf man sich zum Sonnenuntergang am Strand auf einen Drink ; wir haben kurz entschlossen für Donnerstag Abend 6.8. die ganze “Bande” zum Abendessen eingeladen.

Als Bella (Ulrike und Matthias) mittags eintrudelten waren wir eben zu acht statt “nur” zu sechs 🤭🤭. Aimee fragte ob sie ihr Essen selbst mitbringen sollte, weil sie Vegetarierin ist, doch wir sagten : Vegetarisch ist kein Problem, nur vegan können wir noch nicht kochen. Als Vorspeise gab es selbst gebackene frische Semmel mit Chutney und eingelegten Eiern, zum Hauptgang Curry mit Reis (für Aimee Pizzabrot ) und als Dessert Schokoladen- und Kokosnusskuchen (von Aimee). Ich kann euch sagen, wir hatten soviel Spaß und man konnte unser Lachen über die ganze Bucht hören.

Nach ausgiebigen Gesprächen erfuhren wir, dass Aimee Yogalehrerin ist und wir überredeten sie uns am nächsten Tag um 15.30 Uhr eine Yoga Stunde am Strand zu geben . Sie hat es soooo gut gemacht und wir waren so motiviert, dass wir uns gleich jeden Tag zum Yoga trafen. Unsere steifen Glieder wurden mobilisiert und mit guten Vorsätzen unsere Übungen weiter zu machen haben wir unsere Yoga Gruppe am 10.8. mit einem weinenden Auge verlassen und uns auf den Weg nach Fakarava gemacht 😪. Nur gut zu wissen, dass wir so ziemlich alle die gleiche Route haben und das wir auf ein Wiedersehen nicht zu lange warten müssen 🤭🤭.

Yoga in Tahanea

Tahanea Nord

Planmäßig zum Geburtstag meiner Kinder 30. und 31.7. waren wir zurück in Makemo Stadt und wir konnten wirklich miteinander telefonieren 👍👍. Es war so schön ihre Stimme zu hören und jetzt wollten wir weiter nach Fakarava, viele von den anderen Booten machen noch einen Halt in Tahanea und unsere Mädels in der Bäckerei haben uns auch erzählt, dass es dort so schön sein soll. Also warum eigentlich gleich dort vorbei rasen? Nach einer Nacht segeln erreichten wir das Atoll und bogen nach links ab auf unseren auserwählten Ankerplatz. Wir sahen auf der rechten Seite ca. 10 Masten und freuten uns auf einen “einsamen” Platz. Am Funk konnten wir alle unsere Freunde hören und wir erklärten “nicht unsozial” sein zu wollen aber dass wir die Ruhe und Einsamkeit kurz genießen wollen 🤭🤭. 🏝️

Unsere Ankerbucht. (Bild von seenomaden.at)

Am nächsten Morgen kam Ballou ( Bob und Anne) in unser Ankerfeld und fragten uns, ob wir mit ihnen durch den Pass driften bzw. schnorcheln möchten. 😲😲Was für eine Frage 👍👍Na klar, super gerne. Um 9.30 Uhr gings los und es war einfach toll: Korallen, Fische, Strömung und ja auch ein paar Haie🦈😃😃, als wir durch den Pass waren gings wieder rein ins Dinghy und nochmal. Anne liebt es wenn die Strömung stark ist und du echt schnell durch geschoben wirst, also nochmal 👌👌leider haben wir nur einen Außenbordmotor mit 2.2 PS und somit konnten wir nicht gegen die Strömung anfahren 😏😏aber das war egal 🤗🤗wir haben auf die Beiden gewartet und morgen früh werden wir unser “Eremiten Leben” aufgeben und bei den anderen ankern. Damit wir dann morgen noch den nächsten Pass durchdriften können 😁😁

Makemo

Ein bisschen mulmig war mir schon als wir uns am Eingang zum Makemo Riff befanden, nachdem wir ja schon schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Doch dieses Mal lief alles sehr gut ohne große Gegenströmung konnten wir vor der Ortschaft ankern und diesen erkunden. Als Frankreich hier in der Gegend die Nukleartests durchgeführt hat, war Makemo wohl das Basislager und deshalb gibt es hier sogar eine Kathedrale 😲, einen Leuchtturm und viele große Gebäude. Wir hatten Glück denn am nächsten Tag war Feiertag – zum Gedenken der Sturm der Bastie – und trotzdem war die Bäckerei geöffnet. Die beiden Damen dort sprachen exzellentes Englisch und wir konnten sie alles fragen was wir wissen wollten und mangels unserer französisch Kenntnisse nicht in Erfahrung bringen konnten. Wir fragten ob wir uns hier irgendwo Räder ausleihen können doch die Chefin meinte, wenn wir bis Mittag wieder da sind können wir ihre Dreiräder benützen und das natürlich kostenlos. Wir probierten das natürlich aus und es war schon gewöhnungsbedürftig ohne Bremsen und Gangschaltung aber dafür mit viel zu niedrigen Sattel zu fahren. Wir hatten riesigen Spaß und nach 25 km brachten wir unsere Leihräder gerne zurück. Im Ort gab es gleich eine ganze Festwoche mit verschiedenen Attraktionen 👍. Am Vormittag spielten die drei verschiedenen Ortsteile gegeneinander Volleyball, Basketball und Fußball, wobei das gewinnen nicht im Vordergrund stand, denn wenn ein Spieler eine besonders gute Leistung gebracht hatte, bekam er genauso Beifall von den “Gegnern” wie vom eigenen Team und natürlich den Zuschauern, denn keine Frage dass fast alle Atoll Bewohner anwesend waren. Natürlich waren auch wir Segler fast vollzählig anwesend und die 2. Bürgermeisterin bedankte sich bei uns fürs zuschauen. Beim anschließenden Einkehrschwung, stellten wir erstaunt fest, dass von 17 Seglern gerade mal zwei nicht deutschsprachig waren und dass ist wirklich etwas Besonderes. Am nächsten Tag haben wir unseren 1. Driftschnorchelgang gemacht und es war einfach mega toll. Ich hab von Sybille einen Neoprenanzug bekommen und dann gings los. Du gehst ins Wasser und lässt dich von der Strömung mit treiben, echt genial und überhaupt nicht anstrengend. Dank Neoprenanzügen konnten wir auch lange im Wasser bleiben und ich war so glücklich, dass ich nicht gefroren hab, denn beim letzten Mal wars mir sehr schnell saukalt😨😨. Sybille hat mir gleich noch den Anzug geschenkt und jetzt können wir viel länger schnorcheln 👍👍 Tausend Dank nochmal liebe Sybille 😘😘.

Weil fürs Wochenende ein starker Wind, in diesem Fall der Maramu angesagt war, suchten fast alle Boote die geschützte Bucht im Nordosten des Atolls auf. Hier an diesem Strand ist es wirklich unbeschreiblich schön, türkisblaues, durchsichtiges Wasser, Palmen Strand, Korallen Riffs und und und…. Postkarten Gegend.🏝️🏝️ Sybille und Bo kaiten bei 20 Knoten Wind und wir genießen es ihnen zuzuschauen. Das Boot Stella Maris hat ein BBQ am Strand organisiert und wirklich alle Segler sind gekommen und wir hatten riesigen Spaß am Lagerfeuer und Hubert der Einsiedler, dem dieses herrliche Fleckchen Erde gehört, war auch da und wurde kulinarisch mitversorgt. Vom Nudelsalat über Kuskus, Fleisch, Kuchen, frisch gebackenes Brot sowie Stockbrot, Pizza, Popcorn und vieles mehr gab es zu probieren und mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen 😀😀 wenn ich daran denke. Aufgrund des anhaltenden Windes und der Sonne sind unserer Batterien voll und unser Wassertank ebenfalls und so sind wir in der glücklichen Lage, anderen Seglern die keinen Wassermacher haben, frisches Wasser zu geben. Ein sehr schönes Gefühl helfen zu können und zu wissen, dass kein Diesel verbraucht werden muss. Eric ein Schweizer Segler hat heute Unterricht im Brot backen gegeben; sein Sauerteig Brot ist wirklich der Hammer und jetzt hat er die meisten Boote mit Sauerteig versorgt und dann kann die Produktion beginnen 😃.

Raroia

Unser 1. Atoll Neill hatte versucht die Tides zu berechnen und wann wir am Eingang sein sollten um am wenigsten Gegenströmung zu haben usw.. Unser Navionic Programm, Wim, Davo (zwei Segelfreunde, die unser Wetter Routing machen) und ein anderes Programm gaben uns drei verschiedenen Zeiten von High- und Lowtide an 🙄🙄🙈🙈, also blieb uns nichts anderes übrig als vor Ort zu entscheiden wann wir reinfahren;

Wir erreichten die Einfahrt um 9.30 Uhr und es sah ganz gut aus, also dann nix wie los. Neill am Tiller und ich war damit beschäftigt die Geschwindigkeit im Auge zu behalten. Die Eingangspassage ist ein Korallen Kanal und wenn du über die Seiten schaust, kannst du Korallen Wände sehen 😲😲 beeindruckend aber auch total beängstigend. Wir benötigten für eine Länge von 0,3 Nautikel Miles 48 Minuten was eine atemberaubende Geschwindigkeit von 0,36 Knoten im Durchschnitt ergibt 😲😲😲Danach waren wir erst mal platt 😒😒 doch wir mussten weiter zu unserem Ankerplatz und durch die Riffs und Korallen Türme. Wir haben die Route anhand von Seekarten und heruntergeladen Satelliten Bildern gemacht und jetzt stand ich am Bug und hielt Ausschau. Gott sei Dank kam die Sonne raus und ich konnte die Riffs rechtzeitig sehen. Nach ca 2/3 der Strecke waren überall Bojen von Perlenfarmen und denen mussten wir ausweichen 😲😲😲 also im Blindflug 🙈 und es war nur einmal a bissl knapp 🤭🤭. Wir waren so happy am Anker zu sein, doch wir wollten auf jeden Fall prüfen ob nicht im Umkreis Korallen Türme sind und so sprangen wir mit Taucherbrille ins Wasser – zum Glück – denn wir fanden wirklich welche 😏😏 also nochmal 😃😃nicht zur Strafe nur zur Übung. Beim zweiten Mal war es dann auch gut, doch auch dieses Mal kontrollierten wir unsere Position und entdeckten dann auch unseren 1. HAI in der Lagune. Die Wettervorhersage prognostiziert für die nächsten fünf Tage starken Wind und somit werden wir uns nicht bewegen 😆😆😆 bzw. unsere Artemis nicht. Wir hoffen dass wir a bissl schnorcheln und die Inselwelt entdecken können, aber im Moment haben wir Windstärken von 20 – 25 Knoten hinterm Riff 😲.

Atolle

Wir haben jetzt fast drei Monate in den Marquesas verbracht und jetzt werden wir uns in Atollen im glasklares Wasser rumtreiben und schnorcheln und was man da noch so alles machen kann 😃. Am Freitag 3.7. Verabschiedeten wir uns von Wim und Elisabeth in Fatuhiva und los gings zu den Tuamotus, jetzt kommen die Korallenriffe und flache Inseln mit Palmen so wie man – ich muss gestehen, dass ich mir die Südseeinseln genauso vorgestellt habe 🏝️🏝️. In Nuko Hiva hat Neill super Informationen von Stephen bekommen welche Atolls besonders schön sind und bei welchen die Einfahrten zu welcher Tages- und Gezeitenzeit am besten zu passieren sind. Auf unserer “Anfahrt” haben wir gleich mal die Iles du des Appointment – eine Atoll Gruppe – gesehen, wir waren total happy dass wir am Nachmittag vorbei gefahren sind und die Insel Napuka mit ihren paar Häusern und sogar einem Flugplatz genau sehen konnten; witzig war auf jeden Fall dass wir auf unserer Navionic Karte – 🤭die sind hier nicht sehr genau- über das Riff gefahren sind.

Hier mitten im Pazifik neben fünf Häusern also wirklich am Ar… der Welt🙄🙄 fängt plötzlich mein Handy an, Nachrichten zu empfangen und ich sende auch gleich einen Status 😃😃. Liebe Grüße aus dem nirgendwo 😆😆

Zuerst wollten wir ja nach Amanu aber da es nochmal 100 Nautikel Miles weiter gewesen wäre und das Wetterfenster zu klein war, haben wir uns dann für Raroia entschieden und ich bin schon total gespannt auf die Riffs und Korallen Türme, hoffentlich entdecken wir alle 🙈🙈😜 denn es soll gar nicht so einfach sein 🙄🙄

Ua Pou und der Schokoladen Mann

Mit Ua Pou haben wir nun die letzte der bewohnten Inseln der Marquesas besucht.👍 Wie wir schon in Nuku Hiva gehört haben soll hier ein Deutscher leben, der Schokolade macht und alle dafür benötigten Zutaten selbst anbaut. Da waren wir natürlich super neugierig, denn Schokolade ist ein absolutes MUSS auf unserer Artemis. Neill nennt mich manchmal einen “Schokoholik”😜 nicht weil ich ohne nicht leben kann, aber doch sehr nervös werde, wenn keine Schokolade an Bord ist.

Wir fragten im Ankerfeld, wo wir denn Manfred finden können und bekamen als Weg beschreibungen: folgt der einzigen Straße und dann an der Abzweigung rechts und später nochmal rechts und wenn ihr dann die Hunde bellen hört seid ihr da😀😀.

Für den Heimweg gab uns Manfred noch einen ganzen Haufen Früchte mit und schwer bepackt und beeindruckt machten wir uns auf den Rückweg. Wie kommt man hier auf die Idee Schokolade zu machen 🤔🤔🤔 keine Ahnung 🙄🙄🙄 aber Manfreds Kreativität sind keine Grenzen gesetzt 👍👍 und seine Schokolade einfach nur himmlisch 😃😃.

Nach ca. 3 km fanden wir Manfreds Reich und klopften mit einem Kochlöffel auf die Pfanne, denn das ist die Klingel. Ein Trio von Hunden begrüßte uns und Manfred hinterher 😀. Als erstes verewigten wir uns – als Segler auf einem Sonnensegel im Garten – dann zeigte uns Manfred sein Reich. Er erzählte uns, wie er hier gelandet ist und was er in seinem Leben schon alles erlebt und gemacht hat. Natürlich bekamen wir ausgiebig Schokolade zum probieren und uns tat die Wahl weh, bei der Entscheidung welche wir mitnehmen wollen 🙈🙈, denn sie waren einfach genial mmmmm……. 👌👌

Vaipo Wasserfall

Von der Anse Hakatea Bucht aus machten wir uns auf den Weg zum Vaipo Wasserfall. Nachdem uns alle erzählt haben, dass es dort ‘ Nono Land’ sei, preparierten wir uns in langen Hosen, langen Ärmeln, festen Schuhen und das bißchen Haut wo noch rausschaute war in Antimücken Spray gehüllt. Im Dorf wurden wir dann gleich mal um 20 € erleichtert, denn das ist das Eintrittsgeld zum Wasserfall, damit der Weg instand gehalten werden kann und alles gepflegt wird 👍. Wir staunten nicht schlecht als wir eine wirkliche breite Steinstrasse vorfanden, die ca. 500 Jahre alt war, nach einer Furt Überquerung ( ohne Schuhe natürlich, denn uns stand das Wasser bis zu den Knien) wurde der Weg immer schmaler. Über Steine, Wurzeln und kleine Bäche kamen wir zu einer alten, verlassenen Stadt. Wir folgten dem Weg bis er plötzlich aufhörte 🙄😏? Und jetzt?? Ich kam mir vor wie “Indianer Jones” durch den Dschungel, über Bäume und große Felsen… Doch wir fanden keinen Weg 🤔🤔. Wir wussten, dass wir den Bach irgendwann überqueren mussten und unser Garmin war uns auch keine große Hilfe, denn in dem tiefen Tal konnte es kein GPS Signal empfangen🙄. Also dann wieder zurück dorthin wo wir ihn verloren hatten und dann entdeckten wir die “Brücke” ein Baum quer über den Bach 👍 danach fanden wir problemlos zu unserem Ziel. Zum Baden lud uns die braune Brühe nicht gerade ein und so kamen wir gar nicht in Versuchung “Nono Futter” zu werden.

Nach einem ca. 10 km langen Fußmarsch waren wir zurück im Dorf, haben uns mit Früchten versorgt und uns dann auf den Heimweg gemacht. Ein toller Tag und ich bin mir jetzt schon absolut sicher, dass wir morgen unsere Beine spüren werden 😜🙈🙈 aber immerhin haben wir keine Nono Stiche abbekommen 👍👍👍.

Nuku Hiva Rundfahrt

Jetzt haben wir Nuku Hiva erreicht, wir wollen uns hier mit Sybille und Bo treffen und ich bin schon total gespannt wie Bo’s Fuß jetzt aussieht fast einen Monat nach dem Haibiss. Kaum waren wir in die Bucht eingefahren da haben sie uns schon am Funk angerufen und uns einen Ankerplatz gezeigt, ein schönes Gefühl von Freunden erwartet zu werden 😃😃. Ich bekam gleich das Angebot am nächsten Tag mit Bo ins Krankenhaus zum Verbandswechsel mitzukommen 👍👍 und ich war total überrascht und begeistert wie gut der Fuß aussieht. Der Chirurg hat mir dann noch alles erklärt, was er operiert und gemacht hat 😲😲 Tip Top;

Gemeinsam mit Sybo (Sybille und Bo) und Vista (Anna und Arthur) wollen wir uns diese Woche einen Mietwagen nehmen, damit auch alle “Fuß Kranke” 🙈😁😁 etwas von der Insel sehen können. Die Insel ist nur 25 km lang, 17 km breit und es gibt nur eine asphaltierte Straße, doch an der Küste gibt es auch einen off-road Treck und den wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen 😃😃. Neill war der Fahrer mit Gott sei Dank genügend Erfahrung im ‘Offroaden”, denn die Straße hatte es in sich; steil bergauf und bergab, grobschottrig und mit hohen Stufen aber einfach auch mega cool 👌.

Wir besuchten zeremonielle Plätze, sahen Tikis, wilde Pferde, freilaufende Schweine und vieles mehr, waren baden und genossen alles in vollen Zügen 😀😀. Unterwegs haben die Mädels auf der Ladefläche des Pickups nach Früchten Ausschau gehalten und Neill dann mit einem Klopfzeichen aufs Autodach zum stoppen aufgefordert. Arthur hatte schon Angst dass wir noch im Stockdunkeln am Abgrund rumfahren und er war sichtlich erleichtert als wir zurück in der “Zivilisation” waren 😃😃. Und unsere “Ernte” konnte sich sehen lassen ; Pampelmusen, Sternfrüchte, Limetten, Granatapfel und Mangos (das nächste Chutney ist gesichert).

Der Leihwagen war auf 8 Uhr bestellt und wir natürlich super pünktlich da, doch als nach 40 Minuten immer noch niemand zu sehen war, hat Bo nachgefragt und bekam zur Antwort, dass der Wagen einen Unfall hatte 😲😲😲 Wir glauben allerdings, dass sie uns einfach vergessen hatten. Glücklicherweise haben unsere Männer gleich ein anderes Auto organisiert mit der Auflage, diesen Leihwagen “sauber” zurück zu geben; im Stockdunkeln haben wir dann mit Taschenlampen geputzt 😜😜 das war echt witzig, einer mit Schlauch, der andere mit Bürste und Lappen, der 3. Beleuchtung und der letzte (in diesem Fall ich, war für den Innenraum zuständig, mit Hirebire = Stirnlampe das war eine ganz neue Erfahrung 😃😃😜😜) 👍 top Teamwork. Als wir am nächsten Morgen das Auto zurück gaben waren alle sehr zufrieden.

Wir hatten einen wunderschönen, lustigen Tag zusammen und wir haben so viel gesehen wie irgendwie möglich war. Zum Vaipo Wasserfall werden wir uns von der nächsten Bucht aus auf den Weg machen, denn dorthin gibt es keine Straße 😃 nur einen Fußweg.

Unser Team

Tahuata

Eine neue Insel 😊 wieder viel zu entdecken. Die erste Nacht ankerten wir mit sechs anderen Booten – kaum zu glauben wir kannten nur eins 🙈 in einer Bucht mit total klarem Wasser ; die 15 Meter bis zum Anker konnten wir vom Boot aus sehen. Nach ausgiebigen Schwimmen gings eine Bucht weiter nach Vaitahu, ein kleiner Ort mit einer wunderschönen Kirche. Ich hab gelesen, dass die Kirche vom Vatikan gesponsert wurde, da hier die Christianisierung der Marquesas begonnen hat.

Am 8.6. Wollten wir zur anderen Seite der Insel radeln doch meine Schaltung funktionierte mal wieder nicht richtig 🤔😠😠außerdem hat es gleich beim Räder zusammen bauen zu regnen angefangen 😲😲 dann waren es bloß ca. 8 km und 400 Höhenmeter. Aber dreckig waren wir als ob wir 20 km gemacht hätten 😀😀, zurück am Hafen haben wir mindestens so lange geputzt und repariert wie wir geradelt sind doch trotzdem hat es wieder riesigen Spaß gemacht.

Am nächsten Tag deankerten wir – ohne Motor 👍und segelten nach Hanamoenova eigentlich nur 2,5 Nm doch mit segeln waren es dann gleich fast 5 🙈. Es war nur ein anderes Boot hier und wir takten doch tatsächlich bis zum Ankerplatz – voll genial – jetzt noch ohne Motor ankern und wir sind happy. Anker raus und….. die Ankerkette macht komische Geräusche 🙄🙄 und nachdem wir schon einmal eine verklemmte Kette hatten, hüpfte Neill mit Taucherbrille ins Wasser. Als er auftauchte signalisierte er, dass wir nochmal ankern müssen – unsere Kette hatte sich um ein paar Felsen gelegt. Also nix mit einem Tag ohne Motor, doch lieber so als wieder einen Taucher suchen zu müssen der uns befreit. Am nächsten Tag wollten wir so gegen 14 Uhr los nach Ua huka, es regnete und hatte starke Windboen so dass wir immer abwarten mussten um den Windgenerator abzubauen und das Dinghy aufs Boot zu holen.😲😲 14.30 Uhr war alles fertig und wir konnten auch dieses Mal den Anker ohne Motor heben 😁😁 wir sind echt cool und nach 2,5 Nm wollten wir unsere Ciara in Betrieb nehmen aber ein Springring war wohl durchgerostet und ein Sicherungsbolzen hing nur noch am ‘seidenen Fädchen” also nix wie zurück und versuchen unsere Windvane reparieren. Jetzt brauchten wir den Motor um gegen den Wind zu fahren um möglichst schnell zurück zu kommen ohne den Bolzen zu verlieren. Glück gehabt 🙏🙏🙏 und eine Stunde später machten wir uns auf zum zweiten Versuch.

Oamo

Wir sind wieder Radler und genießen es, diese Vulkan Inseln sind total vielfältig doch keinesfalls flach. Wir machten uns auf die 17 km lange Tour nach Oamo – der höchste Punkt unserer Tour war auf 613 Meter über dem Meer und dann am Nachmittag das ganze wieder zurück 🙄😁 und ich kann euch sagen es war echt sau steil.

Diese Insel ist so unglaublich schön, die Menschen wahnsinnig freundlich – im Dorf haben wir den Prediger aus der Kirche getroffen und wir haben mit Händen und Füßen versucht ihm zu erklären, dass wir von der Predigt nichts verstanden haben doch dass wir sehr viel Spaß hatten. Als wir weiter radeln wollten hat er uns ca. 10 Bananen in die Hände gedrückt und gemeint “für Energie ist steil und weit nach Oamo” und auf dem Pass haben wir dann eine Pampelmuse geschenkt bekommen. Ich glaube ich hab noch nie in meinem Leben sooo viel Obst gegessen und nichts dafür bezahlt. 😀

Heute haben wir unsere Räder wieder verstaut und plötzlich am Nachmittag kam ein Dinghy zu uns – dass muss wohl unser französischer Nachbar sein – mit einer ganzen Staude reifer Bananen für uns 👍. Am Abend hatten wir den örtlichen Schreiner mit Frau eingeladen, unser Fahnenmast war gebrochen und er hat den alten repariert und uns außerdem einen wunderschönen neuen Fahnenmast gemacht. Ebenso waren noch Michiel und Ariane von Joy zu Besuch. Die Unterhaltung mit Tino und Karin war ein bisschen holprig da unsere Französisch Kenntnisse sehr dürftig sind, doch wer kommunizieren will der schafft dass auch 😊. Wir hatten Pizzabrot, frisches Brot und Mango chutney gemacht und Ariane hatte Bananenbrot mitgebracht. Bei Wein und Bier verging die Zeit im Flug und als sich unsere Gäste verabschiedeten kam wieder unsere Nachbar dieses Mal hat er uns Ziegenfleisch mitgebracht. Doch auch jetzt konnten wir ihm nichts Gutes tun, denn er war müde und wollte nach Hause. Unglaublich oder😲😲 ich hab noch nie Ziegenfleisch gemacht – noch nicht – aber im Internet haben wir ein Rezept rausgesucht und schaumer mal wie es schmeckt. Ich bin gespannt was wir als nächstes bekommen nach Obst, Fisch, Wildschwein und jetzt noch Ziege und Huhn, bloß gut dass es hier keine Krokodile oder Schlangen gibt denn man weiß ja nie 🙈🙈🙈.