Rurutu – ein Traum

30 Seemeilen bevor wir anlegten, sah ich zum ersten Mal die Insel. Bei soviel vorab Informationen war ich ziemlich aufgeregt 🙃😲 und konnte es fast nicht mehr erwarten,  endlich wieder Radler zu sein. Wir ankerten im Hafen, wo bereits mittendrin ein anderes Segelboot, das dem örtlichen Arzt gehört, lag ⛵. Nach dem wir unser Boot routinemäßig abgestellt hatten, waren wir einfach nur müde, wir gönnten uns ein leckeres Essen und ab ging es ins Bett😏. Am nächsten Morgen meldeten wir uns vorschriftsmäßig bei der Gendarmerie, inspizierten das Dorf und erkundigten uns wo wir Wasser, Internet, Diesel usw. bekommen. An der Post fanden wir eine Insel Karte mit den Straßen, Höhlen und anderen Sehenswürdigkeiten ; also jetzt nur noch die Räder zusammen bauen und los geht’s 🚲🚲. Aber zuerst wollten wir noch das Hafenbecken mit dem Dinghy vermessen, damit wir unseren Freunden Doris und Wolf von den Seenomaden mitteilen können, dass auch für Sie Platz zum ankern ist.

Am Sonntag den 31.1. Als wir morgens die Fahrräder an Land brachten, staunten wir nicht schlecht, als dort Terry, ein Franzose den wir schon aus Tubuai kannten, stand 😲. Er erzählte uns, dass er heute Nachmittag zurück nach Papeete fliegt und wenn wir wollen würde er uns noch eine Höhle zeigen 👍👍. Welche Frage?! 😊😁Gott sei Dank, denn alleine hätten wir diese sagenhafte Stalaktiten und Stalagmiten Höhle niemals gefunden.

Stalaktiten und Stalagmiten

Nach dieser Expedition trennten sich unsere Wege und wir radelten erst einmal um die Insel; nur so 36 km aber allerdings auch fast 800 Höhenmetern und über drei Pässe.

🙈🙈 Ganz abgesehen von den 30 ° Außentemperatur und ca. 70 % Luftfeuchtigkeit 😲😲 und den steilen Betonstraßen 🙃. Dass wir ab und zu mal schieben mussten war unvermeidlich, doch der Blick über die gesamte Insel entschädigte uns für die Strapazen. Von Tama, dem Zahnarzt in Tubuai, bekamen wir den Rat, unbedingt Rurutu zu Pferd zu erkunden 🤔🤔 warum eigentlich nicht, denn wir kennen nicht viele, die auf den Austral Inseln beim reiten waren.

Reiten in Rurutu

Wir fanden Elin, eine Waleserin die hier verheiratet ist und deren Ehemann Viriamu die Reitsafarie veranstaltet. Was soll ich euch sagen, es war einfach spektakulär wie die kleinen Pferde bei der Hitze die steilen Wege meisterten und wir hatten schon fast ein schlechtes Gewissen uns von Ihnen bis auf einen 300 Meter hohen Gipfel tragen zu lassen. Doch auf diesen zugewachsenen Trampelpfaden wäre ein Durchkommen für uns nicht möglich gewesen😜. Unser Guid stoppte sein Pferd, verschwand im Dschungel und kam mit Bananen und Passionsfrüchten zurück, die wir dann am Gipfel gemeinsam verspeist haben 👍.

Die nächsten zwei Wochen haben wir glaube ich alle fahrbaren Wege auf der ganzen Insel abgegrast 😅😅 und es waren absolut verschiedene Pfade, Untergründe, Ausblicke und Eindrücke. Wen es interessiert hier sind die Links zu unseren Tracks. Einmal der Blick vom höchsten Berg aufs Riff, dann die rote Erde wie in Afrika, dann Wurzeltrails mit Föhrenwaldwegen, steile Schotterabfahrten, Höhlen und Korallen Blöcke wie Steine im Garten verteilt. 😲😲😲

Rurutu

Ich kann nur für mich sagen, dass Rurutu eine der außergewöhnlichsten Austral Insel ist, nicht nur wegen der genialen Wege zum Radeln auch wegen der verschiedenen Möglichkeiten von Wandern, Höhlen erforschen und der unterschiedlichsten Anbau Möglichkeiten von Kaffee in Plantagen, Taro Feldern, Bananen, Noni Bäumen, Pampelmusen, Limetten, Granatapfel, Guaven, Avocados und vieles mehr. Nicht zu vergessen die fast freilaufenden Schweine, Hühner, Ziegen und sogar ein paar Kühe haben wir gesehen. 😜

Elin hat uns erklärt, dass hier auf dieser Insel alle Obstbäume und Palmen,  die am Straßenrand stehen für jeden zur Verfügung stehen und sich jeder daran bedienen kann. Wir haben Limetten, Kokosnüsse, Pampelmusen, Bananen und Guaven gefunden 👍. Als wir einen Bauern wegen Avocados gefragt haben, nahm er uns mit nach Hause und hat uns gleich 10 Stück Avocados und Taro gegeben; als wir nach dem Preis gefragt haben, lachte er und meinte es sei gratis. Wieder einmal waren wir überwältigt von soviel Großzügigkeit und uns blieb wieder nur ein herzliches Dankeschön zu sagen 🙏🙏🙏. Auf unserer Artemis angekommen haben wir einen Schokoladenkuchen gebacken und als kleinen Dank am nächsten Tag vorbei gebracht bzw. geradelt 😁😁 und unsere Geschenke haben wir mit Doris und Wolf geteilt. Ich glaube, dass ich noch nie soooo gute Avocados gegessen habe und die Ökobilanz ist auch großartig. Mit ein bisschen Wehmut verlassen wir Rurutu, doch wir sind froh und glücklich hierher gekommen zu sein 👍👍.

Hier könnt ihr sehen wo wir überall waren

GPS tracks:

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