Pazifik Überquerung Australien wir kommen 🤣🤣2. Teil

Meine Euphorie war genauso schnell verschwunden wie der Wind 😩, denn nach dem wir eine Schlecht Wetter Front mit Windstärken bis 28 Knoten durchsegelt hatten, drifteten wir wieder 🙈🙄🤣. Ja im Durchschnitt ist der Wind echt segelbar 🙃😂 von 2 bis 28 Knoten nur eben nicht konstant. Doch wir sind absolut entspannt 😁 wir kochen gemütlich ein Risotto, spielen eine “Phase 10” unser Lieblingsspiel, schalten das Anker Licht ein und gehen ins Bett. Als ich um 2.30 Uhr aufgewacht bin, stellte ich mit erstaunen fest, dass wir doch fast acht Seemeilen zurück gedriftet waren. Ich versuchte unsere Artemis umzudrehen, damit wir wenigstens in die richtige Richtung gehen 😳. Neill war ebenfalls aufgewacht und gemeinsam schafften wir es, danach legten wir uns wieder hin. Ich konnte nicht einschlafen und so las ich zwei Stunden und plötzlich war mir kalt, ehrlich bei 20 °C 😳 doch mit einer zweiten Decke schlief ich wieder ein. Beim Frühstück überlegten wir, was wir heute machen sollten, denn nach Davos Wind- und Wetterprognosen, die absolut zuverlässig sind, soll der Wind noch bis Ende der Woche so wechselhaft und aus verschiedenen Richtungen kommen 😜. Also haben wir uns entschlossen, den Motor zu starten um ein bisschen näher an Tonga heran zu kommen. Doch da spürten wir eine kleine Brise und so segeln wir jetzt mit 2 Knoten in die falsche Richtung 🙈🙄. Doch wir machen das Beste daraus und nutzen jede noch so kleine Brise damit wir die restlichen 2000 Seemeilen noch bewältigen 🤣🤣. Und ob ihr es glaubt oder nicht wir haben wirklich unglaublich Spaß dabei 🤣🤣. Mittlerweile haben wir auch die internationale Datumsgrenze überquert und tatsächlich einen ganzen Tag (14.10.2021) verloren 😲🤔. Auch bewegen wir uns auf dem nächsten Kontinent Ozeanien 🤔 bis vor kurzem wusste ich nicht einmal, dass es diesen Kontinent überhaupt gibt 🙈. Aber ich hab ja schon oft gesagt, dass ich fast jeden Tag etwas neues dazu lerne 😀.

An der internationalen Datumsgrenze

Am nächsten Tag haben wir doch den Motor getestet und sind eine Stunde in die richtige Richtung gefahren, denn Davo meinte, dass der Wind erst am Samstag morgen kommen soll 🙃🤔. Also warten und driften wir halt noch ein bisschen herum 🤣🤣.  Verrückt zu wissen, dass hier im Tonga Graben 8000 Meter Wasser unter uns sind und wenn man die Karte anschaut, ist das ganze Gebiet mit Vulkanen durchzogen 😲. Im Guide Buch ist beschrieben, dass hier Inseln plötzlich auftauchen und auch wieder verschwinden, krass oder? 🤔🤔 Da wir keine Insel unterwegs anfahren dürfen, hoffen wir wenigstens darauf bei Tageslicht an Tonga vorbei zu kommen 🙏🙏 da unsere Route mitten durch die Inselgruppe führt.

In der Nacht musste Neill dann doch tatsächlich ein bisschen etwas von der Segelfläche reduzieren, damit wir die Vava’u Insel Gruppe mit ihren Kliffen bei Tageslicht sehen konnten. Dann 30 Seemeilen weiter am Vulkan Late vorbei, so haben wir wenigstens einen Blick auf Tonga werfen können 😀. Der so lange ersehnte Wind ist auch endlich gekommen und nach Davos Prognose soll er auch ein paar Tage stabil bleiben 🙏🙏, damit wir ein wenig vorankommen. Lassen wir uns überraschen ob wir von Fiji auch etwas sehen werden 🤔🤣.

Tonga
Vulkan Late

Wir sind richtig schnell unterwegs 🤣(117 Seemeilen am 19.10.2021) und so haben wir auch eine kleine Insel,  die zu Fiji gehört, bei Tageslicht passiert. Vatoa ist nur 44 Meter hoch aber auch wieder wie eine Klippe geformt, diesmal konnten wir nicht so nah dran vorbei segeln, da vor dieser Insel noch ein Riff ist 🤔🤣. Jetzt sollten wir laut Seekarten, die nächsten 400 Seemeilen auf keine Hindernisse in Form von Inseln oder Riffs stoßen 🙏🙏. Wir haben jetzt 178° West erreicht 😲und morgen vielleicht schreiben wir dann schon 180° Ost 🙈 verrückt oder? 😂🤣

Ja der Sprung von West nach Ost war überhaupt nicht schmerzhaft 🤣 wir haben nur ganz gespannt auf unser GPS gestarrt um es ja nicht zu verpassen. Unser Track sieht lustig aus den die Karte endet bei 180 °W und dann brachte uns das GPS auf die andere Seite und wir starteten bei 180 °O somit hatten wir gleich mal über 1000 Seemeilen mehr auf dem Display 😲😀, das ging wirklich fix 😜. Ansonsten geht es langsam aber stetig voran, wir genießen die Weite und die Einsamkeit hier auf dem großen Ozean und freuen uns über jeden Tag, wo nichts “passiert”.  Unglaublich heute ist schon der 24.10. also sind wir schon fast einen Monat unterwegs 🙈 Wahnsinn! Ach fast hätte ich es vergessen, die letzten zwei Tage hatten wir mal wieder einen Passagier an Bord. Ein Vogel hat sich etwas ausgeruht und wir haben den Tramper mitgenommen 🤣 das war aber auch wirklich das aufregendste der letzten Tage 😜😜.

Unser Tramper

Wir haben uns für einen faulen Sonntag gewappnet 😂, doch bei so leichtem Wind sollten wir vielleicht unseren Parasailer hissen. Gesagt getan aber bei gefühlt null Wind,  mussten wir selber steuern um mit 1,5 Knoten zu segeln oder zu driften 🙈. Ich übernahm die Pinne und der Wind hat sich um 180 ° gedreht 😲 das Segel war total verhedert und um den Mast gewickelt 😳🙄 und jetzt fing es auch noch zu regnen an, echt toll 😩. Früher hätte ich gedacht, dass ich etwas falsch gemacht habe, doch mittlerweile bin ich ja “fast” ein Segler 🙈 und weiß, dass es nicht meine Schuld war. Glücklicherweise haben wir es noch geschafft das Segel relativ trocken herunter zu bekommen und zu verpacken. Dann goss es wie aus Eimern und Neill versuchte uns zumindest in der richtigen Richtung zu halten, bevor der Wind ganz aufhörte. Davo hatte uns schon vorgewarnt, dass der Wind irgendwann wechseln würde und jetzt hatten wir diesen Punkt erreicht 🤣. Jetzt driften wir mal wieder hoffentlich in Richtung Neukaledonien  🙏. Montag Abend kam der Wind zurück und jetzt machen wir mal richtig Strecke gut 😀 und es wäre echt schön, wenn es ein paar Tage anhalten würde 🙏🙏 also Daumen drücken und das Beste hoffen.

Jetzt sind wir seit 30 Tagen unterwegs 😲😂 verrückt oder und zur Feier des Tages haben wir doch gleich einen Kuchen gebacken 👍. Der Wind kommt und geht doch wir sind nicht gefrustet oder sauer,  nein wir freuen uns riesig wenn es mal wieder voran geht. Gerade haben wir die Ile des Pines, eine Insel die zu Neukaledonien gehört, passiert und jetzt sind es nur noch um die 800 Seemeilen 😀😂.

Für heute den 31.10. war kaum Wind vorhergesagt und deshalb dachten wir testen wir wieder den Motor, damit er auch sicher startet, wenn wir ihn brauchen 😀. Nach dreißig Minuten waren wir zwei Seemeilen näher an Brisbane 👍und wir hatten auch nichts besonderes für heute geplant. Doch nach dem es morgens strahlend blauer Himmel  und das Meer flach wie ein See war, haben wir gewaschen, Wasser gemacht und die Matratzen gelüftet. Wenn wir in Australien ankommen, müssen wir ja noch für zwei Wochen in Quarantäne, was bedeutet, dass wir unsere Artemis für diese Zeit ganz alleine in einer Marina lassen müssen 😩😆. Und um schon etwas vorzubereiten, haben wir die Bettwäsche gewaschen und verräumt.

Als ich als Kind die Augsburger Puppenkiste abgeschaut habe, war dort die Geschichte vom Jim Knopf mit dem Lied: “eine Insel mit zwei Bergen…” Das Meer wurde aus Klarsichtfolie gemacht und war ganz flach und ruhig und ob ihr es glaubt oder nicht, gerade so war es heute, wie ein großer Teich 🙈. Und zum ersten Mal auf diesem Trip sind wir in die falsche Richtung gedriftet. Ich hab mal ein Bild von unserem Vorwärts, Rückwärts usw. gemacht.

Zum Abendessen haben wir noch Pizza gemacht, bei keinem Swell überhaupt kein Problem 😂😂. Kurz vor dem Dunkel werden kam ein sanfter Wind auf und wir haben das Hauptsegel im Abendrot gesetzt 😲😲 was für eine tolle Stimmung. Jetzt segeln wir mit 3,5 Knoten und es wäre schön wenn der Wind für ein paar Tage stabil bleiben würde 🙏🙏. Aber jetzt weiß ich auch warum der Pazifik so heißt sehr passiv🙈🙈.

Doch dieses mal ist der Wind echt für drei Tage geblieben 😲😂 konstant stark und so sind wir unserem Ziel wirklich näher gekommen. Jetzt bleiben nur noch 300 Seemeilen übrig 😜  ein Katzensprung 😂 bis zur Morton Bay, dann den Brisbane River hinauf zur Rivergate Marina (wobei alles in allem dann 385 Nm sind.🤭) und mit Wind nur so drei bis vier Tage 👍. Leider hat Davo für die nächsten Tage wenig bis zu keinem Wind auf dem Wetterbericht gesehen und jetzt warten wir einfach ab. Aber ich verspreche, dass ich es euch erzählen werde, wie lange der “Endspurt” noch gedauert hat 😂😜.

Soll ich euch wirklich beschreiben, wie die letzten Tage unserer Reise waren? 🤔😜 Ich glaube ich belasse es beim Überblick 😂- die Prognosen waren erst kein Wind und dann mehr als uns lieb war. Jetzt hatten wir die Reichweite der australischen Küstenwache am Funk erreicht und diese sagte für Freitag, den 11.11. und Samstag den 12.11. Sturmwarnung voraus 😱😳.

Normalerweise benützen wir unseren Motor nicht, um näher an unser Ziel zu gelangen, doch diesmal waren wir wirklich froh, dass wir Davos Ratschlag befolgt haben👍, möglichst nahe an die Morton Bay, heranzukommen. Denn der Wind nahm schlagartig von 12 Knoten bis 25 Knoten plus zu und kein Ende war in Sicht, mit dem Wind nahm dann leider auch die Wellen Höhe auf drei Meter zu😩. Wie glücklich waren wir, als die Fairway Boje (hier endet der Ozean und beginnt das Hafengebiet) erreicht hatten 👌👌. Hinter uns, vielleicht zwei Stunden weiter weg, sahen wir die Segel eines anderen Bootes, doch wir glauben nicht, dass dieses Boot diese Boje erreicht hat🙄🙄. Hoffentlich konnte dieses Boot weiter südlich in Southport anlanden. 🙏🙏

Nun begann die “spannende” Durchquerung der Morton Bay, denn Brisbane ist ein Industriehafen mit massivem Verkehr 🙃. Alleine wir begegneten in dieser Nacht über zehn !! Cargoschiffen mit einer Größe von schlappen ca. 200 Meter Länge und 30 Metern Breite 😳😳und mit denen, teilten wir uns eine Fahrrinne 🙈. Es war wirklich aufregend alle Daten zu checken, mit den anderen Booten über Funk Kontakt aufzunehmen und bevor wir die Flußmündung erreichten, haben wir ein Pause gemacht 😜. Da wir nirgends ankern durften, sind wir einfach mit ganz wenig Segeln hin und her gesegelt und so konnte dann auch Neill wenigstens zwei Stunden Schlaf bekommen 🤗.

Ausgeschlafen und frisch gestärkt 😆haben wir dann die letzten acht Seemeilen den Fluss entlang in Angriff genommen. Vorbei an den riesigen Container Terminal bis zu unserer Marina Rivergate, ich glaube ihr könnt euch vorstellen, wie erleichtert wir waren endlich am Pontoon festmachen zu können. Nach 45 Tagen und 3500 Seemeilen auf See stand unser Empfangskomitee, die Australische Boarder Force, bereits am Peer 😜😁, doch das ist wieder eine neue Geschichte 🤣😂.

Container Terminal

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