Bayona und Viona do Castelo

In Bayona angekommen (31.8.) haben wir uns fest vorgenommen etwas für das “äußere” unserer Artemis zu tun. Ich wollte unbedingt nochmal die Holzflächen mit Teaköl machen und Neill das gesamte Deck schrubben.

Teak

Morgens ruderten wir an Land um Wasser zu tanken bzw. ich versuchte meine Ruder Leistungen zu verbessern und mich nicht ständig im Kreis zu drehen. Ihr glaubt nicht wie schwierig es ist – zumindest für mich – geradeaus zu rudern, entweder gehtˋs nach rechts oder links. Aber wie heißt es so schön Übung macht den Meister. Danach waren wir echt fleißig und haben fast alles geschafft was wir uns vorgenommen hatten und zur Belohnung ruderten wir – ja ich habˋs wieder versucht – an Land auf ein Bier. Da für den nächsten Tag kein Wind in Sicht war, vervollständigten wir unsere Arbeiten und machten am Nachmittag auf Touristen, wir besichtigten die Altstadt und umrundeten die riesige Festung.

Montag morgen segelten wir weiter in Richtung Portugal, mangels Wind machten wir einen Zwischenstopp in La Guardia übernachteten hinter einer riesigen Hafenmauer und am 4.9. gingˋs nach Viona do Castelo.

Nach Nebel und keinem Wind motorten wir und machten am Rezeption Pontoon fest und Neill ging uns in Portugal anmelden. Es hieß, wenn wir nur eine Nacht bleiben könnten wir gleich dort bleiben und müssten nicht in die Marina reinfahren, das war uns auch recht, dann haben wir Betten gelüftet und das Dingi geputzt.

Neill wurde als erstes gesagt, dass es hier in Portugal normale Öffnungszeiten gibt (was im Klartext heißt, keine Siesta und kein Abendessen bis 23 Uhr). Danach gingen wir in die Stadt zum einkaufen und als wir zurückkamen meinte der Marina Angestellte, dass wir jetzt doch reinfahren müssen, da ein riesiges Boot (er war so lang und tief, dass er in der Marina keinen Platz hat) sonst nicht festmachen kann. Etwas säuerlich packten wir unser Zeug zusammen (denn das hätten wir vor fünf Stunden auch schon machen können) und versetzten uns in die Marina, dann umziehen und Essen gehen. Max hat in Tripadvisor wieder eine tolle Kneipe gefunden und die wollten wir ausprobieren; zur Feier des Tages – wir haben Portugal erreicht – gabˋs Caipirinha (soooo gut!!!!!!) und ein reichhaltiges Menü zu einem unglaublich günstigen Preis und sehr freundlichem Service. Hinter der Marina ist eine Eisenbahnbrücke die Gustav Eiffel konstruiert hat – hatte ich nicht gewusst, dass der Eiffelturm Konstrukteur auch Eisenbahnen gemacht hat – aber ich lerne von Tag zu Tag.

Basilika St. Lucia

Heute haben wir dann die Heilige Lucia Basilika besucht, die oberhalb der Stadt liegt, wir sind dann ganz rauf (60 Meter hat der Turm mit Wendeltreppe) gestiegen und wurden mit einem traumhaft schönen Blick belohnt. Abgesehen vom Nebel – ja wir sind in Portugal (weiß auch nicht mit Sonne und heiß – irgend etwas machen wir falsch). Sportlich wie wir sind haben wir nicht die Zahnradbahn genommen sondern sind die gefühlt tausend Treppen zur Basilika rauf gewandert und eigentlich hätte der Turm 2 Euro Eintritt gekostet, aber die Dame war mit den zwei Herrschaften vor uns so beschäftigt, dass wir einfach vorbeigegangen sind.

Anschließend haben wir noch einen Altstadtbummel gemacht, einen Cappuccino getrunken und sind zurück zum Boot, duschen und am Nachmittag sollte es Wind geben und wir wollten weiter segeln. Los gingˋs und dann bekamen wir Besuch von Delphinen, wir haben ja mittlerweile schon öfter welche gesehen aber heute blieben sie ca 30 Minuten bei uns, sprangen vor, hinter und seitlich von uns aus dem Wasser; sie surften in den Wellen und hatten auch einen Heidenspaß genau wie wir. Ich versuch normalerweise nicht ein Foto zu machen, denn kaum hab ich mein Handy in der Hand, sind sie weg, doch heute hab ich es doch tatsächlich geschafft ein Foto und einen kleinen Film mit Delphinen zu bekommen – Mega klasse toll.

Delphin

Diese Tiere sind so freundlich, lustig und verbreiten einfach gute Laune – ein Tag wo du Delphine gesehen hast ist ein guter Tag. Gegen 20.30 Uhr haben wir in Póvoa Do Varzim geankert, einem “kleinen Fischerdorf mit Casino und einem beeindruckenden Riesenrad”.

Jetzt wo wir in Portugal sind passt die Uhrzeit auch wieder zur Sonne und ich hab endlich nicht mehr das Gefühl total aus meinem Biorhythmus zu sein.

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