Unser erster Segeltag

Ja wir haben tatsächlich am Freitag  unsere Segel bekommen und so konnten wir am Samstag mittag echt los. Eine Herausforderung denn unser Rustler bzw. alle Rustler können nicht Rückwärts fahren. Aber nach wenigen Versuchen ging es zum Tanken und dann raus zum üben. Neill hat ganz in der Nähe eine Lagune gefunden und wir konnten üben Segel zu setzen und eine Boje fangen. Total aufregend, für ein Landei wie mich. Stuart MacDonald, er hat ein Buch über seine Weltumseglung geschrieben, meinte zu mir alles wird besser.

Nach einer ruhigen Nacht an der Boje segelten wir heut früh auf offene Meer mit ganz nettem Wind und total mega tolle Gegend. Wie gesagt ich war noch nie in Schottland aber es sieht genauso aus, wie man es aus Filmen z.B. Braveheart  kennt. Karge Steine, einsame Wege und unbeschreiblich schön.

Bild vom ersten Ankerplatz
Bild vom ersten Ankerplatz

Segeln ist wirklich mit Fahrrad fahren zu vergleichen, du bekommst unglaublich viele Eindrücke und das mit Steuern, Segel hissen und vieles mehr, werde ich schon noch lernen. Wir segelten durch Dorus Mor, an Corryvreckan (ein ziemlich großer Strudel) und  an Esdale vorbei, eine der zwei wichtigsten Schottischen Schiefer Industriestädten, dann weiter zum Ankern nach Puilladbhrain. Kein Mensch kann sich diese Namen merken, zumindest ich nicht, deshalb schreib ich sie auf, damit ihr nach schauen könnt, wo wir gerade sind. Und wenn uns jetzt jemand sehen könnte, würde er sich in ein Büro versetzt fühlen, denn jeder schreibt an seinem Blog.

Morgen geht es nach Oben mit hoffentlich genauso viel Wind wie heute.

Unser Abenteuer beginnt

Unser Abenteuer hat begonnen. Am Sonntag gings los. Von München nach Edinburgh und am Montag mit dem Bus nach Glasgow und dann weiter nach Ardfern.

Wir haben uns natürlich gleich das Boot angeschaut und Neill war mega begeistert dass alles super aufgeräumt und geputzt war.

Jetzt geht’s dann los dachte ich doch wenn es hier heisst alles ist gemacht dann schau lieber nach.

Ardfern in Schottland
Ardfern in Schottland

Keine Heizung kein Strom aber alles läuft super.

Ich lerne schnell dass wir nicht in Deutschland sind denn alles wird gemacht und ist kein Problem, aber eben wenn es passt oder irgendwann.

Wir haben eine nette Pension und die Wirtsleute sind super nett. Sie versuchen wirklich langsam und deutlich mit mir zu sprechen damit ich sie verstehe. Doch gestern Abend nach dem vierten Whisky haben wir uns super verstanden und ich habe mich doch tatsächlich getraut Englisch zu sprechen.

In der Marina sind alle super freundlich und jeder weiß glaube ich dass ich die Deutsche bin denn alle Grinsen und reden wirklich langsam.

Aber wenn Neill mit Ihnen schottisch spricht verstehe ich nur ‘Bahnhof”.

Aber voraussichtlich werden wir am Samstag unseren ersten Segeltörn machen.

Und morgen bekommen wir Segel.